oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
oder
gegen einen Amazon.de Gutschein über EUR 5,45 eintauschen?
Der Sprachverführer: Die deutsche Sprache: was sie ist, was sie kann
 
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Der Sprachverführer: Die deutsche Sprache: was sie ist, was sie kann [Gebundene Ausgabe]

Thomas Steinfeld
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 17,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 10 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Freitag, 1. Juni: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.

Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe EUR 17,90  
Taschenbuch EUR 9,90  
Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Der Sprachverführer: Die deutsche Sprache: was sie ist, was sie kann gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 5,45 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.

Jetzt für Amazon Student anmelden und um 20% erhöhten Eintauschwert sichern.

Hinweise und Aktionen

  • Tipp für Studenten
    Ein Jahr Prime kostenlos und einen 20% erhöhten Eintauschwert auf Trade-In erhalten alle Studenten die bei Amazon Student angemeldet sind.

Wird oft zusammen gekauft

Der Sprachverführer: Die deutsche Sprache: was sie ist, was sie kann + Im Spiegel der Sprache: Warum die Welt in anderen Sprachen anders aussieht + Du Jane, ich Goethe: Eine Geschichte der Sprache
Preis für alle drei: EUR 53,75

Verfügbarkeit und Versanddetails anzeigen

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen
  • Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Im Spiegel der Sprache: Warum die Welt in anderen Sprachen anders aussieht EUR 22,95

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung. Details

  • Du Jane, ich Goethe: Eine Geschichte der Sprache EUR 12,90

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details



Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 6 (16. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446234160
  • ISBN-13: 978-3446234161
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 89.446 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Thomas Steinfeld
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Thomas Steinfeld auf Amazon

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine leicht lesbare und mit vielen Beispielen angereicherte Stilkunde. ... Steinfelds unaufgeregte, bildungssatte Stilkunde, die weniger eine Kritik als ein Lob der Sprache anstimmt, liest man mit Gewinn. Selbst Verfasser von Gebrauchsanleitungen könnten hier erfolgreich in die Schule gehen." Edelgard Abenstein, Deutschlandradio Kultur, 25.10.10 "Das Buch zeigt den enormen Formenreichtum des Deutschen." Antje Weger, Freie Presse Chemnitz, 12.11.10 "Ein gelehrter und gelehrsamer Band. ... Profund." Harald Klauhs, Die Presse, 02.10.10 "Thomas Steinfelds Stilfibel feiert die Fülle der deutschen Sprache. Sie gehört in jeden Haushalt. ... 'Der Sprachverführer' ist, spürbar auf jeder Seite, das Ergebnis eines langen, intensiven Leselebens. ... Ein solches Buch hat wirklich gefehlt." Ursula März, Die Zeit, 13.01.11

Kurzbeschreibung

Eine Verführung für den Kopf und für die Sinne: Thomas Steinfeld, leitender Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung, zeigt den Reichtum und die Schönheit der deutschen Sprache. Wie baut man einen gelungenen Satz? Welche Rolle spielen Klang und Rhythmus? Der beste Zugang zur Sprache führt über die Schriftsteller, die in den großen Texten der deutschen Literatur ihre Ausdrucksmöglichkeiten seit 200 Jahren erprobt und weiterentwickelt haben. Steinfeld öffnet Ohren und Augen für die Lebendigkeit der deutschen Sprache. Wer dieses Buch gelesen hat, wird danach ein bisschen besser schreiben. Und wer behauptet, die deutsche Sprache verflache, offenbart nur, dass er nichts liest.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


In diesem Buch (Mehr dazu)
Ausgewählte Seiten ansehen
Buchdeckel | Copyright | Inhaltsverzeichnis | Auszug | Stichwortverzeichnis
Hier reinlesen und suchen:

Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von W. Öschelbrunn TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Es gibt unendlich viele Formen von 'guter' Sprache, und gemeinsam ist ihnen vor allem, dass sie genügend Spannung besitzen, um die Lektüre voranzutreiben und doch, in kraftvoller Schönheit, den Leser zum Verweilen in einem jeden Satz einladen." (S 241) Steinfelds "Sprachverführer" ist randvoll gefüllt mit solchen Sätzen und liefert eine schonungslose Stilkritik der modernen deutschen Sprache (und ihrer Sprecher).

