"Du bist die Frau, die ich hätte sein sollen." Nele von Kavea blickt in die dunklen Augen ihrer Urenkelin, in der sie die ganze schicksalhafte Geschichte ihrer Familie wiederzuentdecken glaubt: Alles begann mit dem blutigen Aufstand der Herero und ihrer Mutter Arabella, die vor beinahe hundert Jahren nach Namibia gegangen war...
Eine generationenübergreifende Geschichte von vier Frauen, deren ungewöhnliches Schicksal im kolonialen Afrika seinen Anfang nimmt.
Obwohl "Der Schrei der Hyänen" über weite Strecken in Afrika spielt, ist er durch die verhandelten Themen - Gewalt, Schuld, Heimat - genauso ein Deutschland-, wie ein Afrika-Roman. Gleichzeitig ist er eine Familiengeschichte über die Unmöglichkeiten, sichere Grenzen der Abstammung zu ziehen. Er handelt von vier Frauen in vier Generationen und umfasst hundert Jahre, wird jedoch nicht kontinuierlich, sondern in Ereignissen erzählt, wobei die Lebensalter der Frauen wiederum die Gesamtheit eines Lebens darstellen (Arabella-Jugend, Kriemhild-Geburt, Cosima-Erwachsenenalter, Nele-Greisin). Die Geschichte wird ebenfalls nicht linear, sondern gleichzeitig erzählt.
Ein spannendes, informatives und lesenswertes Buch.