die deutschen Krimi-Leser zu erobern
Die Kleinstadt-Polizistin Lorraine „Raine" Conner und der FBI-Profiler Pierce Qunicy in
LISA GARDNER: DER SCHATTENMÖRDER
In der heimeligen, idyllischen Kleinstadt Bakersville, Oregon/USA sind Polizisten teilweise freiwillige ohne Entgelt tätig. Nur der Sheriff und zwei Polizisten sind festangestellt und haben es nur mit Nachbarsstreitigkeiten, den üblichen Alkohol-Sündern und kleineren Rauferein zu tun.
Da erhält Raine eines Tages über Funk die Aufforderung sofort zur Schule zu fahren, Dort sind Schüsse gefallen. Eine Schiesserei in der Schule? In Bakersville unmöglich. Und doch sind eine Lehrerin und zwei kleine Mädchen Tod und der 13-jährige Sohn des Sheriffs wird mit zwei Revolvern in der Hand festgenommen.
Für die, auf die Kleinstadt-Polizisten herabsehende, bundesstaatlichen Ermittler ist der Fall sonnenklar. Die Einwände von der mit der Einsatzleitung beauftragten Raine Conner werden wegdiskutiert. Jetzt mischt sich auch noch ein angesehener FBI-Profiler, Pierce Quincy, ein, der an einer Studie über Schulmassaker arbeitet. Zum Glück für Raine, denn er ist sich nicht sicher, ob alles so war, wie es scheint. War doch eine weitere, bisher unbekannte Person im Spiel, die einige Kinder gesehen haben wollen?
Eine starke Handlung, die sich ohne Hänger über die 416 Seiten abspult. Soweit wie im Rahmen eines Krimis möglich, werden die Probleme, die solche eine Tat aufwirft, ohne erhobenen Zeigefinger angesprochen: das Verhalten der Menschen, die Kompetenzstetigkeiten der einzelnen Ermittlungs-Behörden, das amerikanische Rechtssystem, die Gewalt-Problematik bei Jugendlichen. Die Charaktere wirken glaubwürdig, Gewaltdarstellung beschränken sich auf das unbedingt notwendig, der Hauptaugenmerk liegt auf den Ermittlungsarbeiten und, wie könnte es anders sein, den persönlichen Problemen der beteiligten Menschen. Und ein Hauch von Love-Story darf natürlich auch nicht fehlen
Im November erscheint der zweite Roman um Raine Conner und Pierce Quincy „Der nächste Mord" und ich bin dabei.
Endlich eine Serie, die ich von Anfang an mitbekomme und nicht hinterherhechele.
An das Buch bin ich zufällig geraten, als ich eine längere Wartezeit in Kauf nehmen musste, nichts zu lesen dabei hatte (kommt zwar selten vor, aber...). Es hat mich gleich so gepackt, dass ich Vermeulens "Garten der Lüste" vorübergehend auf die Seite legte. Es ging nicht anders, ich musste wissen, wie es weiter geht. Vorgestern Nacht musste ich mich unter Androhung von Gewaltmaßnahmen, wie Buchverkaufsverbot, Leseentzug und ähnlichem, zwingen, das Buch um 1.00 Uhr aus der Hand zu legen, obwohl es nur noch 70 Seiten waren, für die ich aber noch eine gute Stunde gebraucht hätte.
Also gleiche mit einsteigen