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Der Schneemann. SZ Krimibibliothek Band 50
 
 
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Der Schneemann. SZ Krimibibliothek Band 50 [Gebundene Ausgabe]

Jörg Fauser
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866152744
  • ISBN-13: 978-3866152748
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 12,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 451.419 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jörg Fauser
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Siegfried Blum ist eine Kreuzung aus Held und Loser und mit dem Dasein so auf Kriegsfuß, wie es für eine abgebrühte Geschichte erforderlich ist. ... Die Existenz wird zur Stilfrage, und selten ist der Versuch, sich mit der Welt zu versöhnen, die nichts von einem wissen will, mit geschickterem Handwerk geschildert worden als in Der Schneemann. Blums schlimmster Feind ist weder die internationale Drogenmafia noch spießbürgerliche Moral, sondern die Sehnsucht nach Seeligkeit.« (Aris Fioretos, Süddeutsche Zeitung, (2006))

»Ein deutscher Kriminalroman mit Schmiß und Witz, also eine Rarität. Fauser erzählt die Verlierergeschichte mit gekonntem Einsatz einschlägiger, oft irrwitzig überdrehter Krimi-Klischees. Er belastet sie nicht mit sozialkritischem Bierernst, wohl aber würzt er die Story mit beeindruckender, ironisch gefilterter Orts-, Milieu- und Branchenkenntnis ob da Kölner Bahnhofsambiente, Münchner Schickeria oder Frankfurter Underground skizziert werden, "Macher in Halbseide" oder ein alter Vertreter, der in Fußgängerzonen niederrheinischer Kleinstädte "obskure Waschmittel" feilbietet, die "seit 57 Jahren einen aussichtslosen Kampf gegen Henkel führten". Fauser weist sich als ein Kenner deutscher Wirklichkeiten aus.« (Der Spiegel)

» Draußen fiel jetzt Schneeregen, und die Stadt sah aus wie ihr eigener Friedhof. Krähenschwärme flatterten über das Olympiastadion. - Es gibt einiger solcher Sätze, dazu kommen schmierige Hotelportiers, versoffene Partys und knappe Dialoge: Das ist der dreckige Realismus von Jörg Fauser, einem Schriftsteller, der nur deshalb einen Krimi geschrieben hat, weil er endlich mal mit einem Buch Geld verdienen wollte. Und Der Schneemann ist ganz bestimmt pure Ökonomie. Jedes einzelne Satzzeichen folgt einer strengen Kosten-Nutzung-Rechnung, die aus einer anständigen Geschichte - wie verkauft man drei Kilos Koks?- den besten deutschen Thriller aller Zeiten gemacht hat. Auf diesen Stoff hast du dein Leben lang gewartet.« (Kolja Mensing, taz, (2005)) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Frank Schäfer, taz (07/2004)

Das Buch ist einmal mehr ein Blues, wie eigentlich alles, was Fauser literarisch angefasst hat: Die Geschichte des kleinen Schmugglers Blum, der auf Malta Pornos im allerkleinsten Stil verhökert, durch Zufall an fünf Pfund Kokain gerät, sie in München, Frankfurt und Amsterdam loszuschlagen versucht und doch schließlich alles wieder verliert. Fauser liefert hier ein Stenogramm des Dekadenwechsels. Westdeutschland im Winter, diese seltsame Endsiebziger-Tristesse und die sich bereits ankündigende überfeinerte Dekadenz und lethargische Gleichgültigkeit der Achtzigerjahre, all das wird hier treffsicher eingefangen. Und die Großmetapher ist das Kokain. Kurze, drehbuchartige Szenen geben dem Buch Tempo, und Fausers sanft elegische Kapitelschlüsse zeigen ihn voll auf der Höhe seiner Kunst. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Jörg Fausers Kultkrimi 15. April 2001
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Der kleine und symphatische Desperado Blum kommt unversehens in Kalamitäten als er durch Zufall einige Pfund Kokain in die Hände bekommt. Der kurze Traum vom Glück kippt in eine zuerst noch ruhige, später ruppige und wirre Flucht.

Die Story ist sehr gut, die Stimmung, die Stimmen und Farben gleichen denen im "film noir". Joerg Fauser geht ins Detail: Der schale Frühstückskaffee in Pensionen, die alternde Blondine am Abend an der Hotelbar, deren vergangene Schönheit in kurzen Momenten immer wieder aufblitzt, Züge, Autobahnraststätten und das Deutschland Ende der 70er, Anfang der 80er.

Der Schneemann ist beste deutsche Kriminalliteratur von dem Autor, der mit seiner Biographie über Marlon Brando (Untertitel: der versilberte Rebell) im Januar 1981 plötzlich zur Legende wurde.

Auch hier geht er weit über die Person des Filmstars hinaus und beschreibt den Mittelwesten der USA dermaßen konkret und wohl auch poetisch rund und dicht, daß man ins Schwärmen kommt.

Der "Schneemann" Blum könnte auch Vertreter für Staubsauger oder Putzmittel sein, zuallervorderst ist der Blum ein typischer Exponent Westdeutschlands der späten 70er Jahre: Blind vertraut er anfänglich in die eigenen Visionen, Urlaub, schneller Cash, mondäne Hotels und teure Drinks, um bald zu erfahren, daß man für alles seinen Preis zahlt:

Reagan ist noch ein paar Jahre weg, Thatcher wohl auch, Kohl sowieso.

Jörg Fauser, der kraftvollste deutsche Autor seiner Generation, wird mit der Neuauflage sicher wieder in aller Munde sein.

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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Ich habe diesen Roman soeben zu Ende gelesen und bin total begeistert. Ich wußte vorher nichts über Fauser, ich würde ihn aber neben die ganz grossen dieser Gattung stellen. Wie die Helden Chandlers Romane hat Blum, Zentralfigur der Erzählung, selten die Situation unter Kontrolle. Die Geschichte von seinen wiederholt scheiternden Versuchen, 5 Pfund Kokain loszuwerden, ist traurig und gleichzeitig mit ganz viel Humor erzählt. Vom Stil und von der melancholischen Atmosphäre her ist der Vergleich mit Joseph Roth wirklich nicht übertrieben. Ganz besonders gut ist die Darstellung der Szene in verschieden Europäischen Orten in den frühen achtzigern, komplett mit Fixern, Dealern, Vietnam-Veteranen, Bullen, verdächtigen pakistanischen Geschäftsleuten, ex-CIA Agenten, wehmütige Nazis. Mitten im Chaos steht Blum, vierzigjährig und des Vertrauens unfähig. Wie Tunda in Roths 'Flucht ohne Ende' steht er am Ende 'so überflüssig wie niemand in der Welt' und trotzdem stolz auf seine Unabhängigkeit - er bleibt 'eine ein-Mann-Firma' in einer Welt von Großbetrieben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
oder jedenfalls sich keinen konventionellen krimi erwarten. dann bekommt man allerdings eine geschichte geboten die starke charaktere am rande der gesellschaft zeichnet. Und deren handlung sich der getriebenheit des proponenten fügt. fauser versucht in diesem buch darzustellen wie die welt eines menschen der zunehmend von seinem kokainkonsum beherrscht wird. er löst dies - in wohl gut vertrauter manier was drogen betrifft - indem einfach die charaktere, die umwelt und die geschichten immer seltsamer werden. dem werk "verwirrung" oder "seltsame personen" zu unterstellen ist denke ich ein unverständnis dieser idee.
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Veröffentlicht am 28. Dezember 2007 von Odysseus
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Veröffentlicht am 19. August 2007 von Lothar Müller-Güldemeister
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