auf den ich gehofft hatte.
Zur (spontanen - ich habe das Buch ja erst einmal gelesen) Kritik:
Ein schönes, ein lesbares Buch.
Empfehlenswert allemal!
Auch hier gab es Momente, wo ich - im Lesen versunken - plötzlich aus dem Lesefluss "aufwachte", weil ich laut losgelacht hatte.
Durch die bereits erwähnte Begrenzung auf einen sehr kleinen Raum (im Gegensatz zu den Reisen durch Zamonien in "Die Stadt der träumenden Bücher", "Rumo" und "Die dreizehneinhalb Leben ...") bleibt wenig Möglichkeit zu den weitschweifigen Beschreibungen, die ich an den "Mörschen" so sehr schätze.
Die Figuren bleiben oft vage, will heißen es fehlt ihnen an Tiefe, die sie in den anderen Werken (m.E.) haben. Manches Mal wusste ich den nächsten Satz (ist mir mehrmals passiert, und es hat mich überrascht, dass Herr Moers mich nicht überraschte). Aber dies mag evt. daran liegen, dass ich nun schon so viel von ihm las.
Die Illustrationen sind sehr (!) gut.
Das Nachwort hat auch mich stutzig gemacht.
Ist Herr Moers dem Erwartungsdruck von uns allen erlegen? Das fände ich schade.
Allein das nach "Ensel und Krete" so etwas wie "Rumo" und "Die Stadt der träumenden Bücher" (mein persönlicher Liebling!) entstand, macht mir erneut deutlich, dass dauerhafte Höchstleistung von niemanden zu erwarten ist. Dieser Mann ist ein verdammt guter Geschichtenerzähler, und nicht jede Geschichte, die er mit uns teilt ist so gut wie die Beste, die wir bisher von ihm gelesen haben. Das macht seine anderen Geschichten nicht weniger lesenswert.
Ich finde "Der Schrecksenmeister" ist gut, aber nicht sehr gut.
Länger hätte das Buch nicht sein dürfen, eher kürzer. Dann wäre es evt. "knackiger" geworden. Fjodor F. Fjodor ist (wenn auch "schwer" zu lesen) eine tolle Figur, die mehr in Erscheinung hätte treten dürfen. Und was ihr im Laufe der Erzählung widerfährt, hat mich erfolgreich "unter Spannung" gehalten. Auch sind andere faszinierend-witzige Gestalten (Stichwort: schneeweiße Witwe) und Ideen (Stichwort: Baum der Erkenntnuss) vorhanden.
Das die "Mythenmetzschen Abschweifungen" fehlen hat mich nicht gestört. Obwohl mich die "Maßregelung" der Lesenden sehr amüsiert hat. Aber das zu wiederholen, wäre möglicherweise aufgekochtem Kaffee gleichgekommen. Ich halte es daher für eine gute Entscheidung sie diesmal weg zu lassen.
Das Ende finde ich sehr gelungen geschrieben, und hat die Ernüchterung wett gemacht, die (nur bisweilen!) auf den ersten dreihundert Seiten entstand.
Drei Sterne ist mir ein bisschen zu wenig, fünf Sterne deutlich zu viel, daher gibt es von mir vier Sterne.