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Der Sohn des Tuchhändlers: Historischer Roman
 
 
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Der Sohn des Tuchhändlers: Historischer Roman [Taschenbuch]

Richard Dübell
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 464 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag); Auflage: 1 (8. Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404158091
  • ISBN-13: 978-3404158096
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 65.164 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Richard Dübell
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Krakau im Jahre 1486: Peter Bernward hat sich mit seiner Lebensgefährtin Jana Dlugosz in deren Heimatstadt niedergelassen und dort ein ruhiges Familienleben gefunden. Doch die Ruhe währt nicht lange: Als Peter versucht, einem befreundeten jüdischen Bankier zu helfen, sticht er in ein Wespennest. Die antijüdische Stimmung in Krakau beginnt sich aufzuheizen und es kommt zu Ausschreitungen. Als auch Janas Adoptivsohn Paolo in Gefahr gerät und nur mit knapper Not entkommt, wird Peter Bernward bewusst, dass das Feuer bereits an dem Pulverfass leckt, auf dem sie alle sitzen ...

Klappentext

Krakau im Jahre 1486: Peter Bernward hat sich mit seiner Lebensgefährtin Jana Dlugosz in deren Heimatstadt niedergelassen und dort ein ruhiges Familienleben gefunden. Doch die Ruhe währt nicht lange: Als Peter versucht, einem befreundeten jüdischen Bankier zu helfen, sticht er in ein Wespennest. Die antijüdische Stimmung in Krakau beginnt sich aufzuheizen und es kommt zu Ausschreitungen. Als auch Janas Adoptivsohn Paolo in Gefahr gerät und nur mit knapper Not entkommt, wird Peter Bernward bewusst, dass das Feuer bereits an dem Pulverfass leckt, auf dem sie alle sitzen ...

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Nach anfänglichen Einstiegsschwierigkeiten, die ich aber nicht dem Buch zur Last legen möchte, sondern eher der Tatsache, dass ich die Vorgängerbände nicht gelesen habe, und die vielen Personen zunächst etwas verwirrend waren, hat das Buch für mich deutlich an Fahrt gewonnen. Im mittelalterlichen Krakau leben deutsche Kaufleute, polnische Einheimische und jüdische Bürger in relativ stabilem Frieden. Das ändert sich, als ein demagogischer Prediger auftaucht und ein junger jüdischer Mann beschuldigt wird, sich an einer jungen Kaufmannstochter vergangen zu haben. Der Leser sieht mit den Augen der Hauptfigur Peter Bernward, wie die Stimmung langsam kippt und Intoleranz und Hass zunehmen. Neben der Sorge um seine neue Heimat plagen den aufmerksamen Tuchhändler auch private Sorgen, denn seine Lebensgefährtin Jana scheint Geheimnisse vor ihm zu haben. Ein mitreißender Roman vor einem spannenden historischen Hintergrund, der mit Emotionen nicht geizt, aber nie unglaubwürdig wird. Von mir eine eindeutige Lese-Empfehlung!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Wolfgang Gonsch TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Krakau im Frühjahr des Jahres 1486; die Stadt ist ein brodelnder Schmelztiegel verschiedenster Volksgruppen. Deutsche, Polen und Juden streiten sich um das größte Stück des Kuchens und ein kleiner Funke genügt um das Pulverfass zu entzünden. Dieser Funke ist die Vergewaltigung einer deutschen Ratsherrentochter durch einen jüdischen Schnitzergesellen. Hilflos muss Tuchhändler Peter Bernward mit ansehen, wie seine Wahlheimat immer näher an den Rand des Abgrunds zuschlittert. Bernward hat sich mit seiner polnischen Geliebten Jana Dlugosz und seinem italienischen Adoptivsohn, dem kleinen Paolo, in Krakau niedergelassen. Er will nur in Frieden und Zufriedenheit leben und endlich die Aussöhnung mit seinen beiden älteren Kindern, Daniel und Sabina, zuwege bringen.

Doch die Pläne werden rüde gestört, als Bernwards Freund Mojzesz Fiszel, der einflussreichste Mann im Judenviertel, ihn um Vermittlung bittet. Die Tochter eines deutschen Ratsherren soll von dem jüdischen Bildschnitzergesellen Samuel Ben Lemel geschändet worden sein. Wenn nicht alte Fehden neu aufbrechen sollen kann nur ein großes Schweige- bzw. Blutgeld helfen. Doch er kommt zu spät. Schon am nächsten Tag hat ein fanatischer Wanderprediger die Gerüchte aufgegriffen und heizt die bereits kochende Stimmung weiter an.

