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am 2. August 2012
Die Story ist schnell und spannend, und weiss auch heute noch zu überzeugen.

Das Bild bewegt sich stets auf einem sehr hohen Niveau (erreicht zwischendurch sogar Referenz) und kann sich locker mit heutigen Produktionen messen. Selbst einige unscharfe Nahaufnahmen trüben hier nicht den Gesamtgenuss (und diese findet man leider auch immer wieder bei aktuellen Filmen!).

Vom Ton her bin ich ebenfalls begeistert, obwohl ich sagen muss, dass die DD-Spur wesentlich mehr Druck hat, als die DTS-Spur. Schon irgendwie komisch. Aber vielleicht hat man ja auch einen Fehler im Menü gemacht. Keine Ahnung.
Jedenfalls sollte man mal umschalten zwischen den Spuren.

Fazit: Für mich ein Update von DVD auf BD das sich gelohnt hat und, wie ich finde, in jede Sammlung gehört.
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am 20. November 2013
Tony Scott war schon ein Meister-Regisseur. Schnelle Schnitte, gut gefilmte Actionszenen, erstklassige Schauspieler, sehr viel Spannung, super Drehbuch und ein klasse Score der bestens zum Film passt - alles nahtlos perfekt. Klar, "Der Staatsfeind Nr.1" ist ein reißerischer und plakativer Film um die Machenschaften der NSA (dessen Thema aktueller denn je ist), wo es letztlich nur um Manipulation und Täuschung geht, um die Macht der "Bosse" zu gewährleisten. Klar ist es im Endeffekt differenzierter zu betrachten, aber worum es im Detail geht ist nicht so wichtig, vielmehr geht es um den Kern der Angelegenheit. Der Film nimmt diesen Punkt sehr provokant ins Visier, und präsentiert dem Zuschauer letztlich eine Story, die die Drahtzieher gnadenlos über die Klinge springen lässt. Astrein inszeniertes Spannungs-Popcornkino, das durchaus einen Intelligenzwert aufweist und einen zum Thema "Überwachung" oder "Überwachungsstaat" nachdenklich stimmt. Will Smith und Gene Hackman sind spitze.
Ein Top-Actionthriller, ein absolutes Must-have, sehr empfehlenswert.
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am 9. November 2000
Mir wird wohl immer schleierhaft bleiben wie man behaupten kann, daß dieser Film übertrieben wäre, jeder der sich auch nur 10min. mit dem Thema Überwachungsstaat befaßt hat, weiß wie ernst zunehmen dieses doch ist. Die Technologie, die der Film darstellt, war schon als dieser ins Kino kam Schnee von Gestern. Gene Hackman hatte z.B. bei der CIA direkt nachgefragt, wie realistisch die Satellitenüberwachungstechnologie denn nun wirklich sei, um mitgeteilt zu bekommen, "wir (die CIA) sind schon etwa 10 Jahre weiter, als im Film dargestellt wurde".
Weiterhin kann ich nicht begreifen wie man diesem Klassiker die schlechteste ! Note geben kann. Die Schauspieler sind allesamt brilliant, Will Smith hätte ich solche schauspielerischen Qualitäten überhaupt nicht zugetraut. Die Handlung ist nicht nur äußerst realistisch, nein sie ist auch bis zu letzt total spannend. Die Bildqualität ist eine der besten die ich jemals auf DVD gesehen habe; unheimlich scharf gestochene Bilder. Und obendrein hat der Film auch noch für die Zuschauer die wichtige Botschaft, daß die Bürger sich nicht dem Staat ausliefern dürfen, mehr kann man doch von einem Film nicht verlangen.
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am 28. Dezember 2009
Die erste halbe Stunde mag etwas anstrengend sein, doch danach ist man nur noch gefesselt und der Film nimmt immer mehr an Spannung zu.
Gene Hackman und Will Smith sind die herausragenden Personen dieses actionreichen und sehr spannenden Films und sie spielen ihre Rollen wirklich sehr gut!
Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten und auch das Ende kann überzeugen.
Als sehr grosser Fan von Lisa Bonet hätte ich mir jedoch gewünscht, von ihr etwas mehr zu sehen, in jeder Beziehung.