Beginnend bei der Phrasendrescherei Josef Ackermanns macht Steinfeld auch vor Günter Grass nicht halt, ganz im Gegenteil, entwickelt sich letzterer sogar geradezu zu Steinfelds Lieblingsvorführobjekt. Kapitel für Kapitel seziert Steinfeld die Elemente mal mehr, mal weniger gelungener Sätze. Er vergleicht die Entstehungsgeschichte der deutschen Schriftsprache mit der des Französischen oder Englischen. Steinfeld wandert durch die Jahrhunderte und besucht die historischen Schlüsselmomente der deutschen Sprache, die Luthersche Bibelübersetzung, die Literatur des Sturm und Drang, die Phasen wortschöpferischer Fruchtbarkeit sowie zentralstaatlicher Formalisierung und Bürokratisierung.

Steinfeld reiht sich dabei nicht in den Chor der linguistischen Zukunftspessimisten ein. " ... das kann nur heißen: etwas als Lebendiges übernehmen, zum Pflegen und Weiterbilden, nicht zum Zweck der Verteidigung, nicht als Besitz, nicht als hilfloser Glauben an eine Heilsgemeinschaft in der Muttersprache, sondern als gewußte Veränderung". (S 243) Sprache lebt und - wie der Berliner ergänzen würde - das ist auch gut so. "Selbstverständlich kann man die deutsche Sprache lieben. Aber man sollte sie nicht auf die unfruchtbare Weise lieben, die auf einem bestimmten Zustand insistiert und ihn gegenüber aller Veränderung behaupten will - nicht pedantisch, sondern leicht und mit einem Blick für das Komische." (S 244)

Im Unterschied zu Guy Deutscher schert sich Steinfeld wenig um seine philologiefernen Leserschichten. Steinfeld setzt die Kenntnis des kompletten Kanons deutschsprachiger Klassiker voraus, wenn er leichtfüssig durch die Jahrhunderte der Entstehung der deutschen Kulturnation tänzelt. Absatzweise scheint er sich primär an solche Leser zu richten, die regelmäßig mit dem Feuilleton der FAZ unter dem Kopfkissen einschlafen und somit bei "Prosodie" oder "Hypotaxe" nicht zum Lexikon greifen müssen.

Überhaupt fehlt es Steinfelds Werk - trotz aller Stilsicherheit - auf geradezu absurde Weise an jeglicher Struktur. Bei aller Detailverliebtheit, mit der Steinfeld seine Sätze geradezu zelebriert, scheint eine steife Windböe dem Autor sein Gesamtmanuskript durcheinander geweht zu haben. Für einen Naturwissenschaftler geradezu körperliche Schmerzen verursachend, springt Steinfeld von Thema zu Thema, vorwärts, seitwärt und wieder zurück, reißt einzelne Thesen kurz an, um andere mantraartig x-fach zu wiederholen.

Gelegentlich kreist Steinfelds Weltsicht arg um den eigenen Bauchnabel und so verliert er darüber den Blick für seine Umwelt. So erfährt der Leser mit Erstaunen, dass der Begriff "der Schwarze" eindeutig dem verpönten "der Farbige" vorzuziehen sei und dass im übrigen die 68er Bewegung die einzig echte Revolte auf deutschem Boden gewesen sei. Letzteres wird vermutlich nicht nur ostdeutsche Gesichtszüge in Falten legen.

