Nachdem unser Protagonist Eddie Drood im zweiten Band die Erde mit Unterstützung seiner Familie vor der Zerstörung durch die Hungrigen Götter gerettet hat, geht es im neuesten Roman von Simon Green um einen Wettkampf der Spione.
Auslöser dafür ist der bevorstehende Tod des Autonomen Agenten, eines unabhängigen Meisters seines Fachs, dessen Fähigkeiten auch von den Droods anerkannt werden. Sein Ende vor Augen will er seine Geheimnisse an einen Nachfolger weitergeben und lädt dazu 6 Agenten mit entsprechendem Potenzial zu einem Wettstreit ein. Zu ihnen gehört auch Eddie, der sich im Falle eines Erfolgs einen Hinweis darüber verspricht, wer der Verräter in der Familie Drood ist.
Die 6 Kontrahenten müssen sich insgesamt 5 speziellen Aufgaben stellen und die dahinter liegenden Geheimnisse lösen. Dazu gehören solch bekannte Geschichten wie Loch Ness oder das Verschwinden der USS Elridge (das Philadelphia-Experiment). Obwohl die Agenten zu diesem Zweck zusammenarbeiten müssen, kann es am Ende nur einen Sieger geben. So stehen Ver- und Misstrauen in einem ständigen Widerstreit und begleiten die Gruppe auf ihrem Weg. Was ihnen dabei widerfährt und auf welche weiteren Aufgaben sie stossen, sei hier nicht verraten.
Im Gegensatz zu den beiden bisherigen Romanen konzentriert sich die Handlung hier sehr eng auf Eddie und seine Weggefährten. Es gibt keine ausufernden Schlachten gegen unvorstellbare Feinde, sondern eher Auseinandersetzungen im kleinen Rahmen - die sind aber keineswegs weniger actiongeladen oder spannend. Seine Familie oder auch andere bekannte Charaktere spielen kaum eine Rolle (z.B. seine Freundin Molly), was ich angesichts der Schrulligkeit der einen oder anderen Person ein wenig vermisst habe. Der Schreibstil ist wie gewohnt flott und humorvoll.
Der Roman hat mir wieder gut gefallen und bot kurzweilige Unterhaltung. Den Stern Abzug gibt es, weil man nach meinem Dafürhalten aus den 5 Abenteuern mehr hätte machen können. Hier waren mir die Auflösung und das Ende manchesmal ein wenig zu abrupt.
Freunden der Familie Drood kann ich diesen Roman aber dennoch wärmstens empfehlen.