oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Der Sankofa-Vogel
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Der Sankofa-Vogel [Taschenbuch]

Sigrid Güssefeld

Preis: EUR 24,00 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Noch 1 Stück auf Lager.
Lieferung bis Donnerstag, 31. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"EIN BUCH, DAS MUT MACHT! Der Sankofa-Vogel - ein Roman von Sigrid Güssefeld, der die Herzen bewegt und über das Thema "Gewalt" nachdenken lässt. Eine befreundete Psychologin, die sich schwerpunktmäßig mit Missbrauch und Gewalt beschäftigt, bestätigte mir kürzlich, dass in diesem Werk die Verarbeitung von seelischen Traumata hervorragend und fesselnd dargestellt worden ist. In diesem Sinne soll das Buch auch Mut machen, sich den verborgenen Nöten und Ängsten zu stellen, um wieder ein freieres Leben zu ermöglichen.. (Spirit Rainbow-Verlag, Gudrun Anders)

Kurzbeschreibung

Der Sankofa-Vogel steht für das afrikanische Sprichwort: "Lerne aus der Vergangenheit", bzw. "Dieser Vogel ist weise. Sein Schnabel, nach hinten gerichtet, bejaht für heute, was früher richtig war. Dann schreitet er vorwärts, mit Blick nach vorn - der Zukunft entgegen ohne Furcht." In diesem Roman - ein Opus gegen Gewalt - geht es um den Missbrauch von Hypnose. Sie schrieb ihn, um den Tarzan-Mythos kritisch zu hinterfragen und einen Gegenentwurf zu schaffen. Der historischen Geschichte von Liebe, Krieg und Abenteuer wurde ein differenziertes Geflecht aus wahrhaftem Leid, aufopferungsvoller Liebe und Vertrauen sowie ein echter Selbstfindungsprozess hinzu gesetzt.

Der Verlag über das Buch

Der Sankofa-Vogel - ein Roman von Sigrid Güssefeld, der die Herzen bewegt und über das Thema "Gewalt" nachdenken lässt. Eine befreundete Psychologin, die sich schwerpunktmäßig mit Missbrauch und Gewalt beschäftigt, bestätigte mir, dass in diesem Werk die Verarbeitung von seelischen Traumata hervorragend und fesselnd dargestellt worden ist. In diesem Sinne soll das Buch auch Mut machen, sich den verborgenen Nöten und Ängsten zu stellen, um wieder ein freieres Leben zu ermöglichen. Nähere Informationen zu diesem Buch finden Sie auf unserer Homepage. (Gudrun Anders)

Klappentext

Als Cora Painter nach Ghana kommt, erfährt sie von dem grausamen Schicksal des durch Hypnose verwandelten John Miles. Wenig später steht sie ihm leibhaftig gegenüber und beide verlieben sich ineinander. Aber ihr Glück ist nicht von langer Dauer. John wird von Pseudowissenschaftlern als Versuchsobjekt gefangen genommen und schwerst misshandelt. In einem Krankenhaus in Boston werden seine körperlichen Wunden geheilt - aber er ist noch nicht gerettet, denn nun beginnt für ihn der harte Kampf, die Verletzungen seiner Seele zu verarbeiten.

