Filmproduzenten haben vor allem einen Gedanken im Kopf: was (und wer) einmal gut angekommen ist, wird auch beim zweiten (und dritten, und vierten, ...) Mal gut ankommen. Das war Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts genauso wie Anfang des einundzwanzigsten. Also hatten die Universal-Verantwortlichen nach dem überraschenden Erfolg von "The Prince who was a Thief" ("Die Diebe von Marschan", 1951) nichts Eiligeres zu tun, als die beiden mit diesem Streifen über Nacht zu Stars avancierten, blutjungen Hauptdarsteller Tony Curtis und Piper Laurie erneut ins Morgenland zu schicken, natürlich gemeinsam: "Together Again", stand auf den Filmplakaten zu "Son of Ali Baba"/"Der Sohn von Ali Baba" (1952). Dieses Verfahren geht kommerziell meistens gut, künstlerisch dagegen oft ins Auge, wenn auch wohl nur selten so vollkommen wie in diesem Fall - auf den schönsten und witzigsten Film der ganzen Reihe (denn "The Prince who was a Thief" ist zwar keine große Filmkunst, aber in seiner Art perfekt) folgte ein in jeder Hinsicht witzloses Machwerk, und die beiden im Vorjahr so punktgenau besetzten Darsteller wurden weit unter Wert verkauft. Tony Curtis kommt dabei, als relativ beliebiger Kaftan-und-Säbel-Held ohne besondere Eigenschaften noch vergleichsweise gut davon; er ist in dieser Art Rolle weder besser noch schlechter als die mittelmäßigen Darsteller, die Universal sonst in solchen Partien aufzubieten pflegte. Schlimmer hat es die in den "Dieben" so zauberhafte Piper Laurie erwischt: was die Rolle verlangt (nämlich eine zwielichtige Figur so in der Schwebe zu halten, dass das Publikum über ihren wahren Charakter lange im Zweifel bleibt), hat sie nicht, und was sie hat (nämlich einen ganz eigenartigen, kindlichen Charme), kann sie hier kaum einbringen. Der Film bietet buchstäblich nichts, was ihn innerhalb der etliche Filme umfassenden Orient-Reihe der Universal-Studios (an einen davon, "Ali Baba und die vierzig Räuber", knüpft der "Sohn" übrigens inhaltlich lose an) besonders bemerkenswert macht. Er ist weder besonders spannend noch besonders lustig, sondern stellt einfach die zur Genüge bekannten Versatzstücke der Serie nebeneinander. (Selten war z.B. der in diesen Filmen regelmäßig vorkommende erotische Tanz so wenig ins Geschehen eingebunden.) - Bild- und Tonqualität sind, firmenüblich, gut, aber das macht den Film auch nicht besser. Fazit also:
Definitiv verzichtbar.