Aus der Amazon.de-Redaktion
Aus zwei ganz unterschiedlichen Blickwinkeln schildern die amerikanischen Schriftsteller Michael Crichton (
Nippon Connection) und T. C. Boyle den fernen Nachbarn Japan.
Im Gegensatz zu Crichton betrachtet T. C. Boyle die Amerikaner aus japanischer Sicht. Er schildert in seinem Roman Der Samurai von Savannah die Schwierigkeiten des japanischen Matrosen Hiro Tanaka, der von Bord eines Schiffes geht und als illegaler Einwanderer im Land der unbegrenzten Möglichkeiten Fuß zu fassen versucht.
Er erlebt eine böse Überraschung nach der anderen: Die Leute reden, als hätten sie Socken im Mund und als er versucht, im Stil von Clint Eastwood einzukaufen und einige häufig wiederkehrende Kraftausdrücke aus amerikanischen Filmen verwendet, stößt er zu seinem Befremden nicht auf die freundlichen und toleranten Amerikaner, die er sich erträumt hatte.
T. C. Boyle hat die heute sehr selten gewordene Gabe, seine Geschichten aus verschiedenen Erzählsträngen zu entwickeln, die sich verbinden, überkreuzen, ergänzen und ineinander verschmelzen. Am Schluß hat der Leser einen langen, dicken, meisterhaft geflochtenen Zopf in den Händen, allerdings meistens mit keiner schönen roten Schleife, sondern einem traurigen Ende.
Wer Gefallen am Samurai gefunden hat, dem seien noch die Romane Wassermusik und World´s End von Boyle wärmstens ans Herz gelegt. Hier beweist er seine meisterhafte Erzählergabe erneut. --Manuela Haselberger
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Taschenbuch
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Pressestimmen
"Boyles Roman wird von einer wunderbaren, erzählerischen Präzision vorangetrieben, die den Stoff in einer unnachahmlichen Mischung aus knalligem Hollywood-Breitwandepos und der tragischen Unausweichlichkeit der griechischen Tragödie entfaltet. Boyle gelingt es glänzend, den Zusammenprall klassisch östlicher mit klassisch westlichen Norm- und Wertesystemen in dieser Geschichte Ereignis werden zu lassen. Was die Dramaturgie des Romanaufbaus und die Fähigkeit betrifft, trotz aller kalkulierter Kolportage nie trivial zu werden, wüßte ich keinen zeitgenössischen Autor, der Boyle das Wasser reichen kann. ... Boyle erzählt hinreißend plastisch eine wunderbare Geschichte, und deshalb ist "Der Samurai von Savannah" ein in jeder Hinsicht fabelhafter Roman." Klaus Modick, Frankfurter Rundschau, 12.09.92
Kurzbeschreibung
Irgendwo vor der Küste Georgias springt der japanische Matrose Hiro Tanaka von Bord seines Frachters und erreicht das Land mit nicht viel mehr als einem verblaßten Foto seines amerikanische Vaters und einem Buch mit dem Titel "Der Weg des Samurai". Im "Land der Verheißung" hofft er, die trostlose Vergangenheit eines von der japanischen Gesellschaft verachteten Mischlings hinter sich lassen zu können. Was ihm aber begegnet, ist Rassismus und Haß. Einer, der sich in der Verfolgung des illegalen Einwanderers besonders hervortut, ist ein abgebrühter Vietnam-Veteran, der - Ironie des Schicksals - sein Vater sein könnte. In der überraschenden Schlußszene dieses tragikomischen Romans befolgt Hiro instinktiv eine Weisung aus seinem Samurai-Buch.T.C. Boyle wurde 1948 in Peekskill, New York, geboren. Er war Lehrer an der dortigen High-School und publizierte während dieser Zeit seine ersten Kurzgeschichten. Heute lebt er in Kalifornien und unterrichtet an der University of Southern California in Los Angeles Creative Writing. Sein 1987 erschienener Roman World's End brachte ihm höchstes Lob der Kritik. Noch im selben Jahr erhielt Boyle den PEN/Faulkner-Preis.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Taschenbuch
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Der Verlag über das Buch
Ein japanischer Matrose wird auf der Suche nach seinem amerikanischen Hippievater am Strand einer gottverlassenen Insel vor der Küste Georgias angeschwemmt. Auf der Insel, die von schwarzen Hungerleidern, exaltierten Künstlern und biederen amerikanischen Bürgern, die dort Ferien machen, bewohnt wird, kommt es zu einer dramatischen Begegnung zweier gegensätzlicher Kulturen. Boyles tragikomischer Roman über die blutigen Mißverständnisse, die aus Unkenntnis des Fremden entstehen, hält den Leser bis zur letzten Seite in Atem.
Autorenportrait
T. Coraghessan Boyle wurde 1948 in Peekskill, New York im Hudson Valley geboren. Er war Lehrer an der dortigen High-School und publizierte während dieser Zeit seine ersten Kurzgeschichten. Heute lebt er in Kalifornien und unterrichtet an der University of Southern California in Los Angeles Creative Writing. Sein 1987 erschienener Roman "World's End" brachte ihm höchstes Lob der Kritik. Noch im selben Jahr erhielt Boyle den PEN/Faulkner-Preis.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Taschenbuch
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