Fazit:
Ein actionreicher und sehr spannender Thriller, der kaum (bzw. keine) Schwächen beinhaltet.
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am 6. Januar 2006
Von einer Jerry Bruckheimer-Produktion kann man einiges erwarten, vor allem Action satt. Wenn dann auch noch Tony Scott Regie führt, weiß man, daß man sich diesbezüglich nicht beklagen kann. Da aber normalerweise bei derartigen Streifen die Handlung – wenn überhaupt vorhanden – massiv in den Hintergrund tritt, ist es umso bemerkenswerter die Tatsache herauszuheben, daß die Handlung dieses Films vergleichsweise gleichberechtigt ist.
Die Story:
Ein republikanischer Abgeordneter wird wegen seiner vehementen Abneigung gegen ein vom Staat geplantes Überwachungssystem von Mitarbeitern der National Security Agency (NSA) ermordet. Dieses Verbrechen, als Unfall infolge eines Herzanfalls vertuscht, wird allerdings unbeabsichtigt von einer Kamera aufgezeichnet, die eigentlich nur der Naturlangzeitbeobachtung dienen soll. Bei der Auswertung des Films erkennt der Fotoreporter die Brisanz der Aufnahme und kann - bereits auf der Flucht vor den „NSA“-Häschern - einem schwarzen Anwalt für Arbeitsrecht eine Kopie der Aufzeichnung in die Einkaufstasche schmuggeln. Der Reporter selbst wird nur kurze Zeit später Opfer eines Unfalls. Unter Zuhilfenahme der verfügbaren Überwachungs- und Observationstechniken gelingt es der „NSA“ den Anwalt, der absolut nicht weiß, was ihm zugesteckt wurde, als „feindliches Objekt“ zu definieren. Daraufhin wird innerhalb einer kurzen Zeit sein ganzes Leben systematisch zerstört:
Verleumdungen, Rufmordkampagnen in Zeitungen, kalkuliert herbeigeführter Riß durch die Familie, Arbeitsplatzverlust und Kreditkarteninakzeptanz. Über eine Informantin, die er in der Vergangenheit aus beruflichen und auch privaten Gründen häufig frequentiert hat, bekommt er schließlich Kontakt zu einem isoliert agierenden Abhörspezialisten, kann mit dessen Hilfe den Grund für die Jagd auf seine Person erkennen und letztlich die Verursacher auf spektakuläre Weise zur Strecke bringen.
Die Wertung:
Viele interessant gebaute Handlungsstränge und eine für die Verhältnisse eines Actionspektakels sehr kritische Auseinandersetzung mit den in der Tat vorhandenen Möglichkeiten zur Observierung der Bevölkerung bis in die Intimsphäre sind der Reiz dieses Films. Ganz besonders hervorzuheben ist Gene Hackman, der 25 Jahre nach „Der Dialog“ quasi die gleiche Figur spielt. In einer Szene ist bei der Ermittlung des „Abhörspezialisten“ ein Foto zu erkennen, und zwar präzise das des „Harry Caul“ aus „Der Dialog“. In diesem Film sicher nicht ganz so introvertiert.
Wie auch immer, der Film bietet beste Unterhaltung auf hohem Niveau – mehr kann man nicht erwarten.
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am 3. Februar 2012
Ein wichtiger Politiker wird von einem anderen Politiker ermordet. Dummerweise geschieht dies vor laufender Kamera. Und noch dummererweise landet dieses Band bei dem unwissenden und ahnungslosen Anwalt Will Smith. Der Geheimdienst, die NSA ist jetzt hinter ihm her und er weiß nicht mal warum.

Die actionreiche und spannende Story wurde mit einer beängstigenden Überwachungstechnik "aufgemotzt" um sie nicht nur für Action Fans interessanter zu machen. Tatsächlich hinterlässt der Film aber wirklich eine leichte Paranoia, wenn man sich mal so überlegt, was man mit einer solchen Überwachungstechnik alles anstellen kann. Und zwar in der heutigen Zeit. Besagter Film ist ja aus den Neunzigern.

