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Die Geschichte spielt im Jahr 1868 in Texas; Wayne verkörpert die Rolle des Bürgerkriegsveteranen Ethan Edwards, der seinen Bruder und dessen Frau besuchen will. Die Ranch wird von Komantschen angegriffen und Edwards Verwandte getötet. Die Suche nach seiner überlebenden Nichte (dargestellt von der jungen Natalie Wood (West Side Story, Das große Rennen rund um die Welt) wird für ihn zu einer Aufgabe, die er mit verzehrender Besessenheit verfolgt. Mit der Hilfe eines Freundes der Familie (Jeffrey Hunter, König der Könige, Der längste Tag), welcher selbst zur Hälfte Cherokee-Blut in sich trägt, beginnt Ethan seine fünf Jahre andauernde Irrfahrt, um Vergeltung zu üben.
Regisseur John Ford (Trommeln am Mohawk, Rio Grande) stand 1956 auf dem Höhepunkt seines talentierten Schaffens und formte die klassische Rache-Geschichte zu einem bitteren Lehrstück über Rassismus und blinden Hass. Damit schaffte er es, John Wayne zu einer der besten Darstellungen seiner Karriere anzuspornen.
Wie viele von Fords klassischen Western muss auch Der schwarze Falke in der Rückschau mit dem Vorwurf ringen, die "wilden" amerikanischen Ureinwohner stereotypisch dargestellt zu haben. Die optische Schönheit des Films -- die letzte Einstellung zählt zu den bekanntesten Bildern des Western-Genres -- wird leider durch einige unausgeglichene Darstellungen und gespreizte Dialoge relativiert. Dennoch bleibt Der schwarze Falke unwidersprochen einer der größten Western, die je gedreht wurden. --Jeff Shannon
Video Jakob Kurzinhalt
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Eine weitere Warner-Disc mit Extras. Das ist gut. Die etwas skurile Doku, die offenbar anlässlich einer TV-Ausstrahlung des Filmes produziert wurde und mit historischer Werbung (u.a. für Zigartten) versehen ist, macht schon erheblich Spass. Die Disc versucht, mit zwei Bildversionen dem VistaVision-Verfahren gerecht zu werden, das ist eine nette Geste. Die Optik des Klassikers ist ordentlich und der alte Monoton fehlerfrei. Der Film gilt als Meisterwerk des Genres und zeichnet eine ganz grosse Western-Figur.
Bild: Der in VistaVision aufgenommene Film wird in der 4:3-Fassung und der anamorphen 1,78:1-Version geboten. Wobei letztere am rechten und linken Bildrand merklich mehr Bildinformation bietet. Die 4:3-Version zeigt dagegen oben und unten mehr. Die schärfe ist nicht überrragend und lässt etwa das Geschirr auf dem Esstisch bei 00.03.20 in der Halbtotalen ziemlich verwaschen erscheinen. Die Farben sind teils etwas verblichen (00.24.10, Landschaft), wirken an anderer Stelle dann wieder kräftig und gesund (01.10.10). Artefakte treten sanft auf und äussern sich dann meist in einem leichten Mattscheibeneffekt.
Ton: Der Monoton ist in deutsch und englisch rauscharm und mit klaren Stimmen versehen. Es wird ein gesundes Volumen geboten, das sich auch in der Musik zeigt (00.24.35). Die Musik wird auch nie übersteuert präsentiert, was bei Filmen aus den 50ern und 60ern ja allzu oft ein Problem ist. Also: ein recht griffiges Monoklangbild. --movieman.de