Mit dieser fünften Tuchhändler-Geschichte geht die Reihe um Sonderermittler Peter Bernward und seiner Familie leider in die letzte Runde. Historienautor Richard Dübell beweist zum wiederholten Male, dass er ein Garant für Spannung und leidenschaftliche Szenen ist. Anders als bei anderen Kriminalromanen ist sein Held nicht der kluge Kopf, der alles im Griff hat und Schritt für Schritt der Lösung des Rätsels auf die Spur kommt. Stattdessen wird er von den Geschehnissen einfach mit fortgerissen. Und diese Geschehnisse haben es - wie immer bei Richard Dübell - in sich!

Der Autor entwirft vor unseren Augen kraftvolle, lebendige und leidenschaftliche Bilder. Was bei anderen Autoren überfrachtet wirken mag - Peters Beziehung zu Jana steht vor dem Aus, die Stadt schlittert scheinbar ungehindert auf ein gewaltiges Pogrom zu, sein jüngster Sohn ist verschwunden und die Aussöhnung mit seinen älteren Kindern ist alles andere als in trockenen Tüchern - wird von Richard Dübell mit soviel Überzeugungskraft, sprachlichem Tempo, schriftstellerischer Eleganz und purer Lust am Geschichten erzählen geschildert, dass man genau so wie der Protagonist Peter Bernward in die Geschichte hineingezogen wird. Er vermeidet Anachronismen ebenso wie altertümliche Sprache. Auf diese Weise erschafft er glaubwürdige Charaktere und zaubert eine komplexe Geschichte darum herum, die von der ersten bis zur letzten Seite Spannung garantiert. Insbesondere die Darstellungen des entfesselten Mobs sind lange nicht mehr so packend, so beklemmend und gleichzeitig so unaufdringlich geschildert worden wie in diesem Plot.

Mit diesem spannenden und leidenschaftlichen Historienroman untermauert Richard Dübell einmal mehr seine Position unter den besten Autoren des historischen Genres und bringt seine Peter-Bernward-Reihe zu einem krönenden Abschluss.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wie schade - schon der letzte Teil! Alle treuen Fans werden Peter Bernward sehr vermissen, den sie schon in Landshut, Florenz, Venedig und Augsburg durch verzwickte Kriminalfälle und schwere persönliche Krisen begleitet haben.
Nun hat er sich mit seiner Liebsten Jana Dlugosz in Krakau niedergelassen, wo sie das Handelshaus ihres verstorbenen Vaters weiterführt. Aber wer denkt, daß er nun endlich seinen Seelenfrieden findet, hat sich getäuscht: Peter wird durch seinen Freund, einen jüdischen Bankier als Vermittler in eine angebliche Vergewaltigungsaffäre hineingezogen und gerät so zwischen die sich verhärtenden Fronten der drei Bevölkerungsgruppen in der Stadt: deutsche Kaufleute, polnische Handwerker und jüdische Einwohner, die von einem fanatischen Prediger gegeneinander aufgehetzt werden. Hinzu kommen private familiäre Schwierigkeiten. Als der Hetzprediger ermordet wird, spitzt die Situation sich immer mehr zu und steuert auf eine Katastrophe hin...
Gegenüber den verwickelten Krimi - Plots der anderen Bernward - Romane zeichnet sich dieses Buch durch angenehm einfache und klare Sachverhalte aus, wie überhaupt der Kriminalfall und seine Lösung gegenüber den beklemmenden Konflikten innerhalb der Mauern Krakaus, die die Stadt mehr und mehr zum Pulverfaß werden lassen und dem persönlichen Familiendrama zwischen Bernward, seiner Lebensgefährtin und seinen Kindern hier nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Es ist in der Tat einiges, das der arme Peter in dieser Romanhandlung durchmachen muß. Es scheint, als wollte Dübell seinen tragischen Helden bei seinem letzten Auftritt noch einmal durch ein wahres Fegefeuer schicken. Die aufgeladene Atmosphäre und die beängstigende Spannung der Romanhandlung werden für den Leser deutlich spürbar.
Einen so fulminanten Abschluß hätte man angesichts des vergleichsweise ruhigen Vorgängerbandes ("Das Spiel des Alchimisten") nicht erwartet.
Das Buch ist somit ein gelungenes Finale der ohnehin sehr empfehlenswerten Reihe um den Tuchhändler Bernward. Das einzig Beklagenswerte: es ist der definitiv letzte Auftritt dieses sympathischen und liebgewonnenen Charakters.
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Richard Dübell 2 18.01.2011
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