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Der Schmerz der Engel: Roman Taschenbuch – 9. Oktober 2012


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch (9. Oktober 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492301169
  • ISBN-13: 978-3492301169
  • Originaltitel: Harmur Englanna
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 287.928 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)


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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Hans-Joachim Metzger on 23. Februar 2012
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Dieses Buch wirkt nach. Ich mochte, nachdem ich es gelesen hatte, einige Tage lang kein anderes Buch beginnen. Mir ging auch durch den Kopf, nach diesem Buch überhaupt kein anderes Buch mehr zu lesen oder lesen zu müssen. So als sei darin alles gesagt, als könne jedes weitere Wort, jede weitere Lektüre nur abschwächen, was sich als Eindruck bewahren wollte.

Die beiden Teile des Buches verhalten sich zueinander wie Kultur und Natur. Im ersten begegnen uns die beiden Hauptpersonen, der Junge und Jens, der Landbriefträger, der, an seinem Pferd festgefroren, von einem Postritt zurückkehrt, in einem Gasthaus mit Schankstube. Das Gasthaus, in dem es eine Wirtin und andere Frauen gibt, wo sich Dauergäste aufhalten, wo aber auch der Zeitungsredakteur verkehrt, wo deftig gegessen wird, wo es Schnaps gibt und Ströme schwarzen, brühendheissen Kaffees fliessen, ist der Pol der Wärme und Geborgenheit. Der Junge, dessen Vorgeschichte hier nur angedeutet (und in Stefánssons Vorgängerroman Himmel und Hölle erzählt) wird, ist hier aufgenommen worden. Hier darf, hier soll er sogar Bücher lesen, hier schreibt er für Gäste Briefe, hier ermutigt man ihn, Englisch zu lernen und aus dem Englischen ins Isländische übersetzen, hier liest er den Gästen vor. Das Gasthaus liegt in einem kleinen, wohl im Norden Islands gelegenen Ort, in dem, wie in den nahe gelegenen Fjorden, ein Handelsimperium schaltet und waltet. Der Junge hat sich hoffnungslos in die Tochter des Händlers verliebt.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Gospelsinger TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER on 30. Januar 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Es schneit. Es schneit so stark, dass das Atmen schwer wird, dass nicht mehr zwischen Himmel und Erde unterschieden werden kann, dass es verlockend wird, sich nicht mehr gegen die Elemente zu wehren, sich einfach hinzulegen und im Schnee einzuschlafen, zu sterben. Bärte frieren an der Kleidung fest, Kinder husten sich die Lunge aus dem Leib, Kühe schreien nach Heu, viele hungern. Ganze Orte sind seit Monaten von der Außenwelt abgeschnitten.
Island vor ungefähr 100 Jahren. Es ist April, aber der Winter hat das Land immer noch fest im Griff. Schnee, Kälte und Wind machen den Einwohnern zu schaffen. Darunter auch dem Jungen, der auf der Schwelle zum Erwachsenwerden steht und seinen Platz in der Gesellschaft sucht. Er ist vor drei Wochen in den Ort gekommen, nachdem sein Freund im Fischerboot erfroren ist, weil er von einem Gedicht so entrückt war, dass er beim Auslaufen seinen Anorak vergessen hat. Der Junge, dessen Name nicht genannt wird, ist bei netten Menschen untergekommen, die sich sogar dafür einsetzen, dass er eine Schulbildung erhält. Aber bevor er den Unterricht antreten kann, soll er erst noch den Landbriefträger Jens auf eine gefährliche Zustelltour begleiten.
Der Junge ist mir schon im ersten Buch sehr ans Herz gewachsen, genau wie die anderen Menschen, mit denen er zusammenlebt und denen er unterwegs begegnet. Sie alle sind tiefe Charaktere, die man nicht so schnell vergisst.
Der Kampf gegen die Naturgewalten ist nur zu überleben, weil die Menschen zusammenhalten. Überall werden Jens und der Junge mit Essen und Trinken versorgt, obwohl die Leute selbst nicht viel haben.
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Askja on 6. Oktober 2011
Format: Gebundene Ausgabe
Wie fühlt es sich an tagelang gegen den Unmut der Natur, gegen einen Schneesturm anzukämpfen? Was passiert mit diesen Menschen, wenn die Kräfte nach lassen, aber du weißt, solltest du dich nur einige Minuten ausruhen, dann könnte das dein Todesurteil sein? Was machst du also, wenn alles in der Natur gegen dich steht?
Kein anderer isländischer Autor vermag vielleicht derart einfühlsam den Kampf des Menschen gegen die raue Natur Islands zu beschreiben, wie Jón Kalmann Stefánsson es vermag. Sein neues Buch "Der Schmerz der Engel" knüpft nahtlos an seinen vorangegangen Roman "Himmel und Hölle" an. Und wer glaubte, der Vorgänger wäre schon etwas Besonders, der sollte sich den neuen Roman nicht entgehen lassen. Wieder ist "Der Junge" der Protagonist, jedoch kommt ein weiterer hinzu, nämlich Jens der Landbriefträger.
Aber nun zum Inhaltlichen:
Der 1.Teil des Romans beginnt damit, wie der Vorgänger es tat, dass von Unbekannten (Verstorbene) eine Art Einleitung gebracht wird. Dabei äußern sie sich reflektorisch über Erinnerungen, Träume und was uns Menschen ausmacht. Herrlich solche Sätze: "Das Leben ist einfach, der Mensch ist es nicht. Was wir Rätsel des Lebens nennen, ist unser eigenes Durcheinander, sind unsere eigenen dunklen Abgründe."
Dann beginnt der Roman mit Jens dem Postboten, der, an sein Pferd festgefroren, das Gasthaus im Ort erreicht. Im Nachhinein erfährt man vom neuen Leben und Erlebnissen des "Jungen". Er muss lernen vorzulesen, bei der Bedienung helfen und er soll nun eine Ausbildung bekommen. Zudem vermag es der Autor auch gesellschaftliche Aspekte mit einfließen zu lassen, wie beispielsweise den Einfluss der reichen Kaufleute.
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