Bevor ich dieses Buch gelesen habe, habe ich zugegebenermassen noch nie etwas von den Shakern gehört. Wie die Amish People (nur weniger bekannt) sind auch die Shaker eine religiöse Gemeinschaft, die eine schlichte und qualitaiv hochwertige Lebensart gepflegt haben. Die Autorin zeigt, dass sich die Lebensprinzipien (Zweckmäßigkeit, Schönheit, Natürlichkeit, Geduld) der Shaker auch heute auf den eigenen Garten anwenden lassen. Der Band liefert eine Menge Anregungen zum Gärtnern wie auch zur Gartengestaltung, wie z.B. Zäune und Wege mit natürlichem Material (Holz, Terakotta oder Stein) anzulegen. Besonders schön ist, dass das Buch mit Zitaten, darunter auch Rezepten (z.B. für Rosenöl oder Ketchup), meist aus dem Shaker-Gartenhandbuch von 1843, gespickt ist und man einen lebhaften Eindruck von der damaligen Lebensart und insbesondere der Gartenkultur bekommt.
Obwohl die Idee der Naturverbundenheit dahinter steckt, ist das Buch ist keines dieser rein ökologischen Gartentitel, die darüber informieren, wie man am Besten nach Mondphasen pflanzt, sondern ein wunderschöner, geschmackvoller Bildband. Er eignet sich wegen der wirklich wunderbaren Bilder und des flott geschrieben Textes sehr zum Schmökern und Blättern. Man kann sich lebhaft in das einfache, natürliche Leben und die Gartenkultur der Shaker eindenken und bekommt so richtig Lust, seinen Garten auch mit ein paar schlichten Gerätschaften zu versehen oder ein paar Pflanz- und Pflegetipps zu übernehmen. Wer Interesse an organischem Gartenbau hat und dabei kulturell interessiert ist, hat sicher Gefallen an diesem Buch! Fazit: Sehr zu empfehlen!