Ich muß vorausschicken, ich kenne mich nicht mit indischen Gurus aus, war noch nie in Indien, noch in einem Ashram und will da auch eigentlich nicht hin.
Dieses Buch von Bärbel Mohr habe ich mir nur bestellt, weil es halt von Bärbel Mohr geschrieben wurde. Ich mag ihren Stil, ich kann sehr leicht nachvollziehen, so wie sie schreibt. Und so wurde ich auch diesmal nicht enttäuscht.
Ein Märchenbuch für Erwachsene? Ein Lesebuch für spirituelle Erwachsene? Ein Lebenshilfebuch? Schwer zu sagen, in welche Sparte es nun am besten passt. Es ist eigentlich alles. Ich habe viel gelacht, ich habe geweint, ich habe Kurzweil gehabt und ich habe viel gelernt.
Es geht um ein Paar was in Indien Urlaub(?) macht. Mal aus der Sicht der Frau (Elli) mal aus der Sicht des Mannes (Ralf) geschrieben. Das macht es gradezu interessant und manchmal sehr spassig. Wissen wir immer, was der andere denkt? Wissen wir, warum jemand das macht, was er macht. Könnten wir doch in die Gedanken der anderen lesen (oder können wir es?).
Dann treffen die beiden auf den Guru und paradoxerweise trifft immer das ein, was sich gerade der ungläubigere Mann vom Guru sich wünscht. Kann er nun Gedanken lesen. Und mehr noch, kann er Dinge aus dem nichts materieallisieren? Und dann, ist er Gott, oder ist in uns allen etwas göttliches?
Ich möchte hier nicht zu viel verraten - wer Bärbel Mohr mag und vielleicht auch die Storys aus dem Lucy Körner Verlag, der wird auch dieses Buch mögen.
Fazit: Ein Buch, das sich flüssig liest, das Spass macht, aber auch wo man mal über das nachdenkt, was wirklich wichtig ist, wo die Zeit im Flug vergeht und wo hinterher dieses "ich will eigentlich noch mehr lesen" Gefühl bleibt.