Aus der Amazon.de-Redaktion
Die örtliche Polizei ist -- wen wundert's -- überfordert. Dergleichen geheimnisvolle Gewaltverbrechen sind in Deutschland keine Ausnahme, und so existiert auch eine entsprechende bundesweite Sonderkommission, die SK 66. Umgehend werden zwei Beamte nach Mainz entsandt. Das Duo Passfeller und Grosch übernimmt den Fall, auch wenn das der örtlichen Polizei -- wen wundert's -- nicht behagt. Und es dauert nicht lange, bis sie auf eine Spur stoßen, die bis in Gutenbergs Zeit führt. Allem Anschein nach trieb im 15. Jahrhundert eine Sekte ihr Unwesen, die einen vorzeitlichen Gott namens Morgáthoan wieder erwecken wollte. Und die beiden Sonderkommissionäre befürchten, dass ein oder mehrere Wahnsinnige genau das im Mainz der Gegenwart erneut versuchen möchten.
Kathy Reichs trifft Stephen King trifft Monty Python -- mit diesem Spagat könnte man versuchen, den vielfältigen Einflüssen gerecht zu werden, die in diesem Roman zu finden sind. Die Autoren -- die wirklich beide Jens heißen, im selben Jahr geboren sind und im Rheinhessischen wohnen -- haben bisher mit den beiden Erzählungssammlungen Kanon der Melancholie und Entitäten auf sich aufmerksam gemacht. Der Schädeltypograph wird zwar als braver Regionalkrimi vermarktet, ist aber eher ein harter Thriller, der auch in eine ambitionierte Horror-Reihe passen würde. Passfelder und Grosch sind zweifellos durch Akte X inspiriert, mit einer ordentlichen Portion deutscher Poltrigkeit und respektlosem Klamauk angereichert. Wir haben es schon immer geahnt: Auch in deutschen Großstädten lauert das Unheimliche. In Schumacher und Lossan hat es seine Chronisten gefunden. --Hannes Riffel
Kurzbeschreibung
Nacht für Nacht werden Leichen gefunden, denen mit Drucktypen aus Gutenbergs Werkstatt lateinische Sentenzen die die Schädeldecke gemeißelt wurden. Die Polizei findet zwar viele Hinweise, aber keinen Täter. Einzig zwei Sonnderkommissare der geheimen SK 66 bringen Licht ins Dunkel einer Verschwörung, deren Wurzeln weit in die Vergangenheit reichen und schließlich stellt sich die Frage: Was verbindet Johannes Gutenberg mit dem Verbrechen?