Das Buch gibt interessante und ambivalente Einblicke in das damalige NS-System. Bestätigt eigentlich den durch inzwischen namhafte Historiker widerlegten Mythos von der angeblichen "Ordnung und Zucht" im Dritten Reich.
Speer beschreibt deutlich, dass da jeder dem anderen sein Feind war. Und dass sich nicht wenige nur mit Intrigenspielchen weiter brachten.
Deutlich wird darin der berufliche und auch ideologische Ehrgeiz Einzelner, einer Strömung nicht nur hinterher zu laufen, sondern sich darin auch noch bis zum Exzess zu profilieren.
Auch bringt der Autor einige Verlierer des damaligen Systems zur Sprache, die trotz ihres Arbeitseinsatzes keine Würdigung fanden und von Neidern eiskalt ausgeschaltet wurden.
Die zahlreiche Namenslistung zwingt allerdings bisweilen schon zum Lexikongriff. Gewisse Abschnitte könnten flüssiger verfaßt sein.
Ganz neu war mir die hierin erwähnte Mitteilung, dass nicht Speer als Kriegsminister im Testament Hitlers vorgesehen ist.
Jede Information über diese Zeit scheint mir wichtig.
Das Buch ist auf jeden Fall zu empfehlen !