Leider fällt der Abschlussband der Trilogie stark gegenüber den ersten beiden Bänden zurück. Das Versprechen, welches durch den stark aufgebauten und gesteigerten Spannungsbogen gegeben wird: die Auflösung eines Geheimnisses mit geradezu mystischen Dimensionen, wird im Abschlussband leider nicht eingelöst. Die Andeutungen auf das Unschärfeprinzip, Viele-Welten-Hypothese o.Dgl finden keinerlei Entsprechung mehr. Ohne zuviel vorwegnehmen zu wollen: Das Schicksal der Astronautin, welches eine Parallele zu dem, der Apollo 11 Besatzung vom Anfang sein sollte, ist dann doch ein bischen anders; ein bischen nur, aber ein entscheidendes bischen.
Die sehr interessante Dialektik zwischen den Erzählsträngen Mutter und Tochter wird ebenfalls einfach fallen gelassen; lediglich am Ende erfährt man die Lebensgeschichte der Tochter, die allerdings nach dem in den ersten Bänden entworfenen Bild einen etwas unglaubwürdigen Verlauf genommen hat.
Der Storyaufbau des dritten Bandes erweckt irgendwie den Eindruck, als sei die kreative Puste ausgegangen.
Die grafische Qualität entspricht voll den ersten Bänden. Toll! Wenn es auch manchmal aussieht, als seien Fotos abgezeichnet worden. Schnappschüsse, auf denen die Mimik nicht recht zum Text passen will.
Trotz dieses unbefriedigenden Endes, ist der Gesamtzyklus wegen der ersten beiden Bände aber voll zu empfehlen - daher zwei Sterne.