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Der Samurai von Savannah Roman
  
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Der Samurai von Savannah Roman [Unbekannter Einband]


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  • Unbekannter Einband
  • Verlag: München : Deutscher Taschenbuch-Verlag, (1. Januar 1997)
  • ASIN: B002CE1KLA
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)

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T. C. Boyle
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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Roland Freisitzer TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
T. C. Boyle ist einer jener Schriftsteller, die, obwohl ihr wichtigstes Anliegen das Erzählen einer Geschichte ist, doch viel mehr zu sagen haben, als man vielleicht auf den ersten Blick vermutet. Er ist einer jener Schriftsteller, die es nicht nötig haben, sich und ihre Prosa zu einer Art Selbstdarstellung, bzw. als Selbstzweck verkommen zu lassen. Hier huldigen die Mittel dem Zweck, dem Erzählen einer Geschichte.
Dazu kommt T. C. Boyles Talent, ein sehr kritisches Buch, ein bewegendes und ernstes Buch schreiben zu können und den Leser trotzdem (zumindest mich) einige Male heftigen Lachkrämpfen auszusetzen (wie die Szene mit Hiros lakonisch geschilderten Einkaufsversuch in Clint Eastwood Manier...diese Szene gehört in die Reihe der witzigsten literarischen Sternstunden, die ich erlebt habe, ich habe, und es war schon 2 Uhr früh, Tränen gelacht...).

Der japanische Matrose Hiro Tanaka springt vor der Küste Savannahs von Bord eines Frachters und rettet sich (nach einem ersten und unverhofften Treffen mit der Schriftstellerin Ruth) an Land einer kleinen Insel, auf der eine Künstlerkolonie untergebracht ist. Außer den Künstlern scheinen dort nur halbseidene Südstaatler zu wohnen, die von anderen Amerikanern nicht einmal verstanden werden. Auf dieser Insel (die Hiro unwissentlich für das Festland hält) versucht er, als illegaler Einwanderer Fuß zu fassen.

Gleichzeitig entwickelt T. C. Boyle einen weiteren Erzählstrang, den der Schriftstellerin Ruth, der sich immer mehr mit der Geschichte Hiros vermischt, bis die beiden Erzählstränge in einem furiosen und traurigen Finale á la Yukio Mishima, Hiros großes Vorbild, gipfeln.

Statt mit der erhofften Freundlichkeit und Verständnis, begegnen ihm die Amerikaner nur mit Hass und Misstrauen. Das Land der Freien ist gar nicht so frei, zumindest nicht für Hiro. So wird Hiro bald von einem Agenten der Einwanderungsbehörde und einem Spezialisten (und Vietnamveteranen) gejagt. Herrlich komisch und teilweise politisch unkorrekt, wie T. C. Boyle die amerikanische Idee und die amerikanischen Klischeebilder aufs Korn nimmt und den "Spezialisten" mit einem Ghetto-Blaster und Musik von Donna Summers ("Die Japaner sind ganz scharf auf Musik von Donna Summers und Michael Jackson...") auf die Jagd nach Hiro schickt.

Ruth nimmt bald mehr Einfluss auf Hiros Leben als erwartet und wird zur Fluchthelferin und Mitwisserin, bis sie sich und Hiro mit einer kleinen Nachlässigkeit verrät.

Köstlich auch, wie T. C. Boyle den Kunstbetrieb, bzw. die Künstler generell (vertreten durch die Anwesenden der Künstlerkolonie) auf die Schaufel nimmt. Wie die permanent über Schönberg und die Dodekaphonie faselnde Komponisten, die ge-hypte Starschriftstellerin und die möchte-gern Starschriftstellerin Ruth, um nur drei hier kurz vorzustellen.

Mehr möchte ich hier eigentlich zur Handlung nicht verraten.

"Der Samurai von Savannah" hat mir ein paar Tage wirklicher Lesefreude bereitet. Ein paar wunderbar verwobene Geschichten, herrlich schrullige Gestalten und eine brillante Erzählstruktur, sowie das bei T. C. Boyle fast immer fehlende "Ich-Erzähler-Syndrom" sind die Zutaten für dieses überaus gelungene Buch. Dieses Buch vermittelt (wie auch T. C. Boyles herrliche Bücher "Wassermusik", "World's End", "Willkommen in Wellville" und seine vielen Erzählungen) eine innere und narrative Ruhe und Sicherheit, die den Leser einfach fesselt und berauscht.
Große Literatur und eine absolute Leseempfehlung.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Typisch Boyle, daß auch dieses Werk von der rasanten Sprache des Autors lebt. Der eingefleischte Boyle-Fan wird zumindest auf dieser Basis nicht enttäuscht, dennoch hält die Geschichte des illegalen Hiro, der in seinem "Heimatland" Japan auf ebensoviel Ablehnung wie in seinem Wunschtraumland Amerika trifft, nicht der spitzfindigen Schilderung der Situation von Südamerikanern in "America" stand. Trotzdem gefällt mir die Beschreibung der "Butterstinker", die Schilderung der völlig degenerierten Künstlerelite und die ausgedehnten misslichen Sumpfabenteuer des unglücklichen Gajin, der mitsamt seines ständig knurrenden haras IAADA(Illegal, Allien, Armed, Dangerous, Amok)-Alarm auslöst und Boyle die Gelgenheit gibt, auch noch die Einwanderungsbehörde gewaltig auf den Arm zu nehmen. Das tragische Ende ist also nur folgerichtig. Insgesamt ist die Ironie allerdings tatsächlich ein wenig überspitzt und läßt einen nicht lauthals auflachen, wie es die Missgeschicke der Protagonisten in "Grün ist die Hoffnung" (einer meiner Lieblinge tun. Boyle ist aber Boyle; und lesenswert sind die Irrfahrten des Hiro Tanaka, der untalentierten, intriganten, völlig narzistischen Ruth und des albinofischsuchenden, beknackten, omnipotenten Saxby allemal. Aber was soll ich sagen.....ich bin halt ein Fan...
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
wer den tod scheut.... 5. Januar 2003
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
meines erachtens handelt es sich um ein großartiges werk, spannend und kaum vorhersehbar bis zum schluss. nun, mit wassermusik und world's end kann sie sich nicht ganz messen, nein. aber mir gefiel es etwas besser als "grün ist die hoffnung" und eines will ich mal loswerden, für befürworter hollywoodjanischer filme und liebhaber freudiger happy ends ist das und die meisten anderen bücher boyle's sowieso nichts. für die die es bevorzugen gesellschaftskritisch zu denken, ja zu zeiten sogar selbst dem menschen an sich mit viel skepsis begegnen, ist "der samurai von savannah" auf jedenfall empfehlenswert und seine von mir erteilten 5* wert.
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Veröffentlicht am 9. November 2005 von "bettinaleupers"
osten, ferner osten
den südstaatler aus dem blickwinkel des japaners betrachten, recht amüsant, aber nichts wirklich neues bietet boyle hier. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. August 2005 von "pauli33"
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