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Der Spinoza-Effekt: Wie Gefühle unser Leben bestimmen [Gebundene Ausgabe]

Antonio R. Damasio , Hainer Kober
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1. August 2003
Das Denken ist ohne das Fühlen nicht vorstellbar - und deren Zusammenspiel nicht ohne die Signale des Körpers. Doch inwieweit wird der Mensch von diesem neurobiologischen Dreieck bestimmt? Was steuert unsere Entscheidungsprozesse? Antonio R. Damasio führt uns an die Grenzen der wissenschaftlichen Forschung - ein ebenso radikales wie intellektuell überzeugendes Plädoyer für die Ganzheitlichkeit.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 392 Seiten
  • Verlag: List Hardcover; Auflage: 1 (1. August 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3471773525
  • ISBN-13: 978-3471773529
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 414.640 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Klappentext

Inwiefern hat der Frühaufklärer Spinoza mit seinen – überraschend ganzheitlichen – philosophischen Ansätzen zur Ethik und Religion die neuesten Erkenntnisse der Neurobiologie vorgedacht? Wie kommt es, dass selbst rationale Entscheidungen maßgeblich nicht nur von unseren Gefühlen, sondern auch von körperlichen Empfindungen gesteuert werden? Welche Rolle spielen die »somatischen Marker« als körperliche Schaltstellen zwischen Gefühl und Verstand? Kann es sein, dass eine junge Frau nur deshalb alle sozialen Gefühle wie Schuld, Scham oder Mitgefühl vermissen lässt, weil bei einem Unfall im Kindesalter dieses Signalsystem beschädigt wurde? Und nicht zuletzt: Was haben Sozialverhalten und Ethik mit der Neurobiologie zu tun?Im Rückgriff auf Spinoza gelingt Damasio eine faszinierende Zusammenschau von Neurobiologie und Philosophie, mittels derer er die Neurobiologie nicht nur mit der Dialektik von Denken, Fühlen und körperlichen Empfindungen, sondern letztlich sogar auch mit der Spiritualität in Verbindung bringt. In diesem Sinne ist Der Spinoza-Effekt ein Appell an uns, unseren emotionalen Instinkten und körperlichen Signalen – auch in scheinbar vom Verstand gesteuerten Situationen – zu vertrauen.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Antonio R. Damasio ist David Dornsife Professor für Neurowissenschaft, Neurologie und Psychologie und Direktor am Brain und Creativity Institute an der University of Southern California. Er wurde vielfach für sein Werk ausgezeichnet, zuletzt mit dem Prince of Asturias Prize für Wissenschaft und Technology. Damasio ist Mitglied der National Academy of Sciences und der American Academy of Arts and Science. Seine sehr erfolgreichen Bücher Descartes’ Irrtum, Ich fühle, also bin ich und Der Spinoza-Effekt sind in über dreißig Sprachen übersetzt.