Dennoch bleibt Staatsfeind Nr 1 ein spannender, atemloser Thriller, den man sich immer wieder gerne ansieht. Stars wie Jon Voight und Gene Hackman unterstützen Will Smith sehr überzeugend und sogar Gabriel Byrne hat einen kleinen (wirklich sehr kleinen) Nebenauftritt. Jack Black, Tom Sizemore und Lisa Bonet sind auch dabei, nicht zu vergessen Scott Caan, Jack Black, Barry Pepper und Jamie Kennedy.

Der Film bleibt durchweg spannend, verliert aber (für mich) mit dem Finale gewaltig an Höhe. Übrigens erinnert dieses stark an True Romance.

Dennoch ist er sehr zu empfehlen und ist auf jeden Fall eine von Tony Scotts besseren Arbeiten. Denn inzwischen kann man sich seine Filme vor lauter Schnittechnik gar nicht mehr ansehen. Besonders interessant fand ich in den Regiekommentaren die Zerstörung von Brills Geheimversteck, bei dem es sich um eine echte Fabrik handelt, die in die Luft gejagt wurde. Die Szene sieht auch sehr überzeugend und beeindruckend gefilmt aus. Besonders das mit dem vorbeifahrenden Güterzug hat mir gefallen. Action und Spionage Fans wird er sicher gefallen und Will Smith zeigt sich in einer äußerst ernsten Rolle, aber nicht ganz so schlimm wie in I AM Legend.
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TOP 500 REZENSENTam 7. September 2010
Wer hätte das gedacht?? Heute weiß man, dass Will Smith auch ernste Rollen spielen kann, doch damals war er nach "Independence Day", "Bad Boys" oder "Wild Wild West" noch der lustige Junge schlechthin. Hier war das erstmals anders.
Das der gläserne Bürger keine Wunschvorstellung mehr ist, weiß jeder, der ab und zu mal die Tagespresse liest.
Will Smith überzeugt hier völlig als erfolgreicher Anwalt, dem mal eben von jetzt auf gleich das gewohnte Leben wie ein Teppich unter den Füssen weggezogen wird.
Mit EC- oder Visa-Karte einkaufen ist für sie normal, ohne drüber nachzudenken?? Was aber wenn die Kasse im Supermarkt sagt, Karte ungültig, oder ihre Bestellung hier bei Amazon nicht ausgeführt werden kann, da Bank- oder Visaeinzug nicht möglich sind. Sie sind sich aber 100% sicher, dass Geld auf den Konten ist!!! Und plötzlich ist auch noch der Geheimdienst hinter IHNEN her und sie haben keinen Plan WARUM!!
Mit eben dieser simplen Grundidee spielt der Film auf sehr gute, sehr durchdachte Art und Weise. Erstmal ins Rollen gekommen, legt der Film ein tolles Tempo vor, regelmäßig garniert mit gelungenen Actioneinlagen, immer aber auch mal passend mit einem lockeren Spruch von Will Smith. Ganz muss man also nicht drauf verzichten.
Für Leute, die sich mit Verschwörungstheorien beschäftigen oder perfekte Thriller mögen, ist dieser Film eine Empfehlung. Zudem zeigt er das Orwells "1984" noch harmlos ist, im Vergleich dazu, was hier an Überwachungstechnik aufgefahren wird. Um einen Politiker im Film zu zitieren: "Freiheit gibt es seit 30 Jahren nicht mehr. Der einzige unbeobachtete Raum ist der in ihrem Kopf und das reicht."
Wer also gern Filme schaut in denen der Mensch zum Spielball moderner Technik wird, ist hier ebenso gut bedient, wie bei "Stirb langsam 4.0", "Das Bourne Ultimatum" oder "Eagle Eye".
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TOP 500 REZENSENTam 7. März 2007
Den "Staatsfeind Nr. 1" sah ich vor vielen Jahren erstmals. Vielleicht waren es 2-3 Jahre nach seinem Erscheinen 1998. Wirklich interessant finde ich... das der Film vieles vorweg nimmt. Teils basiert er - wie das Making of in den Features zeigt - ja darauf, wie es wirklich geschieht. Teils nimmt er Dinge vorweg, von denen man zum Erscheinungszeitpunkt noch nichts hätte ahnen können. So wie gewisse, naheliegende Fragen, erst in jüngster Zeit erneut gestellt wurden. Unlängst sah ich die 2014 erschienende Dokumentation "Citizenfour", welche den Ablauf der Enthüllungen durch den Whistleblower Edward Snowden beschreibt. Nun habe ich mir gestern nochmals den Staatsfeind Nr. 1 angesehen, den ich mir der alten Zeiten willen auf DVD zulegte.

