"Der Scherbensammler" ist der dritte Teil einer Thriller-Reihe von Monika Feth, in der ein Mädchen namens Jette die Hauptperson darstellt.
Zu den anderen Teilen sage ich an dieser Stelle nichts. Ich empfehle auch zuerst die anderen Bücher zu lesen, weil sich die Charaktere in den voran gegangenen Bücher sehr entwickeln und sich auch immer wieder auf Vergangenes bezogen wird.
In diesem Teil geht es um Mina. Bei dem Haus ihrer Mutter findet Jette die blutverschmierte Mina, die außerdem äußerst verstört zu sein scheint. In ihrer Ohnmacht und dem Wunsch, dem Mädchen zu helfen, nimmt Jette sie mit in die WG. Merle, Jettes Mitbewohnerin und enge Freundin versucht nun gemeinsam mit Jette dem ängstlichen Mädchen zu helfen. Schon bald überschlagen sich die Ergeignisse. Minas Vater, das Oberhaupt einer Sekte, wird ermordet aufgefunden. Alle Wege führen zu Mina als Täterin doch Jette glaubt an ihre Unschuld. Doch warum hat Mina immer diese Stimmungsschwankungen? Um dieses Rätsel zu lösen, sieht sich Jette schon bald wieder in tödlicher Gefahr.
Frau Feth hat einen recht ungewöhnlichen Schreibstil, dass sollte man von Anfang an wissen, weil es als sehr angenehm ODER extrem störend empfunden werden kann. Sie springt von den Charakteren hin und her, beläuchtet mal Hintergründe, mal das aktuelle Geschehen, aber eben immer mal wieder aus der Sicht dieser oder jener Person. Wobei sich die Sichten auf eine überschaubare Anzahl von Hauptpersonen begrenzt, bei der an der Spitze Jette steht. Nach kuzer Zeit habe ich mich für meinen Teil an den ständigen Wechsel gewöhnt und irgendwie lernt man die Personen dadurch sehr schnell kennen(und meistens lieben). Die Figuren wirken nicht so eindimensional, wie in vielen anderen Romanen.
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Das Buch hat mir zwar wieder sehr gefallen, scheint mir aber der bisher schwächste in der Reihe. Der Charakter Minas gefällt mir wieder sehr und zeigt wie unglaublich einfallsreich Frau Feth ist. Ihr gelingt auch mühelos, den Wechsel von den Persönlichkeiten Minas darzustellen. Wie gewöhnlich war die "Aufklärung" des Problems wieder sehr vorhersehbar. Einer Schwäche von Monika Feth. In jedem Buch hatte ich schon lägst gewusst, was los war, während Jette und Co. noch im Dunkeln tappten. Das tut der Spannung aber keinen allzu großen Abbruch. Was mich an diesem Band so stört, kann ich nicht sagen. Das Lesen ging einfach nicht so fließend voran wie sonst. Auch störten mich ein paar Kleinigkeiten: 1. hatte ich Mike & Ilka richtig lieb gewonnen und ihre ständige Abwesenheit war irritierend und unglaubwürdig(warum sollten sie SO lange fort bleiben und das gerade, als Jette und Merle ein Zimmer für Mina brauchten?). Dann kam mir Bert in diesem Teil viel zu kurz. Er war zu langsam in seinen Schlussfolgerungen(dabei war er sonst immer so clever und wurde auch so beschrieben), kam mir nicht so angagiert vor(vll wirkte das so, da er wegen dem Indiz der Sekte so viele Menschen zu befragen hatte)und vorallem: Warum lebt er immer noch mit seiner Frau zusammen? Das stellte von Anfang an ein Problem da! Die Liebe ist weg, der Frust hat sich eingenistet und das man verwirrt ist und Angst vor einer Trennung hat ist normal aber...über zwei Bücher hinweg hätte sich da etwas entwickeln sollen, etwas entwickeln MÜSSEN! Nein, ich war wirklich genervt, jedes Mal wenn wieder das alte Thema mit seiner Frau auftauchte. Das man Tilo etwas näher kennen gelernt hat gefiel mir dann wiederum. Früher war er mir nicht so sympatisch. Das hat sich jetzt geändert.
Fazit: Für Fans der Reihe ein Muss, trotz leichter Kritik und Enttäuschung. Ich freue mich auf den vierten Teil!