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Der Schatten des Kaisers
 
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Der Schatten des Kaisers [Gebundene Ausgabe]

Johannes K. Soyener
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 830 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe; Auflage: 1 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785721757
  • ISBN-13: 978-3785721759
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 308.300 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein frostiger Tag im Dezember 1840. Fast ein Vierteljahrhundert nach seinem Tod wird Napoléon Bonaparte nach Paris überführt. Unter den zahllosen Menschen, die dem Sarg folgen, ist ein Mann in der Uniform eines Marschalls der alten kaiserlichen Garde. Sein Name: Jean-Dominique Larrey. Geboren wurde er in einem Dorf in den Pyrenäen. Sein Talent und sein brennender Ehrgeiz brachten ihn als jungen Mann bis in die Hauptstadt Paris. Er war dabei, als der Mob die Bastille stürmte. Er hat die blutigen Wirren der Revolution erlebt. Er lernte, sich in den Salons von Paris zu behaupten, unter den Männern, die seine Karriere förderten, und den Frauen, die sein Schicksal bestimmten. Früh lernte er den jungen Offizier Bonaparte kennen, folgte seinem kometenhaften Aufstieg wie ein Schatten. Er war auf vierundzwanzig Feldzügen Napoléons dabei – von den Wüsten Ägyptens bis zu den eisigen Öden Russlands. Er stand auf dem Schlachtfeld von Waterloo, wo alles endete. Doch Jean-Dominique Larrey war kein Soldat, sondern Chirurg. Tausende, ob Feind oder Freund, hat er vor dem Tode gerettet, getrieben von einer alten Schuld, die niemals Vergebung findet. Nun geht Larrey seinen letzten Gang, um einem Feind ins Auge zu blicken, der ihn sein ganzes Leben verfolgt hat. Wird sich am Ende des Zuges im Invalidendom sein Schicksal entscheiden?

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
"Der Schatten des Kaisers" ein spannender historischer Roman aus der napoleonischen Zeit in die der gottbegnadete französische Chirurg, Jean-Dominique Larrey die Leser zuerst nach Paris entführt. Dort erlebt er als junger Arzt die Wirren der französischen Revolution und blickt hinter die Kulissen der feinen Salons von Paris. Er begleitet Napoleon von der hitzeflirrenden Wüste Ägyptens bis in die mörderische Kälte Russlands. Ein Denkmal gebührt ihm vor allem weil er bei der Versorgung der Verletzten auf den Schlachtfeldern keinen Unterschied machte. Weder nach Dienstgraden - noch nach Freund und Feind. Er amputierte in Sekundenschnelle - allein in der blutigen Winterschlacht bei Preußisch Eylau eigenhändig über 200 Verletzte in 24 Stunden. So rettete er Tausenden das Leben.
Ein faszinierender Arzt der dem Leser auch Einblick gewährt in seine Hoffnungen, Sehnsüchte, Schwächen, Ängste und seine große Liebe.
Ein ausgezeichnet recherchierter Roman - spannend bis zur letzten
Seite.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Soyener verbindet mit diesem biographischen Roman über den bedeutenden französischen Militärchirurgen Larrey dreierlei: zum Einen die Lebensgeschichte einer imponierenden Persönlichkeit, die Besichtigung des Napoleonischen Zeitalters aus militärischer Sicht, aber vor allem: die Geschichte der Feldzüge aus der Sicht der Soldaten, die sich für Kaiser und Vaterland verstümmeln lassen und zu Krüppeln werden.

Bislang habe ich kein Buch gelesen, das so nachhaltig die Folgen der geschlagenen Schlachten, das blutige Gemetzel, zigfache Operationen der Feldchirurgen, aufgetürmte Gliedmaßen, das Waten in Blutpfützen derart eindringlich geschildert hat. Die ganze Tragik des ägyptischen Feldzuges und der Untergang der großen Armee auf dem Wege nach Moskau mögen hier vor allem beispielhaft angeführt sein. Hier hat Soyener wirklich eine sehr glaubwürdige und beeindruckende Schilderung abgeliefert. Mag er sich auch manchmal im Detail verlieren (wobei er dies im "Teeclipper" weitaus mehr getan hat!), so ist das Buch wunderbar geschrieben, immer wieder mit Rückblenden aus dem Jahre 1840, als Napoleons sterbliche Überreste nach Paris überführt werden, teilweise aus der Sicht eines Erzählers, dann wieder aus den Memoiren von Larrey. Larrey selbst erscheint dem Leser als liebenswürdiger Mensch, mit äußerster Tatkraft, wenn es um das Retten von Menschenleben auf den Schlachtfeldern Europas geht, menschlich integer, zugleich verstrickt in eine Liebesgeschichte ohne Happy End.

Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen!

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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wie könnten die Schrecken und das Leid der Menschen in Kriegen trefflicher geschildert werden, als aus der Sicht eines Kriegschirurgen: - ein Horror, der wirklich stattgefunden hat, so plastisch geschildert, daß man mitleidet -
eine frei erfundene Rahmenhandlung und Motivationsdeutung (dichterische Freiheit)- alle wichtigen Details sorgfältig recherchiert (wie man es vom Autor gewohnt ist) -
alles in allem ein packender Roman.
Die Botschaft dieses Romans ist für mich - egal ob es sich um Napoleon, Hitler oder sonst einen Usurpator handelt - ,daß all diese machtbesessenen Monster der Menschheit unsägliches Leid zugefügt haben und daß so etwas nie wieder geschehen sollte!
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