Klappentext
In einem fiktiven afrikanischen Staat avanciert ein Krankenpfleger und Gewerkschaftsführer zum Präsidenten der Republik und wird am Ende als verhaßter Diktator aus dem Amt getrieben. In Gefängnis schribt er seine Lebenserinnerungen. Die Zeit des Kolonialismus geht in einem afrikanischen Land zu Ende. Madiama, der "Sohn des Volkes" wird zum Staatspräsidenten ernannt und schließlich als "Vater der Nation" verehrt. Doch er hat keine politischen Erfahrungen, läßt sich von Gefühlen leiten, umgibt sich mit Beratern wie seinen Sekretär Andrus, der sich auf seine Kosten profiliert. Das Land steuert unaufhaltsam in die wirtschaftliche Krise, die langandauernde Trockenheit führt zu Mißernten, die Grundnahrungsmittelpreise steigen ins Unermeßliche ebenso wie die Staatsschuld. Zu spät erkennt der "Sonnenpräsident", daß er die Fäden nicht mehr in der Hand hält. Das Volk murrt auf. Selbst seine Tochter Nafi nimmt an der Erstürmung des Präsidentenpalastes teil - und wird von den wild um sich feuernden Soldaten des Vaters getötet. Madiama, der verhaßte Diktator, wird aus dem Amt getrieben und ins Gefängnis gesteckt.Aminata Sow Fall, 1941 im Senegal geboren, studierte Literaturwissenschaft an der Pariser Sorbonne, war unter anderem Direkorin eines staatlichen Instituts zur Erforschung der mündlichen Literaturen und Kulturen Senegals, Herausgeberin einer Kultirzeitschrift und Präsidentin des senegalischen Schriftstellerverbandes. Die vierfache Mutter hat bisher fünf Romane veröffentlicht. 1987 gründete sie ein unabhängiges Kulturinstitut, das sich vor allem für die Verbreitund afrikanischer Literatur einsetzt, für den kulturellen Austausch zwischen den Völkern und für die Wahrung der Menschenrechte.