Trotz dieser Schwächen macht "Der Sprachverführer" trotzdem Lust auf mehr. Steinfelds feine Klinge, mit der er Sätze filetiert, seine Begeisterung für die Sprache mit all ihren Feinheiten, Unregelmäßigkeiten und unendlichen Variationsmöglichkeiten ist ansteckend. "Doch ist das Nachdenken über die Sprache, genauer: das Schreiben mit Bedacht, die Voraussetzung für eine gute Sprache." (S 103)

Und: "Denn wie einer redet und auch, wie einer schreibt, gehört ja zum Innersten eines jeden Menschen. Die Sprache offenbart mehr, viel mehr von ihm als sein Gesicht oder seine Kleidung." (S 46)
Oder: "Überläßt man sich den Phrasen, kann man sich das Denken sparen." (S 47)
Und zu guter Letzt: "Und wie ist es erst (...) bei 'copy and paste', wenn die Sprache aus dem einen elektronischen Dokument in das andere fließt, in unkontrollierten Mengen, und dazwischen keinen Augenblick in einem Kopf verweilt ...". (S 107)

Noch viele Zitate wären es wert, hier aufgeführt zu werden, aber die Rezension ist schon jetzt um ein Vielfaches zu lang geraten.

Schreibe ich nun besser, nachdem ich von Steinfeld auf 240 Seiten in die Geheimnisse gelungener Sätze eingeführt worden bin? Die Antwortet lautet: Leider nicht, aber zumindest bin ich mir der eigenen sprachlichen Mängel nun etwas bewußter. Auch das ist mir vier Sterne wert.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
56 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Happyx TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Sprache mäandert in unterschiedlichsten Sinn- und Lebenszusammenhängen, sie fließt zu einem weiten Strom, dessen Quellen oft nicht mehr einsehbar sind. Sie verändert sich täglich und Thomas Steinfeld versucht die Quellen wieder sprudeln zu lassen, die Kraft von Sprache in ihren Bestandteilen zu interpretieren, die Worte Glied für Glied zu einer Kette des Verständnisses aneinanderzureihen. Niemand kann ernsthaft eine umfassende Analyse erwarten, sondern selbstverständlich ein höchst individuelles, spannendes Auswahlverfahren bzw. Interpretationen.

Dies gelingt in diesem Buch in schönster, spannender Weise. Es dürfte für alle, die mit Sprache zu tun haben, reiche Wiedersehens- oder Neufassungsideen liefern. Der Autor wechselt medientechnisch vom geschriebenen, gesprochenen, fernseherischen, politischen, kirchlichen, literarischen zum theatralisch werblich säuselnden Wort und zeigt die Ähnlichkeiten bzw. Probleme auf. Der Autor schreibt bzw. zeigt als Journalist Verwertungszusammenhänge auf, die mich begeistert haben.

In diesem Kontext möchte ich auf zwei Aspekte eingehen. Erstens die Herkunft unserer Sprache durch Luthers Bibelübersetzung. Steinfeld weist auf die außerordentliche Leistung einer einheitlichen deutschen Sprachfassung in Luthers Bibel hin. Luther schaut dem Volk aufs Maul, er schreibt wie Menschen reden und verlässt dadurch den engen Kanon wissenschaftlich unverständlichen Mystifizierens, er bringt Wissen und Verstehen in die Welt und schafft dadurch erst jenen Nährboden, auf dem die spätere deutsche Literatur bzw. Kunst gedeihen kann. Zwar gab es schon vor Luther einheitliche deutsche Sprachen (Minnesang und Kameralistik), aber ihr Duktus war streng formell und dem unverständlichen Latein näher, es wurde nur von wenigen Menschen aus dem Adel gesprochen. Eine Hochsprache für alle Schichten der Gesellschaft schuf erst Martin Luther und seine Bibel war über alle Grenzen hinweg das erste Meister- bzw. Standardwerk der deutschen Sprache.

