Die in Europa wohnhafte Miriam sucht in Tibet nach in ihren Träumen auftauchenden Bildern, während ihre Seelenverwandte Dawa im alten Tibet ihr Leben als Frau eines Fürsten lebt und sich aus den engen Fesseln befreit.
Ulli Olvedi hat in den letzten 30 Jahren viele wichtige Bücher zum Thema Zen und Buddhismus geschrieben; auch in diesem Werk zeigt sie sich als subtile, feinfühlige Kennerin der buddhistischen Geisteswelt. Mit einer wohltuenden Gelassenheit beschreibt sie die Figuren und ihre Schicksale, ohne zu werten, ohne falsches Pathos trotz der gewaltigen Ereignisse, die sich um die Protagonisten abspielen. Trotz der Spannung in der Handlung findet man im ganzen Roman die Ruhe der tibetischen Weltanschauung, die uns die Autorin in zarten Beobachtungen schildert.
Ein wunderbares Buch, das einem hilft die Dinge anders zu sehen, als sie scheinen.