Unterhaltsam war vor mich vor allen Dingen die Frage, die die Frau des Gejagten zum Filmende hin stellte: "Und wer überwacht dann die Überwacher der Überwacher?" Denn die identische Frage wird später Edward Snowden in der erwähnten Doku stellen. Auch er beschreibt, dass es anhand der Struktur der NSA gänzlich unmöglich (oder zumindest gegenwärtig so) ist, willkürliches Agieren zu verhindern. Anhand der hierarchischen Struktur und dem Umstand, dass weiter unten gelegene Ebenen die Anweisungen der Ebenen über ihnen nicht zu hinterfragen haben. Zur Zeit, als der Film heraus kam, hätte man (wahrscheinlich) noch nicht erahnen können, inwieweit die grundlegende Handlung des Films sehr nah an dem ist, was "passieren kann". Schon das es einem Edward Snowden überhaupt gelingen kann, sensible Daten aus der NSA zu entwenden, spricht für sich. Denn so ein Nachaußendringen sollte in einer Institution, die sich Sicherheit auf die Fahnen schreibt, gänzlich unmöglich sein.

Selbstredend ist "Der Staatsfeind Nr. 1" in erster Linie ein Actionfilm, der unterhalten und nicht dokumentatorisch sein möchte. Ich denke, dass jeder, der nach Logik sucht und dem solche wichtig ist, hier schnell sehr genervt sein kann. Die Eröffnungsszene, in der ein hoher Politiker von einem anderen in dessen Gegenwart durch dessen Helfer umgebracht wird, macht bereits praktisch keinen Sinn. Einerseits ist ein von allen Seiten einsehbarer Park ein denkbar schlechter Tatort. Andererseits macht es für den Politiker, der den Mord in Auftrag gibt, kaum einen Sinn, hier als Zeuge sichtbar in Erscheinung zu treten. So etwas hätte man erheblich geschickter und unauffälliger inszenieren können, sodass ein Auf-die-Schliche-kommen schwieriger gewesen wäre. Andererseits wird es dem Zuschauer so einfach gemacht, in die Handlung zu finden und die fast durchgängige Laufzeit des Films wird mit dem Thema Überwachungsmöglichkeiten gewidmet. Das Tempo des Films ist sehr hoch, die Dialoge knackig. Es gibt praktisch keine nervenden Längen oder Szenen, von denen man den Eindruck erhält, man könne sie weglassen.

Schön fände ich es, wenn der Film mal gemeinsam mit "Citizenfour" über Edward Snowden erschiene. Oder in einer aktuelleren Version, die sich mit den heutigen Möglichkeiten und (offiziellen) Grenzen befassen würde. Ein Bekannter von mir weißt oft darauf hin, dass wir wissen oder erahnen können, was möglich ist. Aber... wir natürlich niemals wissen können, was eventuell bereits praktiziert wird, wovon aber praktisch nichts an die Öffentlichkeit gerät. Interessant finde ich etwa die Stelle, wo der Hauptfigur ein Videogerät (mit dem brisanten Inhalt) in die Einkaufstüte gesteckt wird. Als die Überwacher später ein Video davon betrachten und anhand dessen prüfen wollen, ob etwas zugesteckt wurde, schneiden sie die Tüte aus dem Restvideo aus, drehen sie dreidimensional usw.. Damals hätte man noch sagen können, dies sei völlig unrealistisch und solche Möglichkeiten wären praktisch ausgeschlossen. Heute würde ich dies nicht mehr sagen können.

