Eine Familie in Derby wird ermordet und Damen Brook ist der zuständige Ermittler. Schnell erkennt er die Handschrift des "Schlitzers", den er jahrelang in London gejagt hat. Seine Ermittlungen konzentrieren sich schnell auf den für ihn damals einzig Verdächtigen, an dessen Schuld jedoch alle Kollegen zweifelten.
Das Buch ist an und für sich sehr unterhaltsam und gut zu lesen. Brook ist ein klischeehafter Kriminalermittler, der vom Leben und vor allem von seiner Arbeit gezeichnet ist. Für manche mag das störend sein, ich finde diese Ausgangslage nicht so schlecht. In Rückblenden werden zwischen den aktuellen Ermittlungen immer die Geschehnisse von den alten Schlitzer-Morden erzählt, wodurch der Leser die Jagd auf den Verdächtigen nachvollziehen kann. Dabei wird aber übersehen, dass es eigentlich ziemlich wenig echte Kriminalarbeit gibt. Ganz selten wird ein Zeuge befragt oder eine Spur analysiert, meistens geht es nur um das Duell zwischen Polizist und Verdächtigem.
Einzelne Nebenhandlungsstränge, wie z.B. die Geschehnisse rund um Brooks Tochter, werden in meinen Augen schnell fallen gelassen. Vielleicht waren sie nach Meinung des Autors abgeschlossen, aber ich hätte mir schon noch weitere Informationen oder Aktionen erwartet. Auch das Ende wirkt unvollkommen, teilweise auch überschießend (v.a. die letzten paar Seiten wären nicht notwendig gewesen) und hat mich daher etwas geärgert. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass Dunne teilweise schnell fertig werden wollte und sich über die ganzen Verstrickungen gar keine Gedanken mehr gemacht hat.
Fazit: Auch wenn es einige Kritikpunkte gibt, hat mich das Buch trotzdem gut unterhalten und ist absolut zu empfehlen.