Die Handlung vom leidenschaftlichen Schmetterlingssucher Thomas, (er leidet ein wenig darunter, im Gegensatz zu seinen Begleitern nur Amateur und kein studierter Forscher zu sein) und seiner Frau Sophie spielt Anfang 1900 und mich erinnert auch der Erzählstil, zumindest zu Anfang der Geschichte, ein wenig an einen Klassiker. Die Spannung wird langsam aufgebaut. Zuerst schwelgt Thomas in seiner Begeisterung über diesen Urwald und sein Forscherdasein dort, und man fragt sich dauernd, was ist passiert, dass er stumm und verstört zurückkehrt. Die Beschreibung der Begleitpersonen hat mir auch gut gefallen, obwohl sie ein wenig eindimensional erscheinen. Die exotischen Schauplätze haben Atmosphäre. Zuerst erscheint dieser Thomas recht naiv, zum Beispiel, bis er erkennt, welchem Gewerbe bestimmte Damen in dieser exotischen Welt nachgehen, dann jedoch, als die Situation eskaliert, zeigt er Mut, den man ihm gar nicht zugetraut hat. Die Schmetterlingsdame war mir ein wenig zu farblos, die Forscher erschienen mir da schon interessanter. Dies gilt auch für Sophie, die einerseits den Regeln des Bürgertums nach außen genügen will, sich aber dann doch nicht immer diesen Konventionen entsprechend verhält. Insgesamt eine schön geschriebene Geschichte mit gutem Spannungsverlauf. Ein,nach kurzer Eingewöhnung flüssig und leicht zu lesendes Buch, das mich gut unterhalten hat.