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Der Spanische Bürgerkrieg
 
 
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Der Spanische Bürgerkrieg [Gebundene Ausgabe]

Antony Beevor , Helmut Ettinger , Michael Bayer , Hans Freundl , Norbert Juraschitz , Renate Weitbrecht
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Antony Beevors gut geschriebene Chronik eines Krieges zeigt ein weiteres Mal, zu welchen Verbrechen die Politik um der Macht willen fähig sein kann. […] Es gelingt dem britischen Autor durch eine nüchterne, ideologiefreie Auswertung des Archivmaterials viele der Legenden zu zerstören, die von der Propaganda der Kriegsgegner ausgestreut und von ihren Anhängern in den nächsten Jahrzehnten am Leben erhalten wurde.“ (Die Zeit )

"Beevor hat alles, was es seit den achtziger Jahren an neuen Erkenntnissen über diesen Konflikt gibt in die neue Ausgabe mit hineingepackt. Man hat also ein rundherum profundes Papierbündel in den Händen, dessen Autor sich um historische Fairneß bemüht." (Die Welt )

"In einer opulenten, anschaulichen Gesamtdarstellung erzählt der britische Militärhistoriker Antony Beevor aufs Neue und auf der Grundlage eines älteren Buches die Geschichte von politischer Gewalt, militärischer Eskalation und ideologischer Radikalisierung. Beevor ist ein Geschichtenerzähler im besten Sinne des Wortes." (Süddeutsche Zeitung )

Kurzbeschreibung

Als Spanien zerbrach. Vor 70 Jahren begann der Spanische Bürgerkrieg.

Legion Condor, die Vernichtung der Stadt Guernica, das Massaker von Saragossa oder der blutige Kampf um den Alcazar von Toledo – Namen und Ereignisse, die zum Synonym für einen der grausamsten und bittersten Kriege des 20. Jahrhunderts wurden: Der Spanische Bürgerkrieg, der im Juli 1936 mit dem Franco-Putsch in Spanisch Marokko begann, wurde zum Trauma für das moderne Spanien und ist in der Gesellschaft bis heute spürbar. Im Kampf der Volksfront, die von großen Teilen der europäischen Intellektuellen ideell und militärisch (in internationalen Brigaden) unterstützt wurde, gegen die Nationalisten unter General Franco, hinter dem das nationalsozialistische Deutschland und das faschistische Italien standen, bekämpften sich die beiden großen Ideologien des Jahrhunderts. Unter Stalin und Hitler griffen sie nach der Weltherrschaft. Der Krieg war geprägt von unbarmherziger Grausamkeit bis hin zur Ausrottung ganzer Orte. Die Kämpfe im eigenen Land spalteten Familien, machten Freunde zu Feinden und prägten die politischen Auseinandersetzungen bis weit über das Ende des Franco-Regimes hinaus. Antony Beevor erzählt die Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs und seiner Folgen aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts. Meisterhaft entwirrt er die komplexen gesamtpolitischen und die innerspanischen Ursachen des Krieges, zeigt den dramatischen Verlauf bis hin zur katastrophalen Niederlage der Republikaner 1939. Der britische Historiker verbindet exaktes historisches Wissen mit dem erzählerischen Vermögen des Romanciers.

Grausam, traumatisch, folgenschwer. In seinem Standardwerk über den Spanischen Bürgerkrieg wirft Antony Beevor ein neues Licht auf historische Hintergründe, den dramatischen Verlauf sowie innerspanische und europaweite Folgen einer der brutalsten kriegerischen Auseinandersetzungen des 20. Jahrhunderts.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
54 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Vorweg: EIN Buch über den spanischen Bürgerkrieg zu lesen macht eigentlich wenig Sinn - zu unterschiedlich sind die Bewertungen aller Ereignisse und Handelnden des Krieges, nicht nur zwischen "Nationalen" und "Republikanern", sondern vor allem zwischen den republikanischen Ideologien (Republikaner, Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Linkssozialisten, Rechtssozialisten, "Trotzkisten" und Stalinisten/Kommunisten...)

Antony Beevor bemüht sich um Ausgewogenheit, folgt nicht bedingungslos einer speziellen ideologischen Betrachtung oder einer partikulären Sicht, und geht dennoch bei der Betrachtung nicht im totalen Werte-Relativismus unter. Allein schon dadurch qualifiziert sich das Buch als ernsthafter Einstieg in das Thema, noch mehr aber freilich durch den angenehmen Schreibstil Beevors.

Das Buch liest sich leicht, ohne seicht zu werden, angereichert mit zahlreichen eingestreuten Anekdoten und Augenzeugenberichten in Direktzitaten, die im Allgemeinen in den Endnoten zu den Kapiteln gut belegt werden.

An ein paar Stellen verrennt sich der Autor allerdings durch die anekdotische Erzählweise in Schilderungen von persönlichen Details und Momentaufnahmen, die weder für Politik noch Kriegsverlauf in irgendeiner Weise relevant waren.

Die wichtigere "Schwäche", von meiner Warte aus betrachtet, ist die relativ umfangreich ausgefallene Beschreibung des eigentlichen Kriegsverlaufes sowie militärischer Details von Operationen, während so manche interessante politische und vor allem soziale Facette des Themas (z.B. eine Auseinandersetzung mit den Agrarkollektiven in Aragón und der anfangs tlw. autonomen Industrieorganisation in Barcelona) viel zu kurz kommt oder ganz ausgespart bleibt. Das ist natürlich letztlich eine Frage der Prioritäten und persönlichen Präferenzen des Lesers, hat jedoch mein eigenes Erkenntnisinteresse weniger bedient.

Nicht zuletzt muss die umfangreiche Bibliographie im Anhang des Buches hervorgehoben werden, die wenig Wünsche offen lässt!

Als Fazit: Das Buch ist wegen der guten Lesbarkeit bei gleichzeitig großer Sachkenntnis besonders gut geeignet für ernstlich interessierte "Einsteiger" in das Thema, aber auch "alte Hasen" finden darin an einigen Stellen sicher Gelegenheit, die eigenen, bereits festgefahrenen Betrachtungsmuster wieder einmal neu zu überdenken und können die Bibliographie mit Sicherheit sinnvoll nutzen.

Trotz der angeführten Kritik an der Prioritätensetzung innerhalb des Spektrums möglicher Themen zum spanischen Bürgerkrieg verdient Beevors Arbeit eine angemessene Würdigung, denn es ist eben unmöglich, DAS Buch zum spanischen Bürgerkrieg zu verfassen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der spanische Bürgerkrieg ist ein Konflikt dessen Betrachtung häufig unter ideologischen Standpunkten leidet. Um diesem Fallstrick zu entgehen benutz Beevor zwei Methoden mit deren Hilfe er es schafft zu einem relativ ausgewogenen und unabhängigen Urteil zu gelangen.

Zum einen stellt er den Krieg nicht nur als eine Auseinandersetzung zwischen Rechts und Links, Reaktion und Revolution Faschismus und Kommunismus und somit zwischen "Gut" und "Böse" dar, sondern er versucht zu zeigen daß es weitere Konfliktlinien gab die durch die spanische Gesellschaft liefen. Beispielsweise der Konflikt Zentralismus gegen Regionalismus, Autoritismus gegen Liberalismus und die politische Rolle der Kirche. Einige dieser Gegensätze verliefen entlang der Frontlinie zwischen den Republikanern und den aufständischen Nationalisten, andere jedoch mitten durch die Lager. Dank dieser Betrachtungsweise legt Beevor die Vielschichtigkeit des Krieges offen.

Zum anderen hat Beevor sich ganz einer chronologischen Betrachtung des Krieges verschrieben. Dies führt dazu daß sich Kapitel die dem militärischen Geschehen gewidmet sich abwechseln mit solchen die die politische Entwicklung und die internationale Dimension thematisieren. Da er sich besonders auf Beschreibung der größeren Offensiven beider Seiten widmet ist den Schlachtbeschreibungen relativ viel Raum gewidmet. Auch hierbei ist er erstaunlich unparteiisch: Strategie und Taktik und die Führer beider Seiten kommen schlecht weg in Beevors Augen.

Beevors Buch zeichnet sich im weiteren dadurch aus, daß es gut lesbar ist und aufgrund der oben beschriebenen Methoden auch einem roten Faden folgt. Es bietet insgesamt eine gute Einführung in die Materie.

Allerdings finde ich auch zwei Kritikpunkte: Beevor schildert die zahlreichen Konflikte zwischen und innerhalb der Lager. Was jedoch fehlt ist eine deutliche Beschreibung der einzelnen Gruppierungen und ihrer Positionen. Die einzelnen Parteien werden zwar genannt und auch eventuelle Konflikte, aber eine umfassende Beschreibung wer eigentlich die handelnden Gruppen und Köpfe sind fehlt. Wer ist die CNT? Wer ist die PSUC? Was ist die Falange? Die politische Analyse bleibt insgesamt etwas dürftig, auch ist das Kapitel zur Vorgeschichte sehr knapp ausgefallen, verglichen mit den diversen Schlachtbeschreibungen. Ein letzter Kritikpunkt: Beevor scheint kein Freund von Statistiken zu sein, die harten Zahlen fehlen meist im Text, das verbessert zwar die Lesbarkeit, aber harte Fakten wünscht sich so mancher Leser.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gut für Neueinsteiger 21. März 2007
Von VSP
Format:Gebundene Ausgabe
Wer über den spanischen Bürgerkrieg nichts oder so gut wie nichts weiß, kann hier beherzt zugreifen, denn Beevor gelingt eine ausgezeichnete Gesamtdarstellung eines komplexen Konfliktes.

Die großen Stärken des Buches sind dabei zwei Dinge: Erstens die neutrale Sichtweise - Beevor schildert, ohne selbst eine moralische Wertung vorzunehmen, die Vorgehensweisen (Selbstsäuberungen, Exekutionen von Gefangenen etc.) sowohl der rebuplikanischen, als auch nationalspanischen Seite und "bevorzugt" dabei niemanden. Zweitens gefällt das Buch durch eine gründliche, ereignisgeschichtliche Darstellung. Zwar haben sozial- und strukturgeschichtliche Analysen durchaus ihre Daseinsberechtigung, doch gehen sie fehl, wenn einem die militärgeschichtlichen Hintergründe für ein Verständnis fehlen und gerade weil der spanische Bürgerkrieg (im Gegensatz zu den Weltkriegen etwa) nicht so sehr ins historische Bewusstsein gedrungen ist, erscheint die Darstellung der einzelnen Schlachten als detalliert sinnvoll, auch wenn Beevor manchmal dabei übers Ziel hinausschiesst.

Eng verbunden sind damit auch die kleineren (und ggf. größeren Kritikpunkte): Wer in der spanischen Geographie nicht sattelfest ist, wird trotz der beigefügten Karten manchesmal seine Liebe Mühe und Not haben, dem Geschilderten zu folgen. Gleiches gilt für die Darstellung der involvierten Einzelparteien und Interessengruppen, die besonders auf republikanischer Seite zahlreich und manchmal recht verwirrend sein können, da Beevor (naturgemäß) nach der ersten Vorstellung nur noch mit den Abkürzungen arbeitet. Auch hier hilft ein im Anhang beigefügtes Abkürzungsverzeichnis, auch hier kann aber das ständige Hin- und Herblättern bisweilen den Lesefluss stören.

Beevors Texte lesen sich flüssig und er verliert sich erfreulicherweise nur selten in kontrafaktische Überlegungen und Anekdötchen, die bisweilen für anglo-amerikanische Geschichtsschreiber üblich sind. Die wenigen Ausnahmen sind gut belegt und fügen sich sinnvoll in die Darstellung ein (insbeondere am Ende).

Teilweise merkt man Beevor methodische Schwächen und Widersprüche an - so wird z.B. an einer Stelle die Fähigkeit der Nationalspanier erwähnt, wertlosen Raum preiszugeben (Teruel-Schlacht), an anderer Stelle (Ebro-Offensive) Francos Bestreben, den Republikanern nicht einmal ein Minimum an Raum zuzugestehen.

Auch ist es bedauerlich, dass am Ende einer 500-Seitigen Monographie der Autor sich einer Schlussfolgerung der Gesamtdarstellung dadurch entzieht, weil er sie als zu "bequem" empfindet. Auch wenn man sicherliche tiefengeschichtliche Aspekte nicht angemessen in einer Zusammenfassung darstellen kann, so sollte sie doch die großen Fragen zusammenfassend beantworten können, selbst wenn man dabei die Gefahr einer Simplifizierung in Kauf nehmen muss.

Doch das alles schmälert nicht die Leistung des Gesamtwerkes.

Einzig wirklich großes Manko (welcher zu 99% der abezogene Wertungsstern geschuldet ist) ist die geschichtliche Zusammenfassung der spanischen Geschichte am Anfang, die Beevor selbst in seiner Danksagung als "zu mechanisch" beschreibt, was aber gnädig untertrieben ist - eine solche verknappte, monokausale Darstellung dürfte wohl nicht einmal den Anforderungen eines geschichtlichen Schulkurses standhalten und sollte vom Autoren schleunigst überarbeitet werden.
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Antony Beevor ist ehemaliger Berufsoffizier und das spürt man in jeder Zeile. Hohes Fachwissen über die militärischen Vorgänge gepaart mit nüchterner,... Lesen Sie weiter...
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Gute Gesamtdarstellung einer wichtigen Periode der Geschichte
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Veröffentlicht am 21. März 2010 von Dr. Josef Spindelböck
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