Über den Autor

Sigrid Güssefeld wurde am 15. Mai 1971 in Berlin geboren. Schon in ihrer Jugend verfasste sie Geschichten und auch Gedichte, von denen einige, zusammen mit Werken anderer Autoren, in den Sammlungen "Liebe - und dann...", "Gefühlsakrobatik" und "Postskriptum" veröffentlicht wurden (Verlag Erik Grischke, Siegburg 1989). In ihrem ersten Roman, "Der Sankofa-Vogel", ein Opus gegen Gewalt, geht es um den Missbrauch von Hypnose. Die Vorlage dazu schrieb sie 1985, mit dem Anliegen, den Tarzan-Mythos kritisch zu hinterfragen und einen Gegenentwurf zu schaffen. Der historischen Geschichte von Liebe, Krieg und Abenteuer soll ein differenziertes Geflecht aus wahrhaftem Leid, aufopferungsvoller Liebe und Vertrauen sowie ein echter Selbstfindungsprozess entgegengesetzt werden. Sigrid Güssefelds künstlerischen Ambitionen beschränken sich jedoch nicht nur auf das Schreiben: Bereits mit 6 Jahren erhielt sie Ballett-Unterricht und es folgten zahlreiche Auftritte, u. a. in in der Urania Berlin. Ebenso erfolgreich nahm sie über Jahre an Wettkämpfen im Kunstturnen teil. Im Chor entdeckte sie ihre Liebe zum Gesang. Sie nahm Gesangsunterricht und schloss sich einer Musicalgruppe an. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Ausbildung als Musikalienhändlerin, anschließend studierte sie Musik (Hauptfach Gesang) und Anglistik. Seit 1991 gehört sie zum Kabarett-Ensemble "Berliner TingelTangel", das sich auf das musikalisch-literarische Kabarett der 20er/30er Jahre spezialisiert hat. Für die Programme schrieb sie zahlreiche Dialoge. 1999 begründete sie das Duo "piano e voce", welches die Verbindung von Literatur und Musik, im Sinne von Sir Yehudi Menuhin, auch für therapeutische Zwecke nutzt.

