Wieder einmal ein typischer Paasilinna-Roman: urkomisch, außergewöhnlich und typisch finnisch. Es gehört schon eine ganze Menge Mut und Geschick dazu, sein eigenes Volk so dermaßen auf die Schippe zu nehmen und damit nicht völlig ins Fettnäpfchen zu treten. Denn Paasilinna ist tatsächlich der erfolgreichste finnische Autor dieser Zeit und die Finnen lieben ihn einfach! So sehr er den finnischen Charakter auch lächerlich macht, so sehr liebt er aber auch sein Volk und vermutlich ist er selbst auch kein bisschen anders ;-). Paasilinna ist einfach nur sensationell, so auch wieder die Geschichte vom Sohn des Donnergottes, der auf einem Blitz auf die Erde geritten kommt und dort die Gestalt mit einem einfachen Farmer und Antiquitätenhändler namens Sampsa Ronkainen tauscht. Zuerst einmal muß er lernen, mit seiner menschlichen Gestalt zurecht zu kommen und dann beruft er sich auf seine eigentliche Aufgabe, für die ihn sein Vater - Ukko Obergott höchstpersönlich - auf die Erde geschickt hat: er soll das finnische Volk zum alten Glauben zurück bekehren, denn neuerdings sind die Finnen so verrückt geworden, dass sie einen gewissen Jesus und seinen Vater verehren. Rutja, so der Name des Sohnes des Donnergottes, beginnt Jünger um sich herum zu sammeln und erbaut schließlich eine Nervenheilanstalt, denn die Finnen sind ja fast alle verrückt und müssen geheilt werden :-). Eine unglaublich lustige Geschichte, die sich wirklich sehr schnell lesen läßt und einen bei Laune hält. Wer Paasilinna bereits kennt, weiß, was ich meine! Wer ihn noch nicht kennt, sollte sich aber schleunigst ranhalten, denn sonst verpaßt ihr was!