Vorneweg: Den Sinn des Lebens werden Sie in diesem Buch nicht finden. Baggini beschäftigt sich in den einzelnen Kapiteln vor allem damit, was n i c h t Sinn des Lebens ist: etwa Glück, Hedonismus, Religion, Altruismus usw.
Zweifellos ist dies ein sehr kluges Buch, das eine Reihe von Fragen für denjenigen aufwirft, der sich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens jemals beschäftigt hat.
Es ist aber auch ein etwas spitzfindiges Werk, das sich immer wieder in philosophischen Detailerörterungen verliert, so dass man manchmal Mühe hat, den Überblick zu behalten.
Das Verdienst Bagginis liegt in erster Linie darin, dass er die "große" Philosophie vom Sockel holt und sie mit populären Ansätzen aus Gesellschaft, Film und Musik verknüpft. Hier werden Zitate von Descartes, Camus, Monty Python und den Peanuts als gleichwertige philosophische Ansätze verwandt. Das macht das Buch erfrischend, ändert aber nichts daran, dass man am Ende genau so klug ist wie zuvor.
Der Leser wird sich schließlich entscheiden können zwischen den Ansätzen von Camus, der aus der angeblichen Erkenntnis der Sinnlosigkeit des Lebens den Schluss zog, dass man sich auch gleich umbringen könne und der Erkenntnis des Peanuts-Erfinders Charles Schultz, dass das Leben zwar sinnlos, er aber trotzdem glücklich sei.
Oder er hält es mit Monty Pythons Sinn des Lebens: "Seien Sie nett zu Ihren Nachbarn, vermeiden Sie fettes Essen, lesen Sie ein paar gute Bücher, machen Sie ein paar Spaziergänge und versuchen Sie, in Frieden und Harmonie mit Menschen jeden Glaubens und jeder Nation zu leben."
Wer das Buch zu Ende gelesen hat, wird erkennen, dass das beileibe nicht der schlechteste Vorschlag zum Sinn des Lebens ist.