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Der Russe ist einer, der Birken liebt: Roman [Gebundene Ausgabe]

Olga Grjasnowa
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (37 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

6. Februar 2012
Mascha ist jung und eigenwillig, sie ist Aserbaidschanerin, Jüdin, und wenn nötig auch Türkin und Französin. Als Immigrantin musste sie in Deutschland früh die Erfahrung der Sprachlosigkeit machen. Nun spricht sie fünf Sprachen fließend und ein paar weitere so "wie die Ballermann-Touristen Deutsch". Sie plant gerade ihre Karriere bei der UNO, als ihr Freund Elias schwer krank wird. Verzweifelt flieht sie nach Israel und wird schließlich von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. Mit perfekter Ausgewogenheit von Tragik und Komik und mit einem bemerkenswerten Sinn für das Wesentliche erzählt Olga Grjasnowa die Geschichte einer Generation, die keine Grenzen kennt, aber auch keine Heimat hat.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 9 (6. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446238549
  • ISBN-13: 978-3446238541
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (37 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 16.474 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Pressestimmen

"Hier kommt die Welt zu Ihnen, wie sie noch nie zu Ihnen gekommen ist in einem Roman. Mit Macht, mit Witz, mit Weisheit, mit Scharfsicht und Scharfsinn, mit Tempo und Trauer." Elmar Krekeler, Die Welt

„Olga Grjasnowa trifft aus dem Stand den Nerv ihrer Generation. Zeitgeschichtlich wacher und eigensinniger als dieser Roman war lange kein deutsches Debüt." Ursula März, Die Zeit, 15.03.12

„Ein faszinierender Roman, ein sprunghaftes Stationendrama rund um die Heldin mit dem Tschechow-Namen (...) kraftvoll, dialogstark, anmutig.“ Meike Fessmann, Süddeutsche Zeitung, 24.03.12

„Grjasnowa besitzt den Mut, eine Heldin vor uns hinzustellen, die in einer Gesellschaft, die inzwischen vor allem Gefügigkeit und Stromlinienförmigkeit prämiert, mit einer geradezu herausfordernden Eigensinnigkeit daherkommt. (...) Trotz, Durchsetzungsvermögen und permanente Lernbereitschaft bilden ihre Waffen. Als rote Zora (...) stürmt sie durch die globalisierte Welt. Ein so ungeschminktes Bild derselben hat man selten so temperamentvoll hingepfeffert bekommen wie in diesem Buch. (...) Mit diesem Buch gibt eine Erzählerin ihr Entréebillet für die deutsche Literatur ab, von der man sich noch viel erhoffen kann.“ Tilman Krause, Die Welt, 31.03.2012

"Er (der Roman) passt in keine Schublade. Es ist einfach ein starkes Erzähldebüt einer vielversprechenden Autorin." Hajo Steinert, Tages-Anzeiger, 06.06.12

"Hier schreibt eine Frau, von der man mehr lesen möchte." Cornelia Geissler, Berliner Zeitung, 14.06.12

"Der Roman liest sich flott weg, der raschen Mascha will man unbedingt folgen, denn Humor hat sie auch. Was für eine Bereicherung." Barbara Schäfer, Stuttgarter Zeitung, 15.06.12

"Szenisch stark, wort- bildmächtig, entwickelt Olga Grjasnowa einen Sog, der mitreisst in eine globalisierte Welt, die immer wieder explosiv auf eine von Kleingeistigkeit und Misstrauen beherrschte Enge prallt." Sandra Leis, NZZ am Sonntag, 24.06.12

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
43 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Überschätzt 26. März 2012
Von C. Stahl
Format:Gebundene Ausgabe
Olga Grjasnowas Roman "Der Russe ist einer, der Birken liebt", ist das mit Abstand meistgehypte Debüt dieses Bücherfrühlings und mal wieder ein gutes Beispiel dafür, wie der Buchmarkt funktioniert. Eine junge, hübsche Autorin, die als Kind mit ihren Eltern aus Aserbaidschan nach Deutschland flüchten musste, mit jüdisch-russischen Hintergrund, vielsprachig, polyglott, lebhaft und telegen (und jetzt ist auch noch der Eurovision Song Contest in ihrer Geburtsstadt). Also ein gefundenes Fressen für das Feuilleton, das sich dankbar auf diesen Roman stürzt.
Leider findet man im Text nichts, was diese kollektive Begeisterung rechtfertigen würde, schon in manchen Passagen gefällig erzählt, aber auch sehr überfrachtet mit Multikulti-Schick und Schicksalsschwere, sehr chaotisch in der Handlungsführung, soweit man überhaupt eine Handlung erkennen kann. Als die Hauptfigur von Frankfurt nach Tel Aviv zieht, hofft man noch, dass es besser wird, aber es wird immer schlechter, am Ende irrt die Hauptfigur ebenso verloren wie die Handlung durch die Palästinensergebiete. Leider eine große Enttäuschung dieser "Roman", der im Endeffekt leider nicht mal als Talentprobe durchgeht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lebendig aber mit viel Distanz 19. Januar 2013
Von eyas
Format:Gebundene Ausgabe
Zum Inhalt ist reichlich gesagt worden.

Das Buch liest sich gut. Es ist sehr ökonomisch erzählt, dabei insbesodnere in den Dialogen sehr lebendig. Obwohl die Geschichte im Großen und Ganzen linear erzählt wird, kommt keine Langeweile auf. Besonders gut hat mir gefallen, wie Beobachtungen zu sehr eindrücklichen Bildern verdichtet werden. Dadurch entsteht auch der subtile Witz dieses Romans.

