Die Handlung von Mario Puzos "Der Sizilianer" fügt sich nahtlos in "Der Pate", ist jedoch nicht wirklich eine Geschichte über den berüchtigten Corleone-Clan.
Der Zeitraum umfasst sieben Jahre (1943 - 1950), bis Michael Corleones Abreise von Sizilien, wo er einen letzten Befhel seines Vaters, dem ehrenwerten Don Corleone, vor der Heimkehr ausführen muß. Er lernt den jungen Banditen Salvatore Guiliano kennen, dem er bei der Flucht nach Amerika helfen soll, und dessen Geschichte. In diesen sieben Jahren steigt Guiliano zum berüchtigsten Banditen Siziliens auf, den Bauern und Presse als "Robin Hood" Siziliens feiern.
Wer nur eine weiteres Kapitel über den Corleone-Clan erwartet wird also enttäuschte sein; dennoch lernt man mehr über Michael Corleone kennen, seine Chrakterzüge werden gefestigt und die Günde für seine Veränderung (und vielleicht auch für das schockierend Ende des zweiten Films) seit seines Exils in Sizilien werden verdeutlicht.
Die Hauptfigur ist vor allem wegen ihrer Glaubwürdigkeit überzeugend, denn obwohl Guiliano arg idealisiert (und vielleicht sogar romantisiert) wird, ist ihr Scheitern unausgeschlossen. Die Spannung in der Handlung steigt derweil ins unermessliche - überall wittert man Verrat, und das Ende wird überraschen, denn Hilfe kommt für Michael Corleone von einer unerwartetetn Seite.
Alles in allem ein spannender und mit viel Liebe zum Deteil erzählter Roman.