Auszug aus Der Sankofa- Vogel. Die Geschichte einer Hypnose. von Sigrid Güssefeld. Copyright © 2002. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Als die drei eintraten, deckte Cora gerade den Tisch. »Da seid ihr ja wieder. Na, wie war es denn bei Robert?«
»Wir hatten sturmfreie Bude!« triumphierte Kevin. Sein Blick fiel auf das Blech mit den Scones: »Lecker! Gibt's die nachher? Und dazu Erdbeermarmelade!«
»Eigentlich sind die für morgen.« Seine Mutter lächelte. »Aber einen dürft ihr nachher naschen, wenn sie fertig sind.«
Die dreizehnjährige Laura, die ebenso lange Wimpern wie Cora hatte, eilte zu ihrer Mutter und flüsterte: »Du, Dad ist irgendwie ganz merkwürdig drauf.«
Cora blickte zu ihrem Mann hinüber. »Was ist denn, John? Haben sich unsere Quälgeister wieder mal nicht von Robert trennen können?« Sie schob das Blech mit den Scones in den Ofen.
John zögerte, holte Luft, doch Kevin funkte mit seinen zehn Jahren dazwischen: »Wir sind gleich mitgegangen! Es ist nur... wegen dem Sexfilm.«
»Wie bitte?«
»Ach, was!« rief Laura. »Wir dachten, Robert hat den Walt Disney, aber es war so `ne alte Verfilmung mit Bo Derek. Und die hat ganz schön viel Busen gezeigt. Deswegen ist Dad sauer, glaub ich.«
»Ich fand's cool, wie er die Schlange abgemurkst hat«, quoll es aus Kevin nur so heraus. »Wie machen die das im Film?«
»Bestimmt `ne Trickaufnahme«, meinte Laura. »Den Orang-Utan, den fand ich am besten! Robert sagt, vier Minuten wurden geschnitten, wo Bo Derek mit dem Affen schmust!«
Cora sah schmunzelnd zu John, der mit herabhängenden Schultern dastand. »So, so, Dr. Miles. Deine Kinder haben also einen Busen blitzen sehen und du hast nicht das passende Rezept für sie parat. Bist du deswegen so verstimmt?«
Seine Mundwinkel wirkten verkrampft.
»Haben sie sich wenigstens schon eine Moralpredigt anhören müssen?« fragte Cora. John reagierte nicht.
»Schatz, nimm es ihnen nicht übel!« Sie drehte sich wieder zum Herd und rührte im Topf. »Vielleicht ist Robert gerade in Bo Derek verliebt!«
»Einmal war die Frau sogar mit Kleidern im Wasser«, plauderte Kevin munter drauf los, »und dann konnte man alles sehen.« Er kicherte.
»Mit dem Safarihut sah sie aber noch komischer aus«, fand Laura.
»Stimmt.«
»Dafür hat sie so schön gedrehte Haare«, schwärmte Laura. »Die hätte ich auch am liebsten!«
»Dann musst du sie dir erst mal blond färben.«
»Blödmann!«
»Hey, du bist Jane und ich rette dich vor der Schlange, okay?«
»Keine Lust.« Laura tat beleidigt.
»Aber ich bin der Stärkste im ganzen Dschungel!«
»Von wegen!«
»Und ob!« rief Kevin, dann stellte er sich breitbeinig auf einen Stuhl, trommelte sich auf die Brust und stieß einen Urschrei aus. »Ich, Tarzan, Herr des Urwalds!«
Cora schoss das Blut in den Kopf. Wie elektrisiert ließ sie den Löffel fallen und drehte sich zu John. Genauso entsetzt hatte sie ihn schon einmal angesehen, erinnerte er sich - vor Jahren. Johns Hände verkrampften sich, suchten Halt. Sein Herz schlug rasend und er biss die Zähne zusammen, darum bemüht, den Schrei in sich nicht herauszulassen - nicht jetzt, nicht vor seinen Kindern. Mühsam verbarg er seine Tränen und wankte ins Schlafzimmer. Dort ließ er sich schlaff aufs Bett fallen. Als Cora ihn streichelte, hielt er seine Tränen nicht länger zurück.
»Es ist okay, John. Ich liebe dich!« Ihre Umarmung gab Trost. Schon einmal war Cora es, die ihn nicht hatte aufgeben lassen - damals. Und jetzt war sie ihm wieder Stütze. »Du musst darüber sprechen!«
»Aber wie?« Seine Kinder hatten sich doch nur über einen Affenmenschen lustig gemacht und verstanden nicht, wieso er so abweisend war. »Was soll ich ihnen denn sagen, Cora? Was?«
»Du kannst es ihnen nicht ewig verheimlichen. Es sind deine Kinder!« John schwieg, doch Cora fuhr fort: »Du musst zurückschauen. Ihretwillen und erst recht deinetwillen!«
Plötzlich war sie wieder da, die Wunde, und mit ihr all der Schmerz. Lange hatte er ihr keine Beachtung schenken wollen. Und er wusste: Auch in Cora wurden die Erinnerungen wieder wach. »Aber: Ist es der richtige Moment?«
»Mach nicht den gleichen Fehler, wie dein Vater«, bestärkte sie ihn in seinen aufkommenden Gedanken, nicht länger schweigen zu dürfen. »Er hat damals aufgegeben, aber du doch nicht! Erst recht nicht jetzt, nach all den Jahren.«
John starrte an die Zimmerdecke. Immer hatte er ein guter Vater sein wollen, offen und ehrlich. Jetzt aber, die Wahrheit vor Augen, kroch Versagensangst auf. Als Kind musste John mit den Depressionen seines eigenen Vaters leben, was ihn manchmal überforderte. Und wenn sein Vater, meist betrunken, über den Tod der Mutter sprach, und immer wieder betonte, sein Sohn hätte ihre Augen geerbt, stellte er sich nie die Frage, was es für John bedeutete.
Obwohl Cora selbst an die schlimmen Erlebnisse denken musste, lächelte sie sachte und flüsterte: »San.«
Natürlich hatte sie Recht. John konnte nicht ewig schweigen. Nur bezweifelte er, dass er ein Wort über die Lippen brächte, wenn die Kinder ihn erwartungsvoll anblickten.
‹  Zurück zur Artikelübersicht

Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de