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115 von 118 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbares wissenschaftliches Querdenkerbuch 16. Februar 2004
Von isy3
Format:Gebundene Ausgabe
Ausgehend vom Werk des Philosophen Baruch Spinoza erläutert Antonio Damasio das Zustandekommen der menschlichen Gefühle auf neurobiologischer Ebene. Er begibt sich auf die Suche nach dem Zusammenhang zwischen Körper, Geist und Seele und stößt dadurch auf ein Gebiet vor, das die Naturwissenschaftler bis in die jüngste Vergangenheit gemieden haben, weil es von der Kirche besetzt wurde. Allenfalls einige mutige Philosophen wagten sich dorthin.
Das menschliche Gehirn ist immer noch nicht besonders gut erforscht, und bisher sind nur durch Zufall einzelne Hirnregionen als Sitz spezieller Gefühle entdeckt worden, und zwar bei Unfallopfern und durch Behandlung von Epilepsiepatienten. Diese Entdeckungen scheinen einen Denkansatz über den Zusammenhang von Körperreaktion, Emotion und Gefühl zu bestätigen, den schon Spinoza in seiner "Ethik" vorgebracht hat. Damasio zeigt uns nun mit Hilfe der Neurobiologie, wie die Emotionen im Körper das Gefühl entstehen lassen, welche Filter und Mechanismen dabei wirken, und wie der Mensch seine Gefühle steuern kann. Gleichzeitig machen wir Bekanntschaft mit einem berühmten Philosophen, der nach Damasios Auffassung bereits im 17. Jahrhundert die Grundlagen dieser neuen Erkenntnisse darlegte. Damasio begründet Spinozas Gedankengänge aus dessen Herkunft und Lebensgeschichte und bekennt von Herzen, Spinoza-Fan zu sein.
Herausgekommen ist ein spannendes, gut lesbares Wissenschaftsbuch. Hochwertiges geistiges Futter für Querdenker.
Ein Anhang statt Fußnoten trägt viel zur Übersichtlichkeit bei, denn man kann sich auf den Textfluß des Hauptteils konzentrieren.
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102 von 107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wiedergeburt der fröhlichen Wissenschaft 14. Oktober 2003
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Einmal mehr wurde an einem englischen Originaltitel unnötigerweise herumgebastelt. Denn "Looking for Spinoza. Joy, Sorrow and the Feeling Brain" ist nun mal Tausend Mal besser als "Spinoza-Effekt". Erstens wissen viele der angepeilten Leser nichts oder wenig über Spinoza, und zweitens wissen sie auch nach der Lektüre nicht, was dieser Effekt nun sein soll. Dafür weiss ich nun, wie man ein wissenschaftliches Buch verfassen kann, das den neusten Stand der Forschung auf verständliche Weise und sehr persönlich vermittelt. Beruhigend ist, dass die Übersetzung des Textes gelungen ist. Antonio R. Damasio gehört zweifelsohne zu den anerkanntesten Neurologen der Gegenwart. Und wie sein deutscher Kollege, Gerhard Roth, ist er dennoch ohne Starallüren, erwähnt immer wieder seine Vorbilder, seine Quellen und seine Zweifel. Wo er allerdings aufgrund kreativer und aufwändiger Experimente zu klaren Schlüssen gelangt, zögert er nicht, die Folgen populärwissenschaftliche Irrlehren aufzuzeigen.
Die genaue Beobachtung von Patienten mit Hirnschädigungen und neue bildgebende Verfahren bei den Untersuchungsmethoden haben in den letzten zehn Jahren das Wissen über unser Gehirn geradezu revolutioniert. Das führte vor allem zu einem Revival der Gefühle als Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Doch im Gegensatz zu manchen seiner Kollegen hält sich Damasio mit Spekulationen zurück. Und wo er der Versuchung trotzdem nicht widerstehen kann, deklariert er klar, dass es sich um seine persönlichen Vermutungen, um seine Weltmodelle handelt. Die Lektüre von Damasios Büchern erinnert mich auch an den Physiker Richard P. Feynman, der es ebenfalls verstand, eine Art fröhliche Wissenschaft zu leben.
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66 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensationelles aus der aktuellen Gehirnforschung 23. September 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Antonio R. Damasio ist Professor für Neurologie in den USA. Berühmt wurde er für seine Entdeckungen in der Gehirnforschung. In diesem Buch wagt er, der gesamten Medizintradition des Westens zu widersprechen und ein neues Paradigma aufzustellen. Es heißt: Die seit über 200 Jahren verkündete Trennng von Körper und Geist, von körperlichen Gefühlen wie z. B. Magenschmerzen und seelischen Gefühlen wie Liebeskummer gibt es nicht. Wir sind eine Einheit und reagieren auch so. Wer ein simples Aspirin gegen Kopfweh nimmt, beeinflusst auch seine Stimmung, und wer sich Glück kauft, in dem er in einem gutes restaurant isst, tut damit seinem Körper Gutes (das Beispiel stammt nicht von Damsio, sondern ist eine meiner Konsequenzen aus seinem Buch).
Der amerikanische Mediziner ist nicht der erste, der so etwas behauptet. Fast 400 Jahre vor ihm verkündete der niederländisch-jüdisch Philosoph Spinoza dasselbe. Deshalb greift der Gehirnforscher auf den Philosophen zurück, besucht in den Haag sein Haus, zitiert ihn und vergleicht seine philosophischen Überlegungen mit den konkreten Ergebnissen der eigenen Wissenschaft. Und siehe da: sie decken sich perfekt. Das Ergebnis? Ein nicht immer leicht zu lesendes Buch - Damasio fordert konzentrierte Aufmerksamkeit -, aber eines mit Thriller-Spannung, wenn man sich für die Zusammenhänge zwischen Körper und Geist interessiert. Der Neurologe liefert außerdem, sozusagen nebenbei, pure Selbsterkenntnis und jede Menge Aha-Momente: ach, so ist das. Deshalb wage ich sogar zu sagen: Der "Spinoza-Effekt" ist reine Lesefreude. Plus Lebenshilfe, denn unter anderem beweist Damasio auch, dass die Evolution uns auf Glücklichsein getrimmt hat, nicht aufs Leiden, und das ist doch gut zu wissen, oder?
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Das Buch erreichte mich in tadellosem Zustand! Schnelle Lieferung!...
Sehr interessant skizziert der Neurowissenschaftler den Weg des sephardischen Spinoza, den sein Weg in die Niederlande führte. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Marco J. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Die Repräsentation des Körperzustands im Gehirn
Ich habe dieses Buch gleich gelesen als es vor ca. 8 Jahren als Hardcover-Version auf den Markt kam, dazwischen immer wieder darin geblättert, und jetzt erneut durchgelesen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Februar 2012 von Werner U. Titz
5.0 von 5 Sternen Gefühle - ihre Substanz und Wirkung - die Erkenntnisse eines...
Antonio Damasio beschreibt aus neurobiologischer Sicht, was Gefühle sind und was sie bewirken. Das Verständnis der Gefühle ist für ihn die Voraussetzung... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. November 2011 von Hartmut Zimmer
3.0 von 5 Sternen Ein schwieriges Buch
Ich schreibe als Leser der bereits ein Buch von Damasio gelesen hat. Dies ist von Bedeutung, denn ich fand dieses Buch schwieriger als 'Ich fühle also bin ich'. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. November 2011 von Maria Schmidt
4.0 von 5 Sternen Wo Licht ist...
...viele tolle neue Ansätze der Hirnforschung, reflektiert mit eigenen Interpretationen und Ideen. Das könnte man als Motto über das Buch stellen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. September 2009 von S. Zimmermann
2.0 von 5 Sternen Interpretationsfreiheit
Die Bücher von Damasio beweisen vor allen Dingen eines. Wissenschaftliche Experimente gehen 1. von bestimmten konzeptionellen Grundlagen aus und 2. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Januar 2008 von Philosopher
3.0 von 5 Sternen Spinoza würde sich freuen...
Meine Lektüre ist schon wieder ein paar Wochen her, und ich habe das Buch nicht mehr, also muss ich auf mein lückenhaftes Gedächtnis zurückgreifen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Oktober 2003 von Christine Nirschl
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