Allerdings schrieb Luther nicht primär für den kleine Mann/Frau, nein, er nutzte das Verständnis für die Bibel als Waffe gegen einen Katholizismus, der mit seinem Tand, seiner Selbstbeweihräucherung für Luther alle Grenzen des guten Geschmacks überschritt, er wollte eine Kirche in Selbstlosigkeit, ohne Eigennutz, ganz auf das Evangelium ausgerichtet. Die Predigt war in Deutschland nach Luther das wesentliche Mittel der öffentlichen Rhetorik. Man musste zuhören, konnte erregt sein, verärgert oder gut gelaunt: eine Entgegnung wie im englischen parlamentarischen System war nicht vorgesehen. Möglicherweise heute ein entscheidender Grund, warum wir immer noch so autoritätsgläubig sind. Bei den ersten öffentlichen Anhörungen im Suttgart 21 Fall erlebt man komischerweise zum ersten Mal die Rede und Gegenrede als eine wirkliche Bereicherung für die deutsche Debattenkultur - etwas völlig Neues, Partizipatives, Ernsthaftes. Interessanterweise werden Debatten im Bundestag nicht als ernsthaft, sondern als Inszenierungen empfunden.

Mich haben die weiten Sätze von Steinfeld fasziniert, weil Gedanken um Sprache dann besonders wild und gesprächsfördernd sind, wenn man ihnen auf gedruckter Weise folgen, sie stehen lassen, wieder lesen, sie wenden und drehen, ändern und klar stellen kann. "Mit literarischer Sprache geht nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Besänftigung einher, eine zivile Offenheit, die es nur in der Literatur gibt." Nirgendwo habe ich die Wirkung von Fernsehen besser aufgelesen als in dieser Formulierung des Autors: "Bei Bildern, bewegten zumal, ist es dagegen viel leichter, sie schlicht zu affirmieren. Sie sind einfach da, überwältigend, und der Geist des Zuschauers zieht sich bei ihrem Anblick zurück, wird kleinlaut und widerstandlos."

Der Gang zu den neuen, digitalen Medien verbleibt m.E. etwas im Ungefähren, nicht Wissenden. Man merkt, dass Steinbach als klassischer Journalist den Bedeutungsverlust seines eigenen Mediums erkennt und für die unzähligen Blogger z.B. keine Verwendung hat. Dies auf das Flüchtige zu reduzieren, das Nicht-Überlegte, schnell Dahingefaselte, halte ich für falsch. Tatsächlich sind Blogs jene Gegenrede, die Steinfeld beim einseitigen "Vom Kanzel Herab Reden" vermisst. Nicht umsonst entsteht so heute eine völlig neue Debattenkultur, die jenseits von Leitmedien uns alle gleichberechtigt neben die Informationsmeldegänger klassischer Prägung stellt. Bei der SZ ist heute für mich der Kommentarbereich der Leser weit relevanter und informativer als der eigentliche Artikel, der für mich nur der Auftakt für ein Gespräch darstellt.

Sprache fließt, sie ist kein Wert an sich, sondern bezieht diesen aus ihrer Notwendigkeit, Verständnis und Schlussfolgerungen zu ziehen, miteinander zu leben und zu überleben. "Die Frage nach dem besten Deutsch ist daher unfruchbar. Schon die nach dem besseren Deutsch wäre kaum zu beantworten, so viele Voraussetzungen wären dafür zu bedenken." Thomas Steinfeld hat völlig Recht und schreibt trotzdem ein tiefschürfendes Buch, das Verständnis weckt, Sprache verbessert, Herkünfte erklärt und am Ende klarstellt: "Schön ist die Sprache immer dann, wenn man einen Menschen in ihr wahrnimmt."
War diese Rezension für Sie hilfreich?
24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Peter Steiner TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Was man über dieses aussergewöhnlich schöne Buch sagen kann, fasst Thomas Steinfeld im Grunde auf Seite 231 gleich selbst zusammen: "Eine gute Sprache ist mehr, viel mehr als die Einkleidung eines vorhandenen Gedankens in eine möglichst passenden Satz. Wo sie wirklich gelingt, geht die Form ganz in ihrem Inhalt auf...".

Thomas Steinfeld ist das zweifelsfrei gelungen mit seinem Buch. Und all jene, die Freude an Worten und Sätzen, am Schreiben und Lesen haben, werden hier ihre kleine Insel des Glücks finden. Die Freude am Formulieren und Zaubern mit Worten dringt aus jeder Buchseite, denn es geht hier um nicht weniger als die Wertschätzung und ein Bewusstsein für die Sprache generell.

