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Der SS-Staat: Das System der deutschen Konzentrationslager
 
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Der SS-Staat: Das System der deutschen Konzentrationslager [Gebundene Ausgabe]

Eugen Kogon
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 407 Seiten
  • Verlag: Komet; Auflage: 335 bis 350 Tausend (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898361071
  • ISBN-13: 978-3898361071
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 370.888 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Eugen Kogon
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Diese erste historische Analyse des nationalsozialistischen Terrorsystems soll die Tatsache in Erinnerung zurückrufen, daß die Entwicklung der SS und die Einrichtung der Konzentrationslager, in denen mehr als sechs Millionen Menschen einem geplanten Völkernord zum Opfer fielen, zur Herrschaftspraxis eines in Deutschland etablierten politischen Regimes gehörten, dessen verbrecherische Absichten heute von manchen Interpreten schon nicht mehr in voller Schärfe gesehen werden. Als historisches Dokument ersten Ranges hat diese bereits 1946 erschienene und 1974 mit einem neuen Vorwort des Autors versehene Werk nichts von seiner Gültigkeit eingebüßt.

Über den Autor

Prof. Dr. Eugen Kogon, geboren 1903 in München, promovierte 1927 mit einer Arbeit über den Korporativstaat des Faschismus. Nach seiner Verhaftung 1939 kurz nach dem Einmarsch der der Nationalsozialisten in Österreich, blieb Kogon bis 1945 zunächst in Gefängnissen der Gestapo , dann im KZ Buchenwald

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Topographie des Terrors 22. Juni 2011
Von Sommerwind TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wie viele Standardwerke zur Geschichte des "Dritten Reiches" ist auch Eugen Kogons "Der SS-Staat", erstmalig bereits 1946 (!) erschienen, inzwischen als Reprint eines auf wohlfeile und massentaugliche Verlagsware spezialisierten Anbieters erhältlich. Dieser neue Zugang vindiziert allerdings keineswegs die Zugänglichkeit der Arbeit. Ganz im Gegenteil. Kogons detaillierte Topographie des Terrors, jüngst erst durch Wolfgang Sofskys Studie "Die Ordnung des Terrors" fortgeschrieben, gehört zu jenen zentralen Werken über das nationalsozialistische Terror-Regime, die die Grenzen des Erträglichen, der Scham, der Vorstellungskraft immer wieder aufs Neue überschreiten.
Obwohl Kogon einen geschichtswissenschaftlichen Zweck verfolgt und einer objektivierenden dokumentarischen Pflicht nachzukommen beabsichtigt, gehört sein Text in eine Reihe mit Arbeiten wie Jean Amérys "Jenseits von Schuld und Sühne", Viktor Frankls "' trotzdem Ja zum Leben sagen" oder Primo Levis "Ist das ein Mensch?", um nur die wichtigsten zu nennen. Sie alle bilden mit Kogons ausführlicher Dokumentation die Phänomenologie der nationalsozialistischen Konzentrationslager, ihrer Strukturen, ihrer Prozesse, ihrer Normen - und ihrer grenzenlosen kriminellen Grausamkeit.
Kogon, der selbst KZ-Insasse war und zu einer moralischen Instanz der frühen Bundesrepublik wurde, muss im Zuge seiner um sachliche Darstellung bemühten Dokumentation ein ums andere Mal ersichtlich und buchstäblich um Fassung ringen; er weiß aber, dass gerade die "Objektivität" der Dokumentation die Funktionäre, Handlanger, Bewunderer und Leugner des nationalsozialistischen Terrors noch am ehesten desavouiert.
Auf über vierhundert Seiten beschreibt Kogon mit Akribie und Disziplin das System der nationalsozialistischen Konzentrationslager, und er bekennt sich glaubwürdig wie kaum ein anderer zur Unabdingbarkeit fundamentaler Ethik: "Die Gebote des höchsten sittlichen Kodex kann kein Feldwebel und kein Blockwart, kein Minister und kein Feldherr, kein Himmler und kein Hitler über den Haufen kommandieren." (S. 419) Möge das in einer Nation, die sich zusehends von ihrer zeithistorischen Reflexion und moralischen Selbstvergewisserung verabschiedet, gleichwohl weiterhin und dauerhaft gelten. Kogons "SS-Staat" - ein wichtiges Dokument und bedeutendes Bekenntnis.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Erschütternde Darstellung 11. September 1999
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Dieses Buch, das einen Einblick in den Aufbau und die politischen Absichten der Konzentrationslager gibt, ist geschrieben von Eugen Kogon. Er war selbst sieben Jahre Häftling in Konzentrationslagern und hat so am eigenen Leibe die Geschichte der Konzentrationslager erlebt. Er hat in diesen Einrichtungen verschiedene Posten auf Häftlingsseite gehabt und so einen differenzierten Einblick in die verschiedenen Verwaltungsebenen erhalten. Kogon schreibt dieses Buch ohne übertriebene Emotionen in einem dokumentarischen Schreibstil. Doch genau dieser Stil bewirkt beim Leser oft eine größere Erschütterung als dies gefühlsbeladene Schreibfloskeln erreichen könnten. Er berichtet von der Verhaftung und Einlieferung ins Lager, von der Arbeit der Insassen und deren „Freizeitgestaltung", bis zu den pseudowissenschaftlichen Versuchen, die in diesen Einrichtungen durchgeführt wurden. Kogon schildert aber nicht nur die Grausamkeiten, die von SS-Seite verübt worden sind, denn er macht dem Leser klar, daß die Gefangenen keine homogene Masse waren, sondern vielmehr unterschiedlichen Volksgruppen und Schichten angehörten. Unter diesem Aspekt legt er auch den Kampf und Zwistigkeiten der Insassen untereinander dar. Für alle Interessierten unbedingt zu empfehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Standardwerk 23. Februar 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Eugen Kogon, selbst ehemaliger KZ-Häftling, legt in "Der SS-Staat" schonungslos offen, was sich zwischen 1933 und 1945 hinter dem Stacheldraht abspielte. Besonders interessant ist hierbei die Behandlung von wenig bekannten Details: wie gestaltete sich der durchschnittliche Tagesablauf eines Häftlings? Welche Möglichkeiten des Widerstands ergaben sich im KZ? Diese und viele andere Fragen beantwortet Kogon methodisch und kenntnisreich, ohne pauschal anzuklagen oder begangene Grausamkeiten plakativ darzustellen. Dadurch ist ein eher "leises", aber dennoch äußerst erschütterndes Buch enstanden, das zurecht als Standardwerk gilt. Wer sich also mit der Geschichte des Dritten Reichs auseinandersetzen möchte, sollte "Der SS-Staat" unbedingt lesen.
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