Ein sehr ungewöhnliches Buch, das ich in einem Rutsch durchgelesen habe. Ungewöhnlich, weil es zwei Erzähler gibt, die beiden Hauptfiguren. Pola und Janek kommen abwechselnd zu Wort und schildern ihre Geschichte. Und spätestens wenn sie aufeinander treffen, kommt das Konzept voll zum Tragen. Dann erzählen sie übereinander, dokumentieren die gleichen Begebenheiten aus unterschiedlichen Perspektiven. Dann dringt man richtig in die Details ein und das Lesen macht Spass.
Zu welchem Genre Stefan Petermanns Debut gehört, lässt sich (zum Glück) nicht so leicht sagen. Der Roman erzählt die Lebensgeschichte zweier Menschen. Er hat kriminalistische Momente, Elemente einer Liebesgeschichte, ist gleichzeitig fantastisch wie auch realistisch. "Der Schlaf und das Flüstern" ist tragisch, komisch, magisch und scheint doch aus dem eigenen Leben gegriffen. Und diese verschiedenen Einzelheiten fügen sich zu einem Bild zusammen, einer einzigen, großen Geschichte, die immer mehr an Tempo gewinnt und ein Ende hat, das mich wirklich sehr mitgenommen hat.