Steinfeld beginnt mit Kafkas berühmten Einstiegssatz zu dessen Erzählung "Die Verwandlung": "Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt." Was hat es mit diesem Satz auf sich? Was macht seine beinahe magische Kraft aus? Auf sechs Seiten breitet Steinfeld seine Gedanken aus, um sich handkehrum im nächsten Kapitel unter dem Titel: "Die Phrase und ihr Wirken" dann munter eines Satzes von Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, anzunehmen und über die Hässlichkeit von Phrasen zu räsonieren: "Josef Ackermann benutzt eine Sprache, die nur scheinbar lebt und eigentlich schon immer tot war." Oder dann nimmt er sich in Kapitel 6 beispielsweise eine angetroffene Liftbeschriftung vor, "Geben Sie Ihr gewünschtes Zielstockwerk ein", um zwei Seiten lang über diesen Satz zu befinden und dann elegant auf Günter Grass zu kommen.

Es macht wirklich grosse Freude, dem allem zu folgen. Und so geht es über 33 Kapitel weiter. Heiter gelassen hin und her schweifend zwischen Hochkultur und Banalem. Zwischen Freund und Leid der Worte. Es mag zwar ein wenig sehr viel Sprachgeschichtliches drin sein (Luther, Goethe usw.), aber auch das liest man gerne, weil es immer klug und interessant daherkommt.

Sehr inspirierend und anregend ist das. Für alle, die Worte nicht einfach so verwenden wollen.

Peter Steiner, Autor von "Das Wesentliche so nah", "Weisheit für Minimalisten" u.a.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
Überlässt man sich den Phrasen, kann man sich das Denken...
Die 'Süddeutsche Zeitung', deren leitender Redakteur Thomas Steinfeld ist, verschenkt (auf Kugelschreibern) Buchstaben in der korrekten Reihenfolge, schwarz auf Weiß. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Rita König veröffentlicht
Auf wundersamer Entdeckungsreise durch die Vielfalt der deutschen...
Der neue deutsche Sprachführer von SZ-Feuilletonist Thomas Steinfeld hat mir sehr gut gefallen. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Askadar veröffentlicht
Für die Gruppe zwischen normalen Lesern und...
Der Germanist und Musikwissenschaftler Thomas Steinfeld hat mit dem "Sprachverführer" ein Buch veröffentlicht, dessen Zielgruppe mir nicht ganz klar wird. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Th. Leibfried veröffentlicht
Pflicht für ernsthafte Germanisten
Es gibt schon viele Rezensionen, die alle zu Recht positiv ausfallen.
Ich möchte mich den Ausführungen in Der Zeit voll anschließen. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Horst Bogatz veröffentlicht
"Schön ist die Sprache immer dann, wenn man einen Menschen in ihr...
Dieses wunderbare Buch des Literaturkritikers der Süddeutschen Zeitung, Thomas Steinfeld, löst tatsächlich das ein, was es zu sein vorgibt: es verführt seinen... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Winfried Stanzick veröffentlicht
Die Wiederentdeckung der Sprache
Steinfeld erweckt, oder wiedererweckt, beim Leser die Fähigkeit zur Wahrnehmung der Form und nicht nur des Inhalts eines Textes, eine Fähigkeit, die gerade Viellesern... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Kieser Werner veröffentlicht
Stilkunde in feuilletonistischem Stil
Man sollte hier keinesfalls ein strukturiertes Lehrbuch für guten Schreibstil erwarten, das einem Schritt für Schritt zu besserem Stil verhilft, auch wenn die... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Masala veröffentlicht
Nicht selten selber sprachgewaltig
Zugegeben: das Buch hat Längen. Auf einige Wiederholungen hätte man verzichten können - so etwa auf die mehrfache Lobhudelei des Deutschen als Sprache der Dichter... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von M. Hofmann veröffentlicht
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de