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Der Schwarze Schwan - Konsequenzen aus der Krise
 
 
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Der Schwarze Schwan - Konsequenzen aus der Krise [Gebundene Ausgabe]

Nassim Nicholas Taleb , Ingrid Proß-Gill
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 131 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & CO. KG; Auflage: 1. (2. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446424105
  • ISBN-13: 978-3446424104
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 49.728 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"... ist Talebs neues Werk harter, aber guter Tobak - inhaltlich wie sprachlich. Es fordert vom Leser höchste Aufmerksamkeit, doch die zahlt sich aus. Wer sich durch die unkonventionellen, rhetorisch brillanten und fremdwörtergespickten Ausführungen schlängelt, bekommt einen neuen Blick für Zusammenhänge [...]" Rheinischer Merkur, 28. Oktober 2010 "Neue Freunde im Finanz-Establishment wird sich Taleb mit seiner frechen Feder nicht machen. Die Zahl seiner Leser aber wird das nicht mindern. Und das völlig zu Recht." WirtschaftsWoche, 4. Oktober 2010

Kurzbeschreibung

Der Schwarze Schwan gehört zu den erfolgreichsten Sachbüchern der letzten Jahre weltweit: Monatelang stand das Buch auf den Bestsellerlisten, die New York Times jubelte: "Ein faszinierendes Buch! … Herrlich respektlos, bewundernswert ehrgeizig." In seinem neuen Buch zeigt Nassim Taleb in seiner gewohnt nachdenklichen und kenntnisreichen Prosa, dass es vier verschiedene Arten von Ereignissen gibt, die unser Leben prägen. Drei davon sind unproblematisch: Sie sind entweder unerheblich oder in ihren Folgen beherrschbar. Teuflisch ist nur eine einzige Art von Ereignissen - Schwarze Schwäne: Mit zerstörerischer Gewalt reißen sie die Welt in ihren Strudel - das hat die schwerste Wirtschaftskrise seit 80 Jahren mit drastischer Deutlichkeit gezeigt. Doch die gute Nachricht lautet: Wer Schwarze Schwäne erkennen kann, kann sich auch vor ihnen schützen. Und so bietet Taleb in seinem neuen Buch erstaunlich praktische Ratschläge, wie Privatpersonen, ganze Unternehmen und Gesellschaften robuster werden können gegenüber der Macht der Schwarzen Schwäne. Der Text dieses Buches erschien in den USA als "Postscript Essay" in der Neuauflage von The Black Swan.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Interessante Ergänzung 17. November 2010
Von Schlaudax
Format:Gebundene Ausgabe
Talebs Buch "Der Schwarze Schwan" über ein gleichnamiges Problem der Statistik hat im Fachpublikum ein geteiltes Echo hervorgerufen. In einem Ergänzungsband mit dem Untertitel "Konsequenzen aus der Krise" hat er nun auf 118 Seiten Reaktionen von Lesern auf das Hauptwerk sowie eigene neue Gedanken zur Thematik zusammengefaßt.

Im ersten Teil gibt er zwei Fehler zu, die er im Hauptwerk gemacht hat:
1. Es gibt doch bestimmte Situationen, in denen sich historische Theorien der narrativen Verzerrung entziehen und empirisch geprüft werden können.
2. Arabische Quellen (Philosophie) hat er nicht auf arabisch, sondern in Form englischer Sekundärliteratur ausgewertet, wodurch er subjektive Meinungen der Autoren der Sekundärliteratur übernomen hat.

Dann geht er darauf ein, wie die Natur als Vorbild zur Stabilisierung ökonomischer Systeme dienen könnte:
Redundanz: Organe sind doppelt vorhanden
Größenbeschränkung: kein einzelner Organismus ist so groß, daß er allein ein Ökosystem gefährden könnte - ganz im Gegensatz zu "systemrelevanten", großen Banken.
Die Artendichte von Ökosystemen wird verglichen mit der kulturellen Vielfalt von Ländern bzw. Sprachräumen.

Die folgenden Kapitel sind leider ziemlich unsystematisch aufgebaut, hier die wichtigsten Kernaussagen:

- Ein neuer Aspekt der Robustheit in komplexen Systemen ist, daß sowohl lebende Organismen als auch die Wirtschaft Variabilität und Zufälligkeit benötigem, um gut gedeihen zu können.
- Wenn man künstlich kleine Variationen minimiert, macht man das Gesamtsystem anfälliger für große Katastrophen.
- Es gibt keine für alle Beobachter objektiven Schwarzen Schwäne.
- Aus geschichtlichen Ereignissen lassen sich gewöhnliche Ereignisse vorhersagen, extreme Ereignisse lassen sich fast nie aus der Vergangenheit vorhersagen, d. h. die üblichen "Stresstests" taugen nichts.
- Menschen können unterschiedlichen künftigen Zuständen der Welt unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten zuschreiben, obwohl sie alle sich bei der Abschätzung rational verhalten (subjektive Wahrscheinlichkeiten).
- Es gibt in der Praxis keinen Unterschied zwischen den "wahren" Zufall und dem, der aus fehlendem Wissen resultiert.
- In Wirklichkeit ist alles mehr oder weniger unberechenbar, kleine Wahrscheinlichkeiten können noch wesentlich schlechter geschätzt werden als große. Es gibt keine zuverlässige Weise, kleine Wahrscheinlichkeiten zu schätzen.
- Je entfernter ein Ereignis ist, desto weniger empirische Daten kann man sich beschaffen und desto stärker muß man sich auf Theorien verlassen.
- In der realen Welt ist nicht die rohe Wahrscheinlichkeit relevant, sondern die Konsequenzen eines Ereignisses. Taleb hätte hier schnell Klarheit schaffen können, indem er einfach erklärt hätte, daß Risiko = Eintrittswahrscheinlichkeit mal Schadenshöhe ist.
- In Umgebungen, die dazu neigen negative Schwarze Schwäne zu produzieren, ist das Problem der niedrigen Wahrscheinlichkeiten schlimmer.
- Menschen fühlen sich von Variablen angezogen, die stabil wirken, aber instabil sind.
- Der Mensch hat für den atypischen Charakter großer Abweichungen keine gute Intuition - diese lassen sich auch mathematisch schlecht schätzen.

