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am 7. März 2000
Nach der harschen Kritik fühle ich mich doch bemüßigt zur Ehrenrettung des Buches beizutragen. Als regelmäßiger Krimi-Leser a la Grisham / Ludlum etc. war die "leise" Art des Buches ein starker Kontrast. Der Kommisar hat seine Eigenheiten und wird dadurch nie zu einem Helden, eher der Typ von Nebenan, den jeder zu kennen meint. Dies trifft auch auf so manch anderen der vorhandenen Personen zu. Für mich war auch der Lokalkolorit (Ulm/Stuttgart) ein zusätzlicher Reiz.
Kurz und gut, kein spektakuläres, aber sehr gutes und angenehm zu lesendes Buch mit guten Charakteren.
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am 11. Februar 2003
Ulrich Ritzel schreibt nicht wie ein Debütant - er ist profi durch und durch. Ein leiser Krimi mit glaubhaften Figuren und einem absolut glaubhaften Plot. Berndorf ist ein Kriminaler vom alten Schlag - ein Kieberer, kein Sesselpupser und erst recht kein Schimanski. Die Erzählweise Ritzels, mit den vielen Bilder ist nur in den ersten Seiten gewöhnungsbedürftig. Er malt mit Worten ein düsteres Bild deutscher Vergangenheit und löst das Ganze spannend und interessant auf. Ein Erstling, dem noch einige Folgen sollten.
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am 8. November 2001
Ein absolut fesselnder Kriminalroman, realitätsnah und sehr gut recherchiert. Obwohl der Handlungsstrang duch viele Szenenwechsel und viele Charaktere manchmal etwas verwirrend ist, wird doch die Spannung immer größer und entlädt sich erst gegen Ende des Buches. Auch an Gesellschaftskritik wird nicht gespart, es werden dabei jedoch nur wenig Klischees bedient, sondern Tatsachen auf neue Art und Weise beleuchtet. Macht Lust auf mehr, Kommisar Berndorf sollte in keiner deutschen Kriminalromansammlung fehlen!
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HALL OF FAMEam 26. April 2002
"Der Schatten des Schwans" (btb 72800) von Ulrich Ritzel ist als Erstling Krimi und Gesellschaftsstudie der Gegenwart und jüngeren Vergangenheit in einem. Premiere ist auch für den eher zurückhaltenden Kommissar Berndorf, der sich in Ulm mit zwei Fällen herumschlagen muß: Zum einen flieht ein vor 17 Jahren verurteilter Mörder, Thalmann, der sich für unschuldig hält, aus dem Gefängnis und macht sich auf die Suche nach denen, die er an seinem Urteil für schuldig hält. Zum anderen wird die Leiche eines mit Medikamenten getöteten Ostdeutschen mit Namen Tiefenbach in einem Steinbruch gefunden. Bei den Ermittlungen in beiden Fällen muß Berndorf untersuchen, was in der Vergangenheit - unentdeckt - geschehen ist und zu Situationen wie diesen geführt hat. Damals, 1945, gab es - wie Kommissar Berndorf nach langwierigen Recherchen herausfindet - einen gemeinsamen Ursprung der beiden Fälle: Versuche an Gefangenen mit Psychopharmaka, wobei die Erkenntnisse später zur Entwicklung von in Apotheken erhältlichen Medikamenten geführt haben. Lange Zeit später kommt das, was 53 Jahre verborgen war, wieder hoch. In einem spannenden Finale kommt es zur Lösung der beiden Fälle. Insgesamt ist "Der Schatten des Schwans" ein aufregender Krimi - besser als die meisten. Es ist zu hoffen, daß die weiteren Romane von Ulrich Ritzel ebenfalls dieses Niveau haben werden.
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am 11. Oktober 2004
Krimi-Neulinge haben's schwer. Entweder, man schreibt etwas Innovatives und bekommt von den Verlagen nur Absagen, oder man bedient sich altbekannter Klischees: der alte, routinierte Kommissar, die übermotivierte, junge Kollegin und der karrierebesessene, inkompetente Vorgesetzte. Ulrich Ritzel hat tief in die Klamottenkiste gegriffen und auf bewährte Charaktere gesetzt. Das hinterlässt zwar nicht unbedingt einen bleibenden Eindruck, aber der Plot ist dennoch gut durchdacht und überzeugt mit gekonnt verflochtenen Handlungssträngen. Ein wirkliches Manko ist der Spannungsbogen: Zusammenhänge und Indizien, die zur Lösung des Falls führen, tauchen plötzlich aus dem Nichts auf, dazwischen plätschert die Handlung mit diffusen Charakterstudien der Hauptpersonen dahin. Fazit: Ein Krimi, der erst am Ende richtig "thrillt", aber mit einer guten Story entschädigt.
