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Der Spieler
 
 
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Der Spieler [Gebundene Ausgabe]

Fjodor Michailowitsch Dostojewski
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Anaconda (31. August 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938484497
  • ISBN-13: 978-3938484494
  • Originaltitel: Igrog. Is sapissok molodogo tscheloweka
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 182.930 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Fjodor Michailowitsch Dostojewski
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Produktbeschreibungen

Hörbuch-Rezension

Bemerkenswert puristisch, ohne große Effekte -- zu hören sind neben minimalistischen Klangteppichen nur die immer wiederkehrende Roulettekugel -- inszeniert das SWR-Hörspiel die Stationen des Spielers Alexej, die in Entwurzelung und Gespaltenheit enden. Die Adaption des zeitlosen, psychologisch nach wie vor zutreffenden Romans Der Spieler (1867) von Fjodor Dostojewski arbeitet das Hörspiel mit einer Starbesetzung heraus: Milan Peschel gewinnt auf der ganzen Linie. Als Erzähler, der im Rückblick seine Entwicklung vom Lakai und Hauslehrer, vom Liebenden zum gnadenlosen Spieler zeichnet, glänzt er in den reinen Erzählpassagen genauso wie in den pointierten Dialogen. Ein Highlight ist die Passage, in der er über die Unterschiede der Russen und Deutschen, über der Deutschen Art, Reichtümer anzuhäufen, reflektiert. Für einen Hörgenuss der Extraklasse sorgt auch Jennifer Minetti als reiche Moskauer Verwandte. Unvergesslich, wie sie die Babuschka, ihre klare Menschenkenntnis einerseits und ihr dem Spiel Verfallen andrerseits spricht. Auch Brigitte Hobmeier als Polina, Christoph Bantzer als General und nicht zuletzt Sophie von Kessel als verderbte Blanche sind in ihren Rollen absolut authentisch und überzeugend.

Angeblich soll Dostojewski seinen Roman, getrieben durch Verträge und Geldsorgen, innerhalb von nur vier Wochen diktiert haben. In der Tat gibt es viele autobiografische Momente in seinem Buch: die eigene Spielleidenschaft und die damit verbundenen mehrmaligen Aufenthalte in Deutschland, auch seine Hassliebe zur Polina Suslowa. Neben der Leidenschaft für das Glücksspiel und der Machtgier ist die Liebe das große Thema des Romans. Nachhaltig schält das Hörspiel die Entwicklung des Protagonisten heraus: Die Liebe zu Polina, die am Anfang, in der unterwürfigen Stellung, die er als ihr Hauslehrer einnahm, genährt wurde, verliert Schritt für Schritt an die Spielleidenschaft. Dostojewski war ein Kenner der Widersprüche und Zwänge der menschlichen Natur. In der Schlussszene bringt Milan Peschel dieses Wissen besonders eindrucksvoll zum Ausdruck: Im letzten Versuch, „neu geboren zu werden“, Polina wissen zu lassen, dass noch ein Stück Mensch in ihm steckt, und im Traum davon, nur ein Mal charakterfest sein zu können, präsentiert er mit Nachdruck die Zerstörungskraft des Spiels.

Fazit: Die gelungene Adaption des genialen Romans bietet ein brillantes Hörerlebnis mit überragender Sprecherbesetzung.

Südwestrundfunk 2004, Hörspiel, Spieldauer: ca. 69 Minuten, 1 CD. Mit Booklet. -- culture.text, Christiane Gut -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Zunächst will Aleksej Iwanowitsch am Spieltisch nur seine ruinöse Finanzlage verbessern, aber wie der berühmte Autor selbst erliegt er der Faszination des Roulettes. Als ihm schließlich seine heimliche Liebe Paulina ihre Zuneigung gesteht, kann er den eingeschlagenen Weg nicht mehr verlassen. Er verliert die Geliebte, da sie erkennt, dass sie gegen die »Poesie des Spiels« ohnmächtig ist.

