Diesmal verschlägt es den Kommissar Schneider in die nordafrikanische Wüste (oder so). Warum, wird natürlich lange Zeit nicht erwähnt.
Flüchtende Mumien, holländische Touristinnen, kiffende Hippies - kurz, der ganze Zauber des Orients erfaßt unseren Kommissar. Aber er nimmt's wie immer mit stoischer Gelassenheit, denn er ist ja ein cooler "Held" (seine Karate-Künste darf er übrigens auch wieder unter Beweis stellen). Und wenn nichts zu Essen da ist, gibt's halt eine Klapperschlange ("vorzüglich!"). Und so weiter.
Der Scheich übrigens bleibt eine undefinierbare Figur im Hintergrund und dient eher dazu, daß sich der Kommissar auf seiner Mission beweisen kann und zu sich selbst findet.
Die Sprache ist diesmal etwas moderater als in den vorigen Bänden, und die "Geschichte" ist in kurze, gut lesbare Kapitel unterteilt. Nur ein einziges Mal gibt es eine sprachliche Entgleisung in Form von Gaga-Deutsch, so als ob Helge es uns noch einmal zeigen wolle, aber dann ist Ruhe...
Ständige plötzliche Ortswechsel und unlogisch-unrealistische Phänomene bleiben dem Helge-Schneider-Fan aber erhalten!
Wer dieses Buch ohne Vorwarnung liest, der muß sich eben auf was gefaßt machen. Basta!
In der Tat biegt man sich vor Lachen. Es ist eigentlich unmöglich, Schneiders Stil zu beschreiben. Irrwitzige Verwicklungen und plötzliche selbstverständliche Klarheit, als ob nichts gewesen wäre, wechseln unangekündigt einander ab. Schneider hat die Art des Geschichtenerzählens neu erfunden. Geniale Literatur.