Man lernt die Welt aus den Augen Maschas kennen. Mascha ist zwar ebenso schlagfertig wie präzise in ihren Beobachtungen. Sie steht aber auch ständig unter Drogen, hat (mindestens) eine schwere Verlusterfahrung, die sie verarbeitet, und wird wiederholt als jemand charakterisiert, der nicht zugeben kann, dass er Fehler macht bzw. etwas nicht beherrscht. Insofern muss man nicht allem Glauben schenken, was Mascha als Erkenntnis präsentiert. Statt in Maschas Welt einzutauchen, steht man als Leser immer einen Schritt hinter ihr. Diese Distanz spürt man den ganzen Roman hindurch. Sie erlaubt einem, dass man Mascha in Frage stellt, sie verhindert allerdings auch, dass man sich ganz in sie hineinversetzen kann.
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50 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ohne Wohlfühlfaktor 6. März 2012
Von Tobias Nazemi VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Es fällt mir schwer, eine abschließende Meinung zu diesem etwas merkwürdigen Roman zu entwickeln. Spontan würde ich sagen: gefällt mir nicht. Aber warum eigentlich? Sprachlich, handwerklich bewegt sich die junge, attraktive Autorin auf einem hohen Niveau. Kaum zu glauben, dass sie keine Muttersprachlerin ist.

Auch die Handlung ist durchaus erzählenswert. Liebe, Lust und Leidenschaft - ' alles drin in diesem Debutroman. Es liest sich locker und kurzweilig, ist nicht zu lang und nicht so kurz. Warum also gefällt mir das Buch nicht?

Vielleicht ist es die erzeugte Stimmung, die mir nicht gefällt. Ich möchte mich als Leser in einem Buch wohl fühlen, es gerne zur Hand nehmen, in Atmosphäre und Stimmungen eintauchen und den Ich-Erzähler entweder abstoßend oder sympathisch finden. Aber Mascha, die Ich-Erzählerin in diesem Roman, ist für mich nicht richtig greifbar. Auch nach 270 Seiten habe ich keine Meinung zu dieser Person. Ihr ganzes Umfeld ist und bleibt mir fremd. Russen, Armenier, Aserbaidschaner, Libanesen, Israelis und Ost-Deutsche schwirren um die kränkelnde Mascha rum. Und alle sind sie entweder Christen, Juden oder Moslems mit den dazu passenden Befindlichkeiten. Hinzu kommt noch ein Potpourri mit allen gängigen Varianten unkonventioneller Liebschaften. Mascha mit ihrem Professor, Mascha mit ihrem Ex-Freund, Mascha mit einem One-Night-Stand, Mascha mit einer Frau. Also für meinen Geschmack ist das ein wenig zu viel des Guten.

Am Ende ist man wirklich froh, das Buch zur Seite legen zu können und mit all diesen komischen Romanfiguren nichts mehr zu tun zu haben. Und für diesen eigentlich interessanten Effekt muss man das Buch wieder über alle Maßen loben. Denn so etwas schafft nur wirklich gute Literatur.
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5.0 von 5 Sternen Fiebrig genaue Beobachtungsgabe
Wenn in Russland der Frühling erwacht, gehen die Jünglinge in den Wald, holen eine Birke oder wenigstens einen Birkenzweig, um diesen am Haus der Auserwählten zu... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Bernhard Horwatitsch veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Auf dem 2.Blick
Beim lesen war ich hin und hergerissen von diesem Debüt der jungen Dame. Ich konnte mich anfangs nicht entscheiden, ob ich es nun mögen soll, oder ebend nicht. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Ron12 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Darstellung einer wirklich weitreichenden - aber stark traumatisierten...
Maria Kogan – auch Mascha genannt – kommt aus Baku, von wo ihre Familie während der Unruhen flüchten musste. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von K. Beck-Ewerhardy veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Hoffentlich gut
Hoffentlich hält der Roman, das was die Kritiken versprechen. Jetzt quält mich dieses System wieder. Was soll das mit der Mindeswortanzahl?
Vor 3 Monaten von Axel Hartwich veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Klischeehaft
Eigentlich haben die Rezensenten SGK und C. Stahl schon fast alles gesagt, zu ergänzen ist nur noch, dass nicht nur die Deutschen klischeehaft abwertend geschildert werden,... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Heinrich Dassel veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Russenbild
Ein sehr aufschlußreiches, interessantes Buch, das Einblick gibt in die russiche Seele und damit hilfreich ist für die gegenseitige Völkerverständigung.
Vor 4 Monaten von Helmut Bochow veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein schönes Buch
Eine berührende Geschichte einer jungen Frau in unserer Zeit, Kompliment an die Autorin. Den eigenen Weg zu finden in unserer Zeit ist nicht so leicht, wenn man sich selbst... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Mingo veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Ärgerlich
finde ich, dass die Autorin offenbar in so vielen Kategorien denkt: "die Migranten", "die Moslems", "die Christen", "die Juden", Israel, Asebaidschan, "die Deutschen", eine zornige... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Can veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Lesenswert!
Das Buch gibt die innere Welt einer jungen, begabten und hübschen aber traumatisierten, heimatlosen Frau wider. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Eliana veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Enttäuscht
Das Buch begann gut und baute dann stetig ab. Es sind so viele Klischees (Hässlicher Chef nutzt Stellung für sexuelle Erpressung aus, in Deutschland sind Menschen so... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von SGK veröffentlicht
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