Zunächst mal wie so oft: Der Titel, im Original "Chickenfood" wurde völlig verfälscht wieder gegeben. "Der Schrei des Hahns" hat überhaupt keinerlei Bezug zu der Geschichte, die auf einem wahren Fall im England der 20-er Jahre (19..) basiert.
Minette Walters versucht sehr einfühlsam, die Ereignisse zu rekonstruieren und zu erklären. Es k ö n n t e sich so zugetragen haben, die Wahrheit aber wird auf immer verborgen bleiben.
Die ganze Story ist eigentlich kein Roman, sondern ein akribisch und detailliert abgefasster Bericht der letzten 4 Jahre im Leben von Elsie Cameron und Norman Thorne, zwar ansprechend und auch spannend geschrieben, kommt aber in keiner Weise an andere Minette-Walters-Bücher heran. Daher kann ich hier nur 4 Sterne geben.
Positiv daran ist, dass kein Satz zuviel in dem Buch steht, es liest sich sehr flüssig und wird dadurch nie langweilig.