In nur sechzehn Tagen hat Dostojewskij vor dem Hintergrund der eigenen Spielleidenschaft und einer selbstquälerischen Liebesaffäre diesen meisterhaften Roman niedergeschrieben, dessen Erstausgabe 1866 in St. Petersburg erschienen ist. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einstiegsdroge 17. Dezember 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Wer sich noch nicht an die umfangreichen Werke von Dostojewski gewagt hat, kann in diesem Buch mit mäßiger Seitenanzahl das Genie des großen Meisters bestaunen.

Für mich ist es ein geniales Buch, denn Dostojewski hat es mit seiner Beobachtungsgabe und seinem psychologischen Röntgenblick (und natürlich befeuert von umfangreichen eigenen Erfahrungen) in diesem Werk geschafft, mir als Nicht-Spieler die Spielsucht verständlich zu machen. Das Ganze in einer Geschichte, in der weder krachender Humor noch feine Ironie zu kurz kommen.

Nach der Lektüre dieses Buchs wurde man hervorragend unterhalten und hat auch noch viel über die Tiefen und Untiefen der menschlichen Leidenschaften gelernt. Wirklich große Literatur eben, und ein echter Dostojewski - im handlichen Format.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gerd T.
Format:Gebundene Ausgabe
Ganz sympathisch und rational erscheint der Erzähler Alexej Iwanowitsch, der russische Hauslehrer eines Generals in Roulettenburg, bis ihn die Umstände (seine Begeisterung für Polina Alexandrowna oder das Risiko?) an den Roulette-Tisch treiben. Das Spiel beginnt, sein Denken zu dominieren, und schließlich sein Leben zu verändern. Wir können im Wissen um die vielfältigen Avancen, die uns heute das Glücksspiel macht, sicher nachempfinden, wie Dostojewski in seinem autobiographisch geprägten Roman sein eigenes Dilemma nachempfindet und aufarbeitet. Wieviele Niederschläge ein Mensch doch einstecken kann, solange ihm ein Strohalm (Hoffnung, Liebe?) bleibt. Mit viel Sympathie wirbt Dostojewski um seine Hauptfigur, die sich bis zum Schluß nicht aus dem Abwärtsstrudel um das Spielen lösen kann.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dynamik der Spielerkrankung 12. Februar 2006
Format:Audio CD
Hier trifft man auf Weltliteratur, bei der man anfangs gar nicht merkt, wie teuflisch eine Spielerkrankung sein kann. Im Verlauf des Buches wird der Zwang des Hauptprotagonisten zum spielen immer deutlicher, andere Dinge, die ihm wichtig sind, geraten immer mehr in den Hintergrund. Dostojewskij beschreibt einen zunächst ganz normal wirkenden Mensch, der seinen Platz in der Gesellschaft hat, sich in eine etwas hysterische Frau verliebt und natürlich nach dem Geld guckt. Ganz besonders das Geld ist in der Gesellschaft, die ihn umgibt das Mittel sich zu positionieren und zu definieren. Aber selbst das Geld, um das es beim Spielen ja eigentlich geht, hat am Ende kaum noch Bedeutung, es geht nur noch um das Spielen an sich. Und die Hauptfigur ruiniert sich am Ende komplett, wie sollte es anders sein. Man sagt, die Beschreibung der Spielsucht trage bei Dostojewskij etwas autobiographisches. Das markt man beim Hören sehr deutlich. Ich kenne keine treffendere Beschreibung dieser tückischen Krankheit, als die von Dostojewski. Ein bitteres, aber ungemein wertvolles Buch! Diese Hörversion ist zwar anständig, aber nicht besonders spektakulär umgesetzt.
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Vor 13 Monaten von Anna veröffentlicht
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Vor 15 Monaten von J. Seifried veröffentlicht
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Vor 15 Monaten von laxschrift veröffentlicht
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