| |||||||||||||||
![]() Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Der Simulant: Roman gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 0,25 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.
Jetzt für Amazon Student anmelden und um 20% erhöhten Eintauschwert sichern. |
Produktinformation
|
Und Victor benötigt dieses Geld dringend: Er muss seine Mutter unterhalten, die in einer psychiatrischen Klinik dahinsiecht. Von ihr hat er eine ganze Menge dysfunktionaler Charaktereigenschaften geerbt, darunter eine hemmungslose Gier nach Sex, die er nach Therapiesitzungen der Anonymen Sexabhängigen mit seinen Leidensgenossinnen auslebt. Dass es dabei nicht unbedingt romantisch und nicht wenig erotisch zugeht, dürfte Palahniuk-Leser kaum wundern.
Das zentrale Thema von Der Simulant heißt Sucht, die Sucht nach Sex, Ordnung, Liebe -- irgendetwas, das dem Leben einen Sinn verleiht. Palahniuk selbst scheint diesen Sinn in einer fast zwanghaft detaillierten Schilderung seiner Schauplätze zu finden. Egal, wo seine Protagonisten sich befinden, der Leser wird jede Kleinigkeit über ihr Umfeld erfahren. Diese Kritik ist allerdings eher unwesentlich angesichts der Frage vieler Kritiker nach der Zurechnungsfähigkeit des Autors. Palahinuk weiß, dass unser fragmentiertes Weltverständnis ein gewisses Maß an Wahnsinn nötig macht, um zu überleben und um über diese Welt zu schreiben. Er schreibt Prosa, die unserer Wirklichkeit gerecht werden will, keine Fluchtliteratur. Und er hat trotzdem Spaß dabei. --Hannes Riffel
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
Die Figuren in dieser Geschichte sind sexsüchtig, suchen den Sinn des Lebens in Drogen, trinken Bier aus Schneckenfallen in fremden Gärten, haben Sex in Flugzeugtoiletten oder stellen sich absichtlich in einen Stau, um so wenigstens den Anschein für sich selbst erzeugen können, normal zu sein. Ob man es glauben mag oder nicht, es gab selten ein Buch, das mich mehr gerührt hat als dieses, man denke nur einmal an die Geschichte mit dem Mann und dem Affen und der Art und Weise wie Victor Mancini sie interpretiert... Diese und andere Pointen lassen eine hintergründige Poesie durchscheinen, die man einer derart ausgefallenen und sprachlich direkten Story kaum zutrauen würde. Es braucht offenbar einen direkten Schlag ins Gesicht, wie hier in Form von Worten, um erkennen zu können was Menschlichkeit bedeutet. Das sollte einen nachdenklich machen... Eines noch: zwischen all dem menschlichen Chaos, das das Buch schildert, standen mir nicht nur einmal vor Lachen fast Tränen in den Augen, denn der Humor, vor allem auch die Situationskomik ist mehr als köstlich.
Für all jene, denen "American Psycho" nicht schräg genug oder aber zu brutal war und "Fight Club" zu wenig Seele hatte, ist "Der Simulant" auf jeden Fall einen Blick wert, denn Seele hat die Geschichte mit Sicherheit, sieht man es ihr auf den ersten Blick vielleicht auch nicht an...
Abends aber schlägt Victors eigentliche Stunde - und die seiner Opfer: Er läßt sich, täglich mehrfach in immer anderen Restaurants, das Leben retten. Einen Erstickungsanfall vortäuschend, wartet er darauf, von einem guten Geist erlöst zu werden, um fortan dessen Geretteter zu sein, und mit andauernden Geldgeschenken bedacht zu werden. Victor schreibt täglich Briefe an die wachsende Zahl seiner Retter, dafür bekommt er Grußkarten und kleinere Geldbeträge. Und er braucht die Kohle, denn die demente Mutter kostet 3.000 Dollar im Monat. Sie erkennt ihn zwar nicht mehr, wenn er sie im Pflegeheim besucht, hält ihn meistens für ihren Anwalt, aber dafür begegnet Victor der vermeintlichen Ärztin Paige Marshall, der Frau, in die er sich verliebt. Und irgendwann, ja irgendwann glaubt er sogar, der Messias zu sein ... während Denny Steine sammelt, für jeden Tag, an dem er nicht onaniert hat, einen - und aus ihnen eine Kathedrale baut.
Die turbulente und enorm amüsante Handlung - Episoden wie etwa das Austrinken der Schneckenfallen in den Vorgärten der Nachbarschaft - steht eigentlich im Hintergrund, der lakonische Sprachwitz und die augenzwinkernde, fast weise Betrachtung der Verstrickungen des Daseins, der Unmöglichkeit, eine Erfüllung zu finden, sich wenigstens zu positionieren, stellen den eigentlichen Kern dieses wundervollen und hochkomischen Buches dar. Jeder zweite Satz ist zitierfähig. „Genial" ist nicht das richtige Wort, aber das erste, das mir einfällt ...
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|