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Der Schwimmer, 4 Audio-CDs Audio-CD – 1. Januar 2003

62 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Dhv der Hörverlag (1. Januar 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3899401212
  • ISBN-13: 978-3899401219
  • Größe und/oder Gewicht: 14,6 x 12,7 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (62 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 112.005 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Zsuzsa Bánk, geboren 1965, arbeitete als Buchhändlerin und studierte anschließend in Mainz und Washington Publizistik, Politikwissenschaft und Literatur. Heute lebt sie als Autorin mit ihrem Mann und zwei Kindern in Frankfurt am Main. Für ihren ersten Roman »Der Schwimmer« wurde sie mit dem aspekte-Literaturpreis, dem Deutschen Bücherpreis, dem Jürgen-Ponto-Preis, dem Mara-Cassens-Preis sowie dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet. Für die Erzählung »Unter Hunden« erhielt sie den Bettina-von-Arnim-Preis.

Produktbeschreibungen

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Man kennt das von alten Schallplatten: Das Rauschen und Knistern löst nostalgische Gefühle aus, sogar die ersten beiden Hänger findet man irgendwie spaßig, doch beim dritten Mal nervt es. Altmodisch ist das Romandebüt von Zsuzsa Bánk dabei gewiss nicht, eher schon zu postmodern.

Im ersten Kapitel ist die Welt noch einigermaßen in Ordnung, die Familie der Icherzählerin Kata intakt. Zugleich wird klar, dass alles, was nun kommt, Katas Erinnerung entspringt. Wie ihr Vater Kálmán bei seiner Fotosammlung ist sie darauf angewiesen, "die Bilder ... immer wieder neu zu mischen". Die Mutter erscheint als "Nebelspalterin", obwohl sie auf dem Weg zur Arbeit schließlich doch jeden Morgen von den dichten Dunstschleiern der ungarischen Provinz verschluckt wird. Und eines Tages ist sie endgültig weg -- nach Westdeutschland geflohen, kurz nach dem Aufstand von 1956. Was sie fortgetrieben hat -- ihr unnahbarer Ehemann, die Enge des Dorflebens -- bleibt offen, ist für die Hinterbliebenen, zumal die Kinder, sowieso zweitrangig.

Sie müssen sich fortan auf einer rastlosen Odyssee durch das halbe Land mit diversen Ersatzfamilien arrangieren, was vor allem den jüngeren Bruder Isti zusehends überfordert, bevor sie am Plattensee vorläufig zur Ruhe kommen. Das Gewässer, ein Paradies für die besessenen Schwimmer Kálmán und Isti, wird mit seiner scheinbar unbewegten Oberfläche zur Metapher für eine Zeit- und Ereignislosigkeit, die Kata immer weniger als kindliches Moratorium, sondern als Erstarrung, als quälendes "Warten im Dazwischen" empfindet. Die Atmosphäre an diesem Zaubersee beschwört Bánk in schönen, schlichten Bildern (das flirrende Licht wie "ein Netz vor dem Himmel"). Gleichzeitig versieht sie den goldenen Westen der Mutter -- etwas gar geflissentlich -- mit den nötigen Grautönen.

Was diesen elegischen Abgesang auf die Kindheit etwa ab der Hälfte ziemlich anstrengend macht, sind die ausbleibenden Tempowechsel, die fehlenden Variationen in der Tonlage. Wendungen mit "ich weiß nicht", "ein bisschen", "vielleicht" tauchen derart gehäuft auf, dass man Vorsatz unterstellen darf, was den ermüdenden Lesern freilich nicht hilft. Der unablässig betonten Subjektivität der Erinnerung entspricht ein Bemühen, alles zu erklären, am besten doppelt: "Isti nickte ... als sei es zu mühsam, als habe er keine Kraft dafür." Auch der Erzählung droht der Stillstand, bevor sie gegen Ende wieder an Fahrt gewinnt.

Berückend stille Tage am See münden -- vielleicht gewollt, man weiß es nicht -- in bedrückender Monotonie. Die Überblendung von persönlichen Katastrophen mit dem nationalen Trauma der niedergeschlagenen Revolte bleibt schemenhaft. Uneingeschränkt empfehlen kann man das Buch daher nur hochgradig See-Süchtigen und Langstrecken-Lesern mit Durchhaltevermögen. --Patrick Fischer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Werbetext

"Wie sie sich drehte, die Welt, vor unserem Fenster" -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

56 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Paula Kueng am 12. September 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Zwei Kinder wachsen ohne Mutter auf, denn Katalin ist nach dem Aufstand 1956 in den Westen dissidiert. Der Vater verbringt stets ein paar Monate bei Verwandten, die sich seiner Familie annehmen, bis sie wegen ihrer beschränkten Mittel Kálmán, Kata und Isti wieder weiterschicken müssen. Isti ist ein sensibler kleiner Junge, der das Schwimmen über alles liebt. Er kennt keine Gefahr. Er wird umsorgt von Kata, seiner kaum zwei Jahre älteren Schwester. Sie werden in keine Schule geschickt. Ihre Lehrmeister sind die verschiedenen Verwandten und die Natur. In eindrücklichen Bildern treten uns die verschiedenen Landesteile Ungarns und ihre typischen Bewohner entgegen, am schönsten wird der Balaton geschildert! Er lässt vergessen, dass es sich um die drückende Zeit des Kommunismus zwischen 1956 und 1968 handelt. Trotz tragischer Ereignisse zeichnet sich am Schluss so etwas wie Hoffnung ab: Ein Ausweg scheint im Ausland zu liegen. Die Autorin versetzt uns in die besondere Welt dieser Kinder, ohne dass es ihre eigene Kindheit gewesen wären, denn sie ist erst 1965 in Deutschland geboren. Umso beachtlicher ist ihre Leistung, wie sie eine authentische Atmosphäre hervorzuzaubern vermag und wie sie mit genauer Kenntnis von Land und Leuten uns die Menschen jener Zeit nahebringt.
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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Bücherwurm am 29. Dezember 2002
Format: Gebundene Ausgabe
Ungarn 1956: Ohne ein Wort verlässt Katalin ihre Familie und flüchtet über die Grenze in den Westen. Ihr Mann Kálmán verkauft Haus und Hof und zieht fortan mit den Kindern Kata und Isti durch das Land. Während Kálmán in Schwermut verfällt, errichten sich Kata und ihr kleiner Bruder ihre eigene Welt: Isti hört was die Dinge zu erzählen haben - das Haus, die Steine, der Schnee -, während Kata den Menschen zuhört, denen sie auf ihrer jahrelangen Reise begegnet. Der genaue Blick der Kinder trifft auf eine Welt, die sie nicht verstehen. Nur wenn sie am Wasser sind, an Flüssen und Seen, wenn sie dem Vater zusehen, wie er seine Bahnen zieht, und wenn sei selber schwimmen - nur dann finden sie die verzauberten Momente der Leichtigkeit und des Glücks. Beide ahnen, dass ihr Leben erst beginnt.
Kata erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht und dies sehr konsequent. Vieles versteht sie nicht und so bleibt es bei Andeutungen und Vermutungen, die sich zum Teil erst später durch neue Puzzleteilchen auflösen. Es ist die bittersüße Geschichte einer Jugend, die kleine Familie zieht von einem Verwandten zum nächsten, der Vater geht seine eigenen Wege und überlässt die Kinder den Verwandten. Und trotzdem klagt Kata nicht an und nimmt die Wege des Schicksals klaglos hin. Ihre größte Sorge gilt ihrem kleinen Bruder, an die Rückkehr der Mutter glauben die Kinder nicht mehr.
Mich hat diese Geschichte gefangen genommen. Durch die ruhige, unspektakuläre Erzählweise braucht man beim Lesen Zeit und Muße, es ist kein Buch für den Sonntagnachmittag auf dem Sofa. Für mich ist es eines der Lesehighlights des Jahres!
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Krümel13 am 16. November 2011
Format: Taschenbuch
Der Schwimmer von Zsuzsa Bank ist ein wunderschöner Roman über die Kindheit zweier Geschwister. Melancholisch geschrieben in einer wohlklingenden Sprache. Die Geschwister werden von ihrer Mutter verlassen und der Vater kümmert sich mehr oder weniger um seine Kinder. Aber sie haben sich und ihre Phantasie und das Schwimmen. Ich lade jeden zu diesem wunderbaren Roman ein und empfehle sehr das neue Buch "Die hellen Tage".
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "tmarkwat" am 7. Oktober 2002
Format: Gebundene Ausgabe
Ungarn in den 50er und 60er Jahren: Zwei Kinder, mit ihrem Vater auf einer Reise, getrieben von Rastlosigkeit und der Sehnsucht nach einem Zuhause. Klingt nicht spannend? Ist es aber. Sogar sehr. Mit einem ausgeprägten Gefühl für eine Sprache, die anmutig und ahnend, dicht, sensibel und einfühlsam ist, erzählt Zsuzsa Bánk kunstvoll die Geschichte von Isti und Kata, Virág und Ági, Kálmán und all den anderen. Die Autorin lässt den Leser leben, klatscht ihn nicht zu mit plumper Offensichtlichkeit. Sie erlaubt den Romanfiguren eine gewisse Eigendynamik, schreibt die Merkwürdigkeiten des Lebens nicht tot. Atemlose Spannung, tiefe Traurigkeit und eine glucksende Heiterkeit, die tief in einem selbst aufsteigt: Emotionen, hervorgerufen an einem Herbstnachmittag durch den Schwimmer. Ein wunderbares Buch von einer Autorin, die Appetit macht auf neue, deutsche Literatur.
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Steini am 26. Juni 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Die Geschwister Kata und Isti leben in Ungarn. Von einem Tag auf den anderen verläßt ihre Mutter das Land und flüchtet in einer Nacht und Nebel Aktion über die Grenze. Der Vater ist mit der Situation völlig überfordert. Er zieht mit seinen beiden Kindern durchs Land, um bei Bekannten und Freunden mal hier eine Woche mal da ein Jahr zu bleiben. Seine Erfüllung findet er im nächtelangen Schwimmen. Isti und Kata sind eigentlich auch von ihm alleingelassen. Die Geschichte kommt jedoch ohne Vorwürfe aus, die Gefühle, Geräusche und Stimmungen werden so zart geschildert, dass man sie wehmütig auch empfinden kann, während man mit dem Buch in einer Ecke sitzt. Nie laut aber immer nah am Leben! Absolut lesenswert.
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