Auch unter dem Namen "Heaven knows" bekannte Film" Der Seemann und die Nonne" ist ein hervorragender, von Mut, Ehrlichkeit und Selbstdisziplin dominierter Film mit Robert "Mitch" Mitchum und Deborah Kerr in den Hauptrollen, des Seemannes und der Nonne.
Der Matrose Allison strandet auf einer wie er glaubt, einsamen Pazifikinsel und trifft dort auf Schwester Angela, die allein auf der Insel zurückgelassen wurde.
Schwester Angela ist tiefreligiös und wollte schon bald ihr Gelübte ablegen, Gott für immer als Nonne zu dienen, ehe sie auf dieser Insel landete. Seemann Allison ist eher der rauhbeinige, etwas ungebildete aber herzliche Typ.
Beide kämpfen ums nackte Überleben als die Insel von Japanern besetzt wird. Es herrscht Krieg und Allison als Amerikaner und Schwester Angela als Europäerin müssen um ihr Leben fürchten.
Im harten Inselalltag lernen sich die beiden kennen und lieben, wobei Schwester Angela ihre Zuneigung zu Allison nicht gesteht, da sie fest mit Gott "liiert" ist.
Allison hingegen verliebt sich in die zurückhaltende, zarte und doch sehr mutige Nonne und gesteht ihr in einem romantischen Augenblick seine Liebe.
Schwester Angela empfindet ebenfalls mehr für den Soldaten, aber es ist hoffnungslos. Ihre ganze Liebe gehört dem Herrn. Allison akzeptiert kann seine Gefühle ihr gegenüber jedoch nicht verbergen.
So geht es weiter, bis beide nach einem erneuten Japanerüberfall schließlich von den Amerikanern gerettet werden.
Die für mich schönste und ergreifenste Szene dieses Films ist als Schwester Angela nach einem kleinen Streit schwer krank wird und Allison sie hingebungsvoll pflegt als sie sich in der kleinen Höhle vor den Japanern verstecken müssen. Man sieht ihm diese überschäumende Liebe richtig an, die Sorge um sie. Und obwohl er die Möglichkeit hätte, sich ihrer oder zumindest ihres Körpers zu bemächtigen, so tut er es nicht, eher würde er sterben.
Ein wunderbarer alter Film, romantisch aber nicht kitschig, mutig aber nicht patriotisch, hingebungsvoll aber nicht haltlos.
Muss man gesehen haben!