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Der Ruf der Kalahari: Roman
 
 
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Der Ruf der Kalahari: Roman [Taschenbuch]

Patricia Mennen
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 512 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (15. November 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442375177
  • ISBN-13: 978-3442375172
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12,6 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 7.297 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Eine bewegende Geschichte über Liebe und Hass, Vertrauen und Betrug

Berlin, 1901. Nach dem Tod ihrer Mutter wagt die junge Jella von Sonthofen den Schritt in ein neues Leben: Sie wird Deutschland verlassen und ihren Vater suchen, der in Deutsch-Südwestafrika verschollen ist. Doch als sie nach langer Suche endlich seine Farm gefunden hat, erwartet sie dort die schreckliche Wahrheit …

Der Ruf der Kalahari ist der Auftakt zu einer fesselnden Familiensaga vor einer einzigartigen Landschaft. Sie erzählt die Abenteuer einer jungen Deutschen im heutigen Namibia, ihre Seelenverwandtschaft mit dem Buschmädchen Nakeshi und eine wunderbar romantische Liebesgeschichte.

Über den Autor

Patricia Mennens große Leidenschaft ist das Kennenlernen von Menschen ursprünglicher Kulturen. Wann immer es geht, macht sie sich auf und versucht, einen authentischen Einblick in fremde Lebenswelten zu gewinnen. Ihre Eindrücke und Erlebnisse verarbeitet sie in ihren Büchern. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern abwