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Der Sophist: Griechisch/Deutsch
 
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Der Sophist: Griechisch/Deutsch [Taschenbuch]

Platon
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 271 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (1990)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150063396
  • ISBN-13: 978-3150063392
  • Größe und/oder Gewicht: 14,8 x 9,8 x 1,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 178.597 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Plato
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Helmut Meinhardt ist eine Übersetzung gelungen, die Verständnisschwierigkeiten des Lesers ohne Griechisch-Kenntnisse Rechnung trägt, ohne wohlfeil zu modernisieren. Platon behält so bis in seine Terminologie hinein seinen historischen Standort, aber er erschließt sich in diesem schwierigen Schlüsselwerk jedem philosophisch Interessierten (...)." -- Die Welt

Über den Autor

Platon, 427-347 v. Chr., stammte aus adeligem Geschlecht und zählt zu den bedeutendsten griechischen Philosophen. Er war entscheidend von seinem Lehrer Sokrates geprägt. Nach dessen Tod begab er sich auf Reisen, doch scheiterten seine Hoffnungen, in Syrakus sein Staatsideal zu verwirklichen. Nach seiner Rückkehr gründete er in Athen seine Philosophenschule, die Akademie.

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Format:Taschenbuch
"Weist doch erst nach, dass es ein Nichtseiendes geben könne;
erst wenn es euch das gelungen, könnt ihr hoffen, uns zu Fall zu bringen." (die Sophistiker)
"Denn Nichtsein kannst Du nicht erkennen, noch sagen - es ist nicht zu fassen". (Parmenides)

Platon (427-347) ist der bedeutendste griechische Philosoph. Seine sokratischen Dialoge sind geprägt von der Findung nach Wahrheit, Eros und Schönheit. Bekannt sind die Dialoge der Verteidigungsreden Sokrates (Apologie) und die Rede zur Unsterblichkeit der Seele (Phaidon). Die Kunst der Rede wie die Darstellung des Schönen offenbart der Dialog zwischen Sokrates und Phaidros (im Phaidros). Kosmologie und Weltseele sind die beiden Begründungen im Dialog Timaios, im Übrigen wunderbar darstellte Schöpfung oder Entstehung der Welt. Der hier vorliegende Sophistes war lange Diskussionsgegenstand der Forscher ob seiner Echtheit. In der Metaphysik Aristoteles finden sich Querverweise, die hinreichend in Ergänzung Gründe für die Echtheit geben.

Das Fundament der europäischen Philosophie bilden die Dialoge Platons ganz sicher, zumal Platon in jedem Dialog die dialektische Auseinandersetzung mit den Wörtern und den Bedeutungsinhalten der Sprache herausarbeitet und in der Beobachtung menschlichen Handelns und der natürlichen Kräfte Kategorien der Philosophie bedenkt. Diese methodische Konzeption der Philosophie stellt Platon gerade im Sophistes zur Disposition. Man kann meinen, dieses Spätwerk ist der Reflektions- und Reifegrad der Dialoge, stellt er doch bei aller Klarheit zuvor hier die Begrenztheit und gar Unzulänglichkeit der Sprache (Umgangssprache) nachdrücklich zur Diskussion. Denn gerade die unsachgemäße und nur rechthaberische Dialektik ist ein Kennzeichen der Sophisten, zumal diese unkritisch in der Sache sich nur einer Methode bedienen.

Im Mittelpunkt steht hier die Art des Sophisten, die es zu bestimmen gilt. Sokrates anfängliche Frage, ob Sophist, Politiker und Philosoph identisch sind, ist Ausgangspunkt des Dialogs zwischen Theaitetos und dem Fremdling, der die Gesprächsführung auch übernimmt. Der Dialog mündet nach der Klarstellung aller Erscheinungen eines Sophisten (Kap.19) in die Auseinandersetzung von Seiend und Nichtseiend (Kap. 24ff), insbesondere zur Methode, Nichtseiendes als Mittel gegen den widerlegenden Sophisten einzusetzten und ihn somit in Selbstwiderspruch zu setzen. Über die Methode der Begriffsspaltung überzeugte die Annäherung an den Begriffsinhalt Sophistik, die letztendlich in den Schein von Wissen mündet und den Sophisten als Blender entlarvt. Doch bleibt die Frage nach der Unterscheidung des Falschen wie des Seins, dem Verhältnis von Wahrheit und Täuschung.

So steht Platon hier ganz in der Beweislast der Dialektik und dieses in seinem höchsten Gut: dem Seienden. Ist in Parmenides Lehrgedicht das Nichtseiende als unsagbar und undenkbar postuliert, kommt Platon zur These im Gegensatz zu Parmenides, dass auch das Nichtseiende selber eine Form des Seienden ist und die Form der Beweisführung gibt Anlass genug, festzustellen, dass Sprache ein verfügbares Werkzeug ist, doch mangelhaft genug, um sich nicht von ihr beherrschen zu lassen. Warum? Platon gibt Gründe dafür, dass Sprache sowohl in den Ausdrücken wie auch in der Form unzulänglich und unvollkommen ist. Vorgebliche Allwissenheit der Sophistik entpuppt sich als Schein und Falsches. Denn wie sagt er selbst, dass ihn schon immer störe, nicht zu wissen, was "Falschesmeinen, in uns eigentlich zu bedeuten hat und wie es sich in uns bildet".

Unkritisches Vertrauen in die Zulänglichkeit der Sprache entpuppt sich als Irrtum. Eigentlich führt er sogar zur Erkenntnis, dass reine Introspektion als Mittel zur Erkenntnis unzureichend ist, um eine Basis für die Erkenntnistheorie zu bekommen. Während die einen bisher nur das "körperliche Sein" als seiend anerkannten, die anderen das ideale Denken als seiend gelten ließen, gelingt Platon die Überwindung der materialistischen und der idealistischen Weltanschauung in einer Weise, die dem Sein die Materie entzieht und die Trennung von Idee und Sein aufhebt. Es gilt die Auflösung des Rätsels des Nichtseienden als eigentliche Aufgabe des Dialogs, ohne Parmenides zu widerlegen, kommt man nicht zum Ziel. Denn mit dieser Auflösung erst kommt man dem Wesen der Sophistik auf den Grund und jede Kritik an ihr zu ihrem Recht.

Betrachtet man die Moderne unter den Aussagen Platons im Sinne der Vorsicht der Sprache, sieht man in der Tat, dass Wörter und Symbole in ihrer Bedeutung sich wandeln, gar neue dazukommen müssen, um dem Ganzen eine Bedeutung zu lassen oder zu geben. Die Entwicklung zeigt sich gerade in der modernen Mathematik, die gegenüber der alten Zeit neue Symbole und Namen erschaffen hat, wie auch in der Physik, die mit den Errungenschaften des 20. Jahrhunderts alten Begriffen neue Bedeutung geben konnte, nein musste.
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