Am Ende des Buches sind noch eine Kapitel über die Einordnung des Schwarzen Schwans in die Landkarte der Statistik und neun Punkte wie man sich vor negativen Schwarzen Schwänen schützen kann, enthalten. "Zehn Prinzipien für Robustheit von Gesellschaften gegenüber Schwarzen Schwänen" runden das Buch ab. Leider ist nicht das gesamte Buch so systematisch aufgebaut, wie dieser letzte Teil, was die Lektüre stellenweise ziemlich zäh macht. Den gröten Nutzen kann man natürlich aus dem Buch ziehen, wenn man auch das Hauptwerk gelesen hat.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Das vorliegende Buch wurde in den USA Nassim Talebs Bestseller 'The Black Swan' als 'postscript essay' angefügt. Der Carl Hanser Verlag hat es vorgezogen, die kurze Abhandlung diesseits des Atlantiks als eigenständiges Buch herauszubringen, was eine gute Idee ist. Dieses 'Buch verdankt seine Existenz Danny Kahneman, dem meine Ideen und ich mehr schulden als sonst irgendjemandem auf diesem Planeten', hebt der Autor bereits im ersten Kapitel hervor. Auch Nouriel Roubini schneidet hier gut ab, den Taleb als 'vielleicht den einzigen unabhängigen Denker in diesem Geschäft' bezeichnet. Ansonsten scheint Taleb von der Wirtschaftswissenschaft aufgrund der 'sehr schädlichen Modelle' nicht viel zu halten, weil sie sich 'für keine Form des Risikomanagements nutzen lassen'. Für die Ökonometrie hat er überhaupt nichts übrig: Ein 'Gebiet, welches überhaupt nicht existieren würde, wenn man es mit wissenschaftlicher Genauigkeit betrachten würde'.

Fairerweise gilt es hier anzumerken, was in diesem Buch nicht erwähnt wird, dass John Maynard Keynes, einer der grössten Ökonomen der Weltgeschichte, zwischen Risiko und Unsicherheit unterschieden hat. Seine zentrale Aussage lautet, dass Wahrscheinlichkeit kein statistisches, sondern ein logisches Phänomen ist. Quelle des Wissens ist aus der Prespektive der Wahrscheinlichkeit hauptsächlich die Vernunft, weniger die Beobachtung.

Das hier ist kein Wirtschaftsbuch, sondern eine philosophische Erzählung, wo es um die Unvollständigkeit des Wissens und die Auswirkungen von folgenschwerer Unsicherheit geht, wobei 'die Ökonomen nun mal die Rasse mit der grössten Bilindheit gegenüber Schwarzen Schwänen sind'. Zudem möchte Taleb über Ereignisse sprechen, bevor sie eintreten, nicht hinterher.

Die Krise von 2008 macht es in diesem Zusammenhang deutlich, dass Robustheit erforderlich ist, und es sich lohnt, darüber zu sprechen, erklärt der Autor weiter. Er will sich aber mit der Finanzkrise nicht ausführlich befassen, weil sie kein Schwarzer Schwan ist, sondern nur das Ergebnis der Fragilität von Systemen, die auf Nichtwissen aufgebaut waren. Taleb plädiert im Übrigen nicht für eine 'stärkere Regulierung der wirtschaftlichen Aktivitäten', weil sie 'Investmentbankern, Anwälten und Wall Street-Beratern, die früher Regulierer waren, zu Reichtum verhilft und auch den Interessen anderen Gruppen dient'. Stattdessen sei der offensichtlichste Weg, um den vierten Quadranten abzumildern: 'Beschneidung': die Reduzierung bestimmter Formen des Ausgesetztseins, indem man sich Versicherungen besorgt, wo sie erhältlich sind. Dazu zählt der Autor im Einzelnen neun Aspekte auf.

Im Grunde genommen denkt Taleb auch in diesem Buch weiter über den Zufall nach, und zwar philosophisch. Denn die Philosophie hat mit der Weisheit bei der Entscheidungsfindung zu tun. Und die Medizin, wo diese Weisheit praktiziert wird, ist die Schwester der Philosophie. Der Schwarze Schwan ist laut dem Autor der allererste Versuch in der Geschichte des Denkens, eine Karte dafür zu liefern, wo uns das, was wir nicht wissen, schadet. Es ist offensichtlich, fasst Taleb zusammen, dass wir nicht funktionieren können, wenn wir alles in Zweifel ziehen und dass wir nicht überleben können, wenn wir alles glauben. Kein Wunder, dass der Autor vor diesem Hintergrund nur 'den intelligenten, neugierigen, aufgeschlossenen Amateur' als seinen Freund bezeichnet.

Fazit: Es ist viel vernünftiger, Risiken einzugehen, die wir messen können, als die Risiken zu messen, die wir eingehen. Alle Unternehmen, die staatliche Hilfen brauchen, sollten verstaatlicht werden.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Fortsetzung 28. Juni 2011
Von Craxton
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch empfiehlt sich nur, wenn man den "Schwarzen Schwan" selbst gelesen hat
Die laufenden Verweise auf Kapitel im Original, die (wohl ironisch gemeinten) Seitenhiebe und thematische Wiederholungen erschweren das Verständnis auch für Statistik-Interessierte.
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