Allein das genommen, von dem man heute (öffentlich) weiß, dass es möglich ist und praktiziert wird, wirft allerdings schon eine interessante neue Perspektive auf Menschen mit "Verfolgungswahn" in psychiatrischen Einrichtungen. Denn vieles, was man früher als wahnhaft und vollkommen verrückt abgetan hätte, erscheint heute deutlich realitätsnaher denn je.
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am 25. Juli 2013
Bereits vor 15 Jahren spielen Will Smith und Gene Hackmann vor, was totale Überwachung mit Menschen machen kann. Eine spannende und realistische Sicht der Welt im 21. Jahrhundert. NSA und andere Geheimdienste spielen ein gemeingefährliches Spiel im Dienste einer Sicherheit, die Illusion ist. Terrorismus jedenfalls bekämpft man nicht duirch Überwachung, die Überwacher sind die eigentlichen Terroristen.
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am 10. Februar 2007
... kommt laut Will Smith im sehr informativen und unterhaltsamen halbstündigen Making Of in diesem Film zum Einsatz. Und schon mit dieser Technik lassen sich mittels Spionagesatelliten Nummernschilder lesen. Wenn Ihnen also noch mal jemand erzählen will, Sie sollten einer Bürgerinitiative beitreten, die gegen Überwachungskameras auf öffentlichen Plätzen eintritt, zeigen Sie gelassen in den Himmel: Wer Sie sehen will, sieht Sie doch ...

Und wie gesagt, die Technik ist inzwischen sogar eher 20 Jahre weiter, als sie in diesem Film gezeigt wird, so wie Mitte der 90er in dem Thriller "Das Netz" mit Sandra Bullock, wo spionierende angebliche "Antivirensoftware" eine zentrale Rolle spielte, die tatsächlich schon im Rahmen der Iran-Contra-Affäre um Oliver North & Co. Anfang der 80er im Einsatz gewesen ist.

In manchen Sequenzen ähneln sich die beiden Filme. In beiden Fällen verliert die Hauptperson (hier der Anwalt Robert Dean in Person von Will Smith) durch gezielte Manipulation ihrer Daten ihre Glaubwürdigkeit und wird letztlich erbarmungslos gejagt und das alles nur, weil ihr im entscheidenden Moment Daten zugespielt wurden, die bestimmten ebenso einflußreichen wie skrupellosen Personen gefährlich werden können.

Diese Person ist in dieser Geschichte ein von seiner Machtgier korrumpierter NSA-Beamter (der größte US-Geheimdienst, der beispielsweise schon zu Zeiten der Produktion des Films unterirdische Computereinheiten auf 73.000 qm betrieben hat und mit Zigtausenden Mitarbeitern der größte Arbeitgeber unter allen Geheimdiensten sein dürfte ... da allerdings die Existenz der NSA über viele Jahrzehnte komplett verschleiert wurde, ist sicher davon auszugehen, dass es längst einen neuen wirklich geheimen Geheimdienst gibt ...), der von Jon Voight sehr überzeugend dargestellt wird.

Die coolste Rolle hat sicherlich Gene Hackman als alternder Ex-Agent Brill, der Dean zunächst unfreiwillig hilft und ihm so das Leben rettet. Durch den Kontakt mit Brill erfährt auch der Zuschauer mehr darüber, wie Geheimdienste funktionieren und wie man die Waffen des Feindes gegen ihn selbst einsetzen kann.

Der Staatsfeind Nr.1 ist bis in kleine Nebenrollen prominent besetzt, z.B. haben Jason Lee und Gabriel Byrne kurze aber nicht unwichtige Auftritte ...

Dieser Film vom für Produktion und Regie verantwortlichen Actiongespann Jerry Bruckheimer/Tony Scott (z.B. Top Gun, Crimson Tide, Déjà Vu) legt ein gewaltiges Tempo vor und hält das bis zum gewitzten Showdown durch. Obwohl es sich um ein kommerzielles Actionmovie handelt, ist doch die implizite Botschaft unverkennbar, wie es der letzte Satz des Films aus dem Mund des amerikanischen Talk-Urgesteins Larry King deutlich macht: "Sie haben kein Recht, in mein Haus zu kommen."

Fazit: Spannend, informativ und phasenweise sogar selbstironisch witzig. Anschauen!
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