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Der Spion, der aus der Kälte kam.
 
 
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Der Spion, der aus der Kälte kam. [Taschenbuch]

John LeCarre , John le Carre
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Spion, der aus der Kälte kam
OT The Spy Who Came in From the Cold OA 1963 DE 1964 Form Agentenroman Epoche Moderne
Mit seinem dritten Roman Der Spion, der aus der Kälte kam erzielte John le Carré 1963 einen internationalen Publikumserfolg und begründete seine Reputation als unbestrittener Meister des Spionage- oder Agentenromans. Die Bemerkung seines Vorbilds Graham R Greene, dies sei die beste Spionagegeschichte, die er je gelesen habe, fand in der Literaturkritik kaum Widerspruch.
Inhalt: Alec Leamas, ein alter Fuchs beim britischen Geheimdienst, hat all seine Agenten in der DDR verloren. Nachdem der letzte, ein führender SED-Politiker, bei einem Fluchtversuch erschossen wurde, soll Leamas von Berlin aus seinen Widersacher Mundt, den mächtigen Vize der ostdeutschen »Abteilung«, endgültig ausschalten. Nach einem von George Smiley ausgeklügelten Plan soll Leamas, scheinbar aus dem Dienst entlassen und verwahrlost, von den Ostdeutschen angeworben und in die DDR gebracht werden. Dort glaubt Fiedler, Mundts Konkurrent, diesen als britischen Geheimagenten entlarven zu können. Im Verlauf eines Parteiverfahrens kann Mundt jedoch den Spieß umdrehen und Fiedler mit Leamas der Konspiration gegen ihn und die Stasi beschuldigen. Das gelingt, weil er auf unerklärliche Weise über Leamas’ andauernde Kontakte zum Secret Service und über seine Liebesbeziehung zu Liz, einer jungen englischen Kommunistin, informiert ist. Erst spät erkennt Leamas »den ganzen grausigen Trick«: Er selbst war von seinem Dienst getäuscht worden – er sollte nicht Mundt (der tatsächlich ein britischer Agent ist) zur Strecke bringen, sondern den argwöhnischen Fiedler, der dann wirklich von seinen eigenen Leuten liquidiert wird. Immerhin scheint Mundt sowohl Leamas als Liz, die in der DDR als unfreiwillige Belastungszeugin verwendet wurde, die Flucht über die Berliner Mauer zu erlauben. Im letzten Moment erweist sich jedoch auch dies als Täuschung: Das Mädchen wird erschossen und Leamas verzichtet auf den lebensrettenden Sprung in den Westen, wo ihn Smiley vergebens erwartet.
Aufbau: Le Carré benutzt die historische Konstellation des Kalten Kriegs als Grundmuster für seine Erzählung und richtet den Blick auf jenen Ort, an dem die Teilung der Welt in zwei feindliche Blöcke besonders anschaulich, ja symbolisch erscheint: auf das geteilte Berlin und die kurz zuvor erbaute Mauer. Er entwickelt hieraus jedoch keine Schwarzweiß-Zeichnung, wie dies in der Tradition des britischen Spionageromans die Regel war. Sein Held Leamas muss erfahren, dass die eigene Seite keineswegs verantwortungsvoller oder moralischer handelt als die feindliche. Mit der sehr dynamischen, an überraschenden Wendungen reichen Handlung verknüpft le Carré die zentralen Themen der Loyalität (zur eigenen Sache, zur Nation, zur freien Welt), aber auch der Täuschung und der Enttäuschung durch die eigene Seite. Damit schließt er bewusst an eine Traditionslinie politischer Literatur im 20. Jahrhundert an, für die besonders die Sonnenfinsternis (1940) von Arthur R Koestler steht.
Wirkung: Der Spion, der aus der Kälte kam war weltweit ein großer Erfolg bei Lesepublikum sowie Kritik und etablierte le Carré als internationalen Bestsellerautor. Die Verfilmung von Martin Ritt aus dem Jahr 1965 mit Richard Burton als Leamas konnte diesen Effekt nur verstärken. Entscheidend war neben den handwerklichen Qualitäten des Romans sicher auch die Tatsache, dass er eine akute historische Problematik und Zeitstimmung sehr genau traf. J. V.

Kurzbeschreibung

Alec Leamas ist im britischen Geheimdienst für Ostdeutschland zuständig. Als sein Gegenspieler, Hans-Dieter Mundt, das Agentennetz der Engländer immer mehr zerstört und die enttarnten Spione beseitigen lässt, sinnt London auf Rache und ergreift Gegenmaßnahmen. Leamas soll dafür sorgen, dass Mundt in Misskredit gerät. Er scheidet aus dem Dienst aus, steigt die soziale Leiter hinab und lässt sich - scheinbar unwillig - von der ostdeutschen Seite als Überläufer einkaufen. Zunächst geht alles nach Plan...

Der Verlag über das Buch

»Der beste Spionageroman, den ich je gelesen habe.« Graham Greene -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Klappentext

Leamas soll dafür sorgen, dass Mundt in Misskredit gerät. Er scheidet aus dem Dienst aus, steigt auf der sozialen Leiter ab und lässt sich – scheinbar unwillig – von der ostdeutschen Seite als Überläufer einkaufen ... Der Spion, der aus der Kälte kam gilt als Meilenstein in der Geschichte des Spionageromans. In einem persönlichen Vorwort beschreibt John le Carré die Entstehungsgeschichte und die Folgen des Buches, das ihn auf einen Schlag weltbekannt machte. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

John LeCarre (eigentlich David John Moore Cornwell), geboren 1931 in Poole/England. 1956 - 1958 tätig als Lehrer in Eton. 1059 - 1964 in diplomatischen Dienst in Bonn und Hamburg. Veröffentlichungen von Spionage-Romanen, die ihn bekannt machten.John le Carre, 1931 in Poole, Dorset, geboren, war nach seinem Studium in Bern und Oxford in den 1960ern in diplomatischen Diensten u.a. in Bonn und Hamburg tätig. John le Carre lebt mit er Frau in Cornwall.

Auszug

Kontrollpunkt

Der Amerikaner reichte Leamas noch eine Tasse Kaffee und sagte: »Warum gehen Sie nicht heim und legen sich schlafen? Wir können Sie anrufen, wenn er auftaucht.«

Leamas sagte nichts, er starrte durch das Fenster der Kontrollbaracke die leere Straße hinunter. "Sie können nicht ewig warten, Sir. Vielleicht kommt er zu einem anderen Zeitpunkt. Wir könnten die Polizei bitten, die Dienststelle anzurufen. Sie wären innerhalb von ..zwanzig Minuten wieder hier. "

»Nein«, sagte Leamas, »es ist jetzt fast dunkel.« »Aber Sie können nicht ewig warten. Er ist jetzt schon neun Stunden überfällig.«

»Wenn Sie wollen, gehen Sie.« Leamas fügte hinzu: »Sie sind sehr hilfsbereit gewesen. Ich werde sagen, daß Sie verdammt anständig waren.«

»Aber wie lange wollen Sie warten?«

»Bis er kommt.« Leamas ging zum Beobachtungsfenster und stellte sich zwischen die zwei bewegungslosen Polizisten. Ihre Feldstecher waren auf den ostzonalen Kontrollpunkt gerichtet.

»Er wartet die Dunkelheit ab«, flüsterte Leamas. »Ich weiß es.«

»Heute morgen sagten Sie, er werde mit den Arbeitern herüberkommen.« -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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