Sarah Lark legt mit diesem Buch"Der Ruf des Kiwis"nun ihren dritten Band um die neuseeländische Familie Warden bzw. Mc Kenzie von Kiward Station vor.
Wir treffen und hören von vielen Personen aus den vorhergehenden Bücher, deshalb wäre es von Vorteil die Vorgängerbände gelesen zu haben.Da es aber eine abgeschlossene Geschichte ist und Sarah Lark auf ihre unnachahmliche, sehr unterhalsame Art und Weise die Familiengeschicke und Schicksale der Familien Warden bzw. Mc Kenzie weiterführt, werden auch Neueinsteiger auf ihre Kosten kommen, da die Verwandschafts -und Freundschaftsverhältnisse auch häufig erklärt
werden.
Dieser Band schildert überwiegend die Geschichte Glorias, der Tochter der Halb- Maori Kura-Maro-Tini. Kura hat eine Laufbahn als Künstlerin eingeschlagen und bereist mit ihrem Mann die ganze Welt,um ihre Konzerte zu geben. Ihre Tochter Gloria soll Kiward Station weiterführen und scheint auch dafür geschaffen, da sie sich ein Leben außerhalb der Farm nicht vorstellen kann. Trotzdem bestimmen ihre Eltern, die kaum Kontakt zu ihrer Tochter haben, dass Gloria in England zur Schule gehen soll, um dort auf einer Schule, die künstlerisch musikalisch arbeitet, ihren Abschluss zu machen. Gloria ist totunglücklich und wehrt sich mit Händen und Füßen. Um ihr die Schulzeit zu erleichtern, soll ihre Großcousine Lilian sie begleiten.Für Lilian wird es ein unterhaltsames Abenteuer auf dem englischen Internat, doch Gloria wird nicht glücklich in Europa .Als ihre Eltern sie kurz vor Ausbruch des I. Weltkrieges auf eine Tournee mit nach Amerika nehmen und der Aufenthalt auf Grund des Krieges verlängert werden soll, ersinnt Gloria einen gefährlichen Plan.
Aber auch die Bewohner von Kiward Station, allen voran Jack, der Sohn Gwyneiras,haben Schicksalsschläge hinzunehmen und müssen ihr Leben neu ordnen.
Auch mit ihrem dritten Buch ist Sarah Lark wieder ein sehr unterhaltsamer,spannender und teilweise sehr berührender Familienroman gelungen. Schicksalsschläge, die die agierenden Personen stark werden lassen, obwohl sie zu Anfang daran zu zerbrechen drohen, Liebe und tiefe Gefühle , die Jahre und Enfernungen überdauern, werden spannend und mitreißend erzählt.
Der Anfang des 20. Jahrhunderts mit seinem Weltkrieg und den Auswirkungen auf die Soldaten und deren Familien werden mitfühlend und nachvollziehbar geschildert.
Aber auch die Kultur der Maori, der Ureinwohner Neuseelands findet wieder einen Platz in der Geschichte.Sie wird immerwieder geschickt in das Geschehen integriert.
Alles in allem wieder ein toller Unterhaltungsroman. Wenn sie also für eine Weile abtauchen wollen, um dem Alltag zu entfliehen , ist diese Familiengeschichte dafür bestens geeignet.
Ich hoffe, dass Sarah Lark noch viele Ideen kommen diese Familiengeschichte weiterzuspinnen, denn es wäre doch schade, wenn dies das Ende wäre.