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Produktinformation
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»Kermani ist ein erstaunlicher Wurf gelungen, ein brillanter Essay - sehr persönlich und ganz universal, ausufernd und stringent zugleich, der die Kraft hat, den Leser unmittelbar zu berühren.« Die Welt
Navid Kermani erzählt die Geschichte der Frommen, die sich gegen Gott, den Schöpfer einer Welt voller Leiden, auflehnen. Beispielhaft dafür sind der biblische Hiob und der persische Dichter Attar.
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Die beiden Hauptschwerpunkte der Betrachtung sind einerseits das Werk des frühislamischen Mystikers Attar und andererseits die Gotteskritik der - ursprünglichen - Hiobsgeschichte.
Eine Ebene tiefer als der abendländische Atheismus, der aus dem oben skizzierten Widerspruch zwischen Güte und Allmacht Gottes zu dem Ergebnis kommt: also gibt es ihn gar nicht, schlägt Karmani eine andere Auflösung vor: vielleicht, so sein Vorschlag, schuf Gott (Jhwe, Allah) den Menschen nicht primär deswegen, damit dieser ihn erkenne sondern umgekehrt: Vielleicht bestand der ursprüngliche Sinn der Schöpfung des Menschen durch Gott darin, daß Gott sich ein Gegenüber schaffen wollte, ein Objekt für seine Launen, aber auch für seine Gnade und seine Allmacht. So gesehen, ist es keineswegs ausgeschlossen, daß Gott gerade den Menschen besonders liebhat, der ihm zürnt, der ihn anschreit, der ihn beleidigt - da er sich hier am stärksten widerspiegelt bzw. von diesem die intensivste Resonanz erfährt.
Kurzum: eine höchst lesenswerte Präsentation gesamt-orientalisch-europäischer Geistesgeschichte auf höchstem Niveau, gleichzeitig eine tiefgreifende Aufbereitung zentraler religiöser Fragen, deren Lektüre man jedem Interessierten nur dringend empfehlen kann, und schließlich - indirekt - ein Plädoyer an alle drei Kulturen, sich gegenseitig zu respektieren - indirekt, weil es erfrischenderweise darauf verzichtet, dies auch nur an einer einzigen Stelle ausdrücklich auszusprechen!
Nur noch eine Warnung zum Schluß: dieses Buch ist (fast) alles, nur eines nicht: eine leichte Feierabendlektüre!
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