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am 9. Februar 2006
Ulrich Ritzel ist ein Fundamentalist, wenn es um sprachliche Qualität geht. Alle seine Bücher haben mich überzeugt, weil sie durchkomponiert und handwerklich perfekt geschrieben sind. Ritzel packt in einen Satz hinein, wozu andere Schriftsteller ganze Seiten benötigen. Zum Beispiel schildert er, wie sich der Chefredakteur einer Lokalzeitung mit seinen Rotary-Kameraden beim Mittagessen berät: "Dompfaff stocherte im Geschnetzelten." Mein Lieblingssatz von Ulrich Ritzel. Treffender und kürzer geht es nicht!
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am 13. März 2016
Um in Deutschland als Autor von Kriminalromanen erfolgreich zu sein, empfiehlt es sich, vorrangig auf die politische Schiene zu gehen. Der Beifall politisch engagierter Journalisten ist dem Autor sicher, der sich mit Verbrechen von vorzugsweise der Nazis oder von Unternehmen beschäftigt.
Ritzel hat sinnigerweise beide Varianten kombiniert und einen Kriminalromanen geschrieben, welcher sowohl die ungeheuerlichen Verbrechen von Wehrmachtsmedizinern an Kriegsgefangenen in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs thematisiert als auch einen lokalen Pharmakonzern an den Pranger stellt, welcher von diesen Verbrechen profitierte. Dementsprechend wurde dieser Roman auch positiv aufgenommen.
Nun ist gegen die politischen Ambitionen des Autors nichts einzuwenden; es bleibt historisch lobenswert, die monströsen Menschenexperimente der Naziärzte zu thematisieren. Allerdings sollte es dazu nicht eines solch langweiligen, schlecht geschriebenen und unglaubwürdigen Romanumfelds bedürfen. Der alternde Kommissar, der sich nach der Rente sehnt, sowie seine Assistentin, welche unverhoffter Weise ihre lesbischen Neigungen entdeckt, sind psychologisch von vorgestern. Die Atmo ist verschnarcht und die Handlung schleppt sich über weite Strecken dahin, gesäumt von ein paar unglaubwürdigen Bluttaten und geistigen Höhenflügen des Kommissars Berndorf und gipfelt in einem absurden Finale. Das ganze wird noch flankiert dadurch, dass Ritzel die Bücher- und Plattensammlung des Kommissars vorstellt, von der man annehmen darf, dass sich die des Autors handelt.
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am 17. Juli 2004
Ein typischer Ritzel: scheinbar lose Handlungsstränge verweben sich auf eine atemberaubende Weise, fantastisch beobachtet von Kommissar Berndorf und seiner Mannschaft. Wie schon bei "Schwemmholz" bleibt der Plot jederzeit nachvollziehbar. Man erlebt diesen Krimi mehr als man ihn liest. Wirklich ausgezeichnet wird der Krimi aber durch die genauen Beobachtungen, die farbigen Schilderungen und die ironisch-lakonische Sprache, die man sonst nirgendwo lesen kann. Hier ist ein Meister bei der Arbeit, es macht Freude, diesen Krimi zu lesen. Bestes Krimifutter, Commissario Brunetti und Kommissar Wallander: weggetreten! :-)
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am 21. August 2015
Ulrich Ritzels ersten beiden Romane haben mich voll überzeugt. Sie sind spannend und treffen außerdem zu hundert Prozent meine Vorstellung von hintergründigem Humor. Aus meiner Sicht absolut souverän und allen zu empfehlen, die Ulrich Ritzel bisher noch nicht entdeckt haben
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am 3. September 2008
Dieses Buch als Enthüllungsliteratur oder gar als gesellschaftskritisch zu apostrophieren ist nun wirklich Unsinn. Ritzel hat eine temporeiche Schreibe, der man den alten Routinier anmerkt, der sich mit den Tricks auskennt: immer schön kurze Handlungsschnipsel aneinanderreihen, schneller Orts- und Szenenwechsel, um dem Ganzen den Touch des Atemlosen zu geben, multiple Erzählperspektive, gebrochene Gestalten: all das eben, was man aus dem "Tatort" zur Genüge kennt.

Das macht dieses Buch zu einem süffigen Krimi, den man in ein paar Stunden durchlesen kann, um sich die Zeit zu vertreiben; sonderlich originell ist er weder von der Handlung noch von seinem Personal her. Der Polizist mit Beziehungsproblemen, der KZ-Arzt, der unerkannt, reich und hochangesehen unter uns lebt, korrupte Politiker und Knastaufseher, ein Mord, um ein anderes Verbrechen zu decken: Krimi-Liebhaber mögen auf ihre Kosten kommen, große Literatur ist der Roman nicht.
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