...sind die Bilder dieses Buches und das macht seinen Reiz aus.
Einfach im Prinzip die Grundbasis: Kriegsfotograf, der an fast allen Krisenorten der Welt war, zieht sich in einsamen Turm zurück, um ein Schlachtengemälde zu erschaffen. Fotografiertes Opfer kommt hinzu, um für die Folgen des Fotos Rache zu nehmen. So einfach, so gut.
Der Tiefgang jedoch, der sich daraus entwickelt, ist so immens, so vielschichtig, so verwirrend und erhellend zugleich, daß sich in Summe ein hervorragendes Denkspiel ergibt.
Warum Fotografieren? Warumm wieder Malen? Warum Kriege? Warum immer wieder Kriege? Warum der Mensch? Warum Liebe?
Eine ursprüngliche Frage entwickelt sich aus der anderen, nie kitschig, auf der Suche nach Antworten, immer getragen von anmutiger Sprache, die auch nie plump wirkt oder Gefahr läuft, die sich entwickelnde Atmosphäre zwischen den beiden Akteuren zu zerstören. Den Leser an die Hand nehmend und vorsichtig durch Gedanken, Emotionen, Verwirrung führend bis hin zu einem Ende, das gleich den Fragen vieles offen läßt, aber wunderbar dne Kreis schließt.
Gefühle entwickeln sich und ranken sich um Gedanken - was kann ein Buch mehr erreichen? Ein hervorragendes Werk, das uneingeschränkt empfehlenswert ist.