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Der Sonnensucher. Konrad Wolf: Biographie
 
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Der Sonnensucher. Konrad Wolf: Biographie [Gebundene Ausgabe]

Wolfgang Jacobsen , Rolf Aurich
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 589 Seiten
  • Verlag: Aufbau Verlag; Auflage: 1 (8. März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3351025890
  • ISBN-13: 978-3351025892
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 13,4 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 483.696 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wolfgang Jacobsen
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein großer Regisseur zwischen Subversion und Anpassung - die erste Biographie über Konrad Wolf

Konrad Wolf, der Sohn des Schriftstellers und Arztes Friedrich Wolf, wurde mit Filmen wie »Der geteilte Himmel« (1964), »Ich war neunzehn« (1968) und »Solo Sunny« (1980) international bekannt. Seine ungewöhnliche Biographie, die hier erstmals auf der Grundlage intensiver Archivrecherchen sowie Gesprächen u. a. mit Günter Grass, Eberhard Esche, Christa Wolf, Günter Kunert und Markus Wolf vorgelegt wird, ist ein Spiegel deutsch-deutscher Geschichte. Kindheit im Württembergischen, Jugend im Moskauer Exil, Rückkehr als Soldat der Roten Armee, Aufstieg zu einem der bedeutendsten deutschen Filmregisseure – wahrlich kein gewöhnlicher Weg. Als langjähriger Präsident der Akademie der Künste (1965–1982) prägte Konrad Wolf das Kulturgeschehen der DDR und pflegte Freundschaften u. a. zu Christa Wolf, Peter Weiß, Luigi Nono und Jorge Semprun. Seine Filme erregten nicht nur wegen ihrer formalen Qualität, sondern auch aufgrund ihrer politischen Fragestellungen international Aufmerksamkeit. So thematisierte er sowohl in seinem »Goya«-Film als auch in seinem größten Publikumserfolg in Ost- und Westdeutschland »Solo Sunny« das schwierige Verhältnis von Künstler und Gesellschaft, das auch sein eigener Lebenszwiespalt war. Er starb 1982, bevor er seinen Film »Die Troika« realisieren konnte – sein Bruder, Stasigeneral Markus Wolf, trat 1989 mit seinem Buch über die Geschichte dieses nichtgedrehten Films erstmals an die Öffentlichkeit.

Über den Autor

Wolfgang Jacobsen, geboren 1953. Filmhistoriker am Filmmuseum Berlin. Zahlreiche Bücher zur Filmgeschichte; u. a. "Erich Pommer" (1989), "Babelsberg. Das Filmstudio" (1992/1994), "FL. Fritz Lang" (2001, mit Rolf Aurich u. a.). Arbeiten für Hörfunk und Fernsehen. Lebt in Berlin.

Rolf Aurich, geboren 1960. Redakteur am Filmmuseum Berlin. Publikationen u. a.: "Otto Preminger" (1999), "Künstliche Menschen" (2000), Mitherausgeber von Monographien zu Harun Farocki (1998) und Jim Jarmusch (2001). Lebt in Berlin.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Das Leben als Auftrag !!! 17. April 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Wir haben uns einiges vorgenommen, manche halten uns für hoffnungslose Utopisten, Idealisten, weltfremde Spinner. Aber Utopie ist Hoffnung, Hoffnung verlangt Arbeit, sinnvolle Arbeit, und setzt Denken voraus - gerade in dieser jetzt aus allen Fugen geratenden Welt.

Konrad Wolf

Der Titel des Buches ist auf den Film Sonnensucher" zurückzuführen. Konrad Wolf drehte ihn in den Jahren 1957/1958 und er spielt in der Zeit der beginnenden Wismut-Ära.

Sonnensucher waren die Menschen, die zu Tausenden mit Geld und Sonderdeputaten zur Wismut gelockt wurden. Glücksritter, ehemalige Wehrmachtsangehörige, Kommunisten, Idealisten, Anarchisten und zwangsverpflichtete Arbeiter, Schulter an Schulter mit russischen Arbeitskräften. Ihr Leben, ihr Neuanfang, in einer im Aufbau befindlichen neuen Gesellschaftsordnung, dem Sozialismus, sollte anschaulich dargestellt werden. Nicht nur die oft unmenschlichen Arbeitsbedingungen, an denen so mancher zerbrach, wurden objektiv in Szene gesetzt, sondern auch der Übermut und der unendliche Hunger nach Leben gezeigt. Sadistische und sexistische Entgleisungen, verbunden mit dem Teufel Alkohohl, standen damals bei der Sowjetischen Aktiengesellschaft Wis-mut auf der Tagesordnung.

Gefühle wie Verbitterung, Desillusionierung und Apathie kochten hoch und fanden ihren Nährboden. Der Film war Konrad Wolf so gut gelungen, dass er vorsorglich gleich mal von der Partei- und Staatsführung der DDR verboten wurde und erst 1972 zur Aufführung kam.

Dieses Buch erzählt die Geschichte eines Mannes, der, in Süddeutschland aufgewachsen, schon in frühster Jugend mit seiner Familie vor den Nazis in die Sowjetunion emigrieren musste, als sowjetischer Soldat 1945 wieder deutschen Boden betrat und den festen Willen hatte, ein besseres, friedlicheres Deutschland aufzubauen.

Ein Kommunist und Idealist, der letztlich an der Borniertheit und Dummheit der SED-Kader sowie an der kolonialartigen Besetzung Ostdeutschlands durch die Sowjetunion scheiterte.

Beide Autoren, Wolfgang Jacobsen und Rolf Aurich, legen damit ein lückenloses Porträt von einem Menschen, Künstler und überzeugten Kommunisten vor, der unser aller Achtung verdient. Wobei sie sich an Fakten halten und wenige Mutmaßungen anstellen.

Dass sie politisch ein ganz anderes Weltbild haben, und dieses auch oftmals zum Ausdruck bringen, ist zweitrangig und ohne nachhaltige Bedeutung.

Dennoch haben sie mit diesem Lesestoff ein hervorragendes Zeitdokument vorgelegt. Ein Buch, welches sich wie ein spannender Roman liest, und detaillierte Eindrücke der unterschiedlichen politischen Entwicklung der beiden Teile Deutschlands vermittelt.

Auf der einen Seite Menschen, die etwas Neues wagen, eine neue Gesellschaftsordnung errichten wollen und letztlich an der Ideologie von Partei und Staat scheitern. Auf der anderen Seite Menschen, die so weitermachten wie sie 1945 aufgehört hatten und keinerlei Verständnis für den sozialistischen Teil Deutschlands aufbringen konnten.

Ein geteiltes Deutschland und der Kalte Krieg zwischen Ost und West bestimmten das Leben von Konrad Wolf.

Fazit des Buches: Konrad Wolf, aber auch sein Bruder Marcus Wolf, waren ihrer Ideologie treu geblieben. Auch dann, als schon lange die Revolution ihre Kinder gefressen hatte". Die SED und die Staatsführung der DDR haben bewusst und unbewusst ideologisch alles dazu getan, den großen Traum, den Traum von Sozialismus und Kommunismus, endgültig zu begraben.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zeitgeschichte im Kontext 15. November 2005
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch hilft zu begreifen. Das, was politisch (besonders kulturpolitisch) in der DDR geschehen ist. Zu begreifen, warum in der DDR Ideale durch ihre Gründerväter verraten wurden. Wie ein verkruster stalinistischer Parteiapparat allen Fortschritt und jeden Individualismus im Namen des Sozialismus im Keim erstickt hat. Konrad Wolf, ein Mann mit einer einzigartigen Biografie, ist an diesen Fesseln erstickt.
Ein lesenswertes Buch. Ein Buch zum Lernen !
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4 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Weder von der deutschen Sprache noch von der filmischen Sprache eines Konrad Wolf--ganz zu schweigen von seiner Lebensproblematik--haben diese Besserwessi-Autoren Ahnung. Etwas Neues ueber Konrad Wolf kann man hier nicht erfahren; und dass Besserwessis die Toleranz, die sie zu verteidigen meinen, eben nicht besitzen, haben wir schon gewusst.
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