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Der Sinn des Kampfes. Gedichte Französisch-Deutsch
 
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Der Sinn des Kampfes. Gedichte Französisch-Deutsch [Taschenbuch]

Michel Houellebecq
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 213 Seiten
  • Verlag: DuMont; Auflage: 1. (1. Januar 2001)
  • ISBN-10: 3770153588
  • ISBN-13: 978-3770153589
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.238.148 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Für den Skandal-Autor Michel Houellebecq ist die Welt ein Warenhaus der falschen Hoffnung. Auf der Suche nach dem verlorenen Glück lässt der französische Schriftsteller seine EDV-Programmierer und Molekularbiologen deshalb gern durch die trostlose Tristesse heruntergekommener Hochhauslandschaften, Discos und Bordelle der Pariser Vorstädte streunen. Romane wie Elementarteilchen und Ausweitung der Kampfzone brachten diesen Gedanken schon im Titel auf den Punkt: Hier gibt es nur Einsamkeit im Angebot. Nach dem verspäteten Sensationserfolg dieser Bücher, in dessen Rahmen die Literaturkritik wegen angeblicher "Rechtslastigkeit" und "Frauenfeindlichkeit" des Autors scharfe Geschütze auffuhr, kam 1999 auf Deutsch der Essayband Die Welt als Supermarkt. Interventionen heraus; denn zur Manöverkritik der Gegenwart, so Houellebecq, müsse man auch mithilfe der Theorie "an allen Fronten angreifen".

In Der Sinn des Kampfes hat Michel Houellebecq die Kampfzone ein weiteres Mal ausgeweitet und sich der Lyrik zugewandt. 80 Gedichte über die Einsamkeit des Großstadtmenschen, die in der ansonsten trefflichen Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel beizeiten viel prosaischer klingen als im französischen Original. Aber eigentlich sind viele der knappen Texte Houellebecqs um die Verlorenheit im Großstadtdschungel ohnehin Prosagedichte: präzise Beschreibungen vom alltäglichen, bereits verlorenen Toten- und "Daseinstanz" des lyrischen Ichs an den Fronten von Konsum und Käuflichkeit.

Das letzte Gedicht ist dementsprechend auch dem Sinn des Kampfes gewidmet. Hier findet sich -- wie oftmals bei Houellebecq -- ein wehmütiger, sogar nostalgischer Ton an bessere Zeiten ohne urbanes Monadentum ("Vor dem Krieg, Freund, wuchs hier Weizen"). "Es gab Nächte, in denen wir alles aus den Augen verloren haben", heißt es dort, "sogar den Sinn des Kampfes". Betrachtet man Houellebecqs Gedichtband, so kann man sagen, dass er ihn immer im Blick behalten hat. --Thomas Köster

Kurzbeschreibung

"Der 'd primisme', mit dem der Autor das andere, abgewandte Gesicht der fun society zeichnet und es damit zum preisgekrönten Kultautor des Fin de si cle brachte, er ist auch ein gezielt eingesetztes poetisches Programm. Nur ändert das nichts an der Qualität dieser Gedichte, an der Tatsache, dass eine abgründige Tristesse, ein fiebriger Pessimismus in ihnen einen authentischen poetischen Widerhall findet und eine dichte Atmosphäre schafft, die sich unmittelbar bestürzend auf den Leser überträgt."
Gerda Zeltner, Neue Zürcher Zeitung

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eben Houllebecq... 26. März 2002
Das Besondere an diesem Band ist, das er überhaupt verlegt wurde. Wir wissen ja, wie das mit der Lyrik ist. Jeder schreibt ein paar Zeilen, aber keiner will die lesen. Mit H. ist das anscheinend anders. Warum? Weil H., im Gegensatz zu den üblichen zeitgenössischen Schriftstellern, welche meistens zu den Ewig-Gestrigen gehören, den Zeitgeist trifft!
Naja, ohne pathetisch zu werden, er hat eben was von Sartre, er erkennt die Unmöglichkeit, sich an irgendwas Festem orientieren, er lässt nicht zu, sich auf Bestehendes zu verlassen, und (das rechne ich ihm besonders hoch an!) er kann lediglich den Zustand beschreiben, aber keine Alternative zu ihm.
Wer auch Teil haben will an solcher Ehrlichkeit, dem enpfehle ich die komplette Gedichttrilogie, darüber hinaus besonders "Plattform", den bis jetzt besten Roman von H.
Ich kenne natürlich andere zeitgenösische (deutsche) Literatur,
aber nirgends hat es mir in den letzten drei Monaten so Spaß gemacht zu lesen, wie bei H.

Jan Störtländer

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Michel Houellebecq , der Autor des hochgelobten Roman " Elementarteilchen" ist Preisträger des angesehenen Grand Prix National des Lettres. Der Schriftsteller hat neben Romanen und Essays auch Gedichtbände veröffentlicht.

Houellebecqs Verse sind von bemerkenswerter Intellektualität durchdrungen. Sie setzen sich lyrisch mit der Realität auseinander, in der für Traumwelten wenig Platz bleibt. Er beschreibt die Kampfzonen der Wirklichkeit, ist dabei hochgradig desillusioniert und hat seine Gedichte allesamt in schwarze Farbe getaucht, dennoch es gibt keinen größeren , - wenn auch verspäteten - Romaniker als Houllebecq.

Lassen wir den Dichter zu Wort kommen:

Wir können die Leute nicht mehr so besonders leiden, die

daherkommen und unsere Träume kritisieren,

Wir lassen uns allmählich von einer Waffenstillstandsstimmung

lähmen

Wir glauben nicht mehr so besonders an die Witze

über den Sinn des Kosmos

Wir wissen, dass es einen Raum aus Freiheit gibt

zwischen Knochen und Fleisch

Den die Wiederholungen die Klagen

Gedämpft erreichen;

Einen Raum aus Umarmungen,

Einen verklärten Raum.

Empfehlenswert
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zynisch und entlarvend. 7. Januar 2003
Ich mag Michel Houllebecq eigentlich. Zum einen mochte ich seine Romane, „Ausweitung der Kampfzone" liebe ich sogar, zum anderem glaube ich, er ist mir ähnlich, und nach der Lektüre einiger Interviews finde ich ihn auch sympathisch...

Informatiker, New Economy, Melancholie, eine geradezu bösartige Wahrnehmungsgabe, Liebe zur Literatur - das sind Dinge, von denen ich glaube, das wir sie gemeinsam haben. Und damit sind wir heute sicherlich nicht allein.

„Der Sinn des Kampfes" aber treibt vor allem die zynische Beobachtung der Umwelt, die Übersteigerung einer melancholisch motivierten, aber dennoch oft eiskalten Wahrnehmung des Alltäglichen auf einen Gipfel, den selbst ich meiden möchte. Die Gedichte in diesem Band, der übrigens extrem schlecht aus dem Französischem übersetzt ist, sind so zu einem nicht unerheblichem Teil so gemein, böse und hoffnungslos, das man am Sinn des Lesens wie des Schreibens solcher Werke zweifeln mag.

Als ich begann, die Gedichte zu lesen, habe ich sehr oft gedacht, ich hätte einen Dichter gefunden, der meine Wahrnehmung der Dinge versteht und ausdrückt. Doch im Laufe der Lektüre wurde mir klar, das die geschilderte Hoffnungslosigkeit (wenn man von Teil 3 absieht) zwar aus rein logischer Sicht gerechtfertigt sein könnte, und für viele von uns nachvollziehbar ist, aber den Leser nicht mal ansatzweise weiterbringt - es sei denn, man würde die finale Erkenntnis der Tatsache, depressiv zu sein, als Fortschritt ansehen.

Fazit: Oft sehr schön, oft sehr „einnehmend", ist dieser Gedichtband doch zu destruktiv. Eigentlich spricht er die dunklen und depressiven Aspekte im Leser an, die still vor sich hin schlummern, und besser nur dann geweckt werden sollten, wenn man bereit ist, sich ihnen konstruktiv zu nähern.

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