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Der Spieler
 
 
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Der Spieler [Taschenbuch]

Fjodor M. Dostojewski
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Taschenbuch, 2001 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Insel, Frankfurt; Auflage: 1 (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458344748
  • ISBN-13: 978-3458344742
  • Größe und/oder Gewicht: 18,3 x 11,1 x 1,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 509.114 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Fjodor M. Dostojewski wurde am 11. November 1821 in Moskau geboren und starb am 9. Februar 1881 in St. Petersburg. 1849 wurde er wegen angeblich staatsfeindlicher Aktivität im Petraschewski-Kreis zum Tode verurteilt, dann zu vier Jahren Zwangsarbeit in Sibirien begnadigt. 1859 kehrte er nach St. Petersburg zurück.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Gibt es ein Buch von Dostojewski, die man mit Genuß in einer Zugfahrt von Stuttgart nach Wuppertal lesen kann, ein Buch also, das nicht die nächsten zwei Monate schwer wie Blei auf dem Nachttisch liegt? "Der Spieler" ist, kaum überraschend, die Antwort auf diese Frage. Die Protagonisten des kleinen Buches, ein ausgebrannter russischer Hauslehrer, ein alternder General und dessen exzentrische steinalte, aber auch steinreiche Tante versammeln sich an den Roulettetischen Bad Homburgs und Baden-Baden im Deutschland des ausgehenden 19.Jhdts. Der General, schwer verschuldet, erwartet sehnlichst das Ableben seiner angeblich kranken Tante, um das nötige Kleingeld für eine Hochzeit mit seiner Angebeteten zu erlangen. Die Tante jedoch fährt zum Erstaunen aller aus Rußland an den Ort des Geschehens und verspielt dort einen Großteil ihres Vermögens. Dostojewski gelingt es in meisterlicher Art die Atmosphäre in der Spielstadt zu zeichen.Die an sich nicht sonderlich originelle Handlung gewinnt dadurch erheblich. Wie in einem Film sieht man die - ob Haupt- oder Nebenfiguren- eindrücklichen Charaktere vor sich, wie sie ihre Intrigen planen, heitere und verzwungene Gespräche führen, Eklats provozieren. Wer jemals in seinem Leben selbst sich schon der Spielleidenschaft hingegeben hat, wird dieses Buch mit doppeltem Genuß lesen, wird er sich doch in diesem Buch in den verschiedenen Personen immer wieder selber entdecken können. Leider schwächelt das Buch gegen Ende etwas, der Nachklapp in Paris erscheint mir doch zu lang und unnötig. Wer also mal wieder etwas von Dostojewki lesen möchte, sich aber bisher aus Angst vor einem schweren Wälzer nicht aufraffen konnte, findet hier das ideale Buch vor.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Um 1865 war Dostojewski in Russland bereits ein bekannter Autor, der allerdings unter chronischer Geldnot litt. Nachdem er sich beim Roulette in Wiesbaden ruiniert hatte, kehrte er 1866 nach St. Petersburg zurück. Am 1. November musste er seinem Verleger einen Roman abliefern, dessen Vorschuss er längst verspielt hatte. Da die Zeit nicht für einen großen Stoff reichte, verarbeitete Dostojewski sein eigenes Debakel in den deutschen Casinos sowie eine unglückliche Liebschaft. Der junge Alexej Iwanowitsch reist als Hauslehrer im Tross eines verarmten russischen Generals in eine Kurstadt mit dem sinnigen Namen Roulettenburg. Dort verliebt er sich in die Stieftochter des Generals. Vom Spielrausch gepackt, gewinnt Alexej zwar ein Vermögen, verspielt jedoch die Liebe. Am Ende des Romans hat er sich durch das Roulette finanziell wie charakterlich zugrunde gerichtet. Trotz der Kürze des Romans kommen darin Dostojewskis meisterliche Fähigkeiten zum Vorschein. "Der Spieler" ist eine äußerst amüsante Geschichte, in der Dostojewski seine Gabe zur Karikatur von Charakteren beweist. Die Dialoge sind messerscharf. Der Leser betritt zusammen mit Alexej Iwanowitsch das Casino, erlebt den Spielrausch und teilt am Schluss die Verzweiflung des Süchtigen. Sehr eindrücklich!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bücher-Liebhaberin TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Der Ich-Erzähler Aleksej Iwanowitsch ist Hauslehrer des Generals. Dieser hat eine Stieftochter, Pauline, in die Aleksej hoffnungslos verliebt ist. Aleksej, der Engländer Astley und der Franzose De Grieux, der ebenfalls um die Gunst Paulines buhlt, begeben sich in "Roulettenburg" mehrmals täglich in die dortigen Casinos. Die Hoffnung des Generals ist die Erbschaft der Großtante anzutreten, diese jedoch enttäuscht dessen Erwartungen und lebt noch lange vor sich hin. Die Konstellationen unter den Figuren werden immer verstrickter und dabei dreht sich letztendlich alles nur um das Geld...

Dostojewski verarbeitet in diesem Roman seine eigenen Erfahrungen mit der Spielsucht am Roulettetisch. Er schreibt ohne Beschönigungen sehr gezielt und klar über das Gewinnen und Verlieren des Geldes und über die Figuren, die für Geld beinahe alles tun würden. "Der Spieler" unterscheidet sich eigentlich ziemlich von den Romanen "Der Doppelgänger" oder "Arme Leute", in denen es mehr um die alltägliche Beschreibung der Art und Weisen des Lebens der Menschen im armen Russland geht. Dennoch gibt es zwischen all diesen Romanen Parallelen, denn Dostojewski schreibt immer sehr dramatisch und seine Werke enden zumeist nicht mit einem guten Ende, sondern verbleiben mit Tod, Armut oder gesellschaftlicher Ächtung. Hier ist dies ebenso der Fall, denn der Protagonist scheint letztendlich keine Aussicht auf eine Verbesserung in seinem Verhalten zu finden. Betrachtet man genau die Absichten des Ich-Erzählers, so kann man ihn als Leser auch verstehen für seine Sucht nach dem Spiel, denn hat man erst einmal viel Geld verloren, so möchte man sein Glück für einen Gewinn erneut versuchen, obwohl man riskiert den letzten mickrigen Rest seines Geldes ebenfalls an die Spielbank zu verschenken. Dostojewski schreibt ganz offensichtlich und unverschnörkelt über den Teufelskreis eines Spielers, aus dem er selbst nicht mehr herauszukommen scheint. Lesenswert ist dieses Werk auf jeden Fall, denn in keinem anderen Buch wird dieses Thema so detailliert beschrieben, dies mag wahrscheinlich auch an Dostojewskis eigenen persönlichen Eindrücken und seiner Haltung zum Spiel liegen.

Dieser Text wurde von einer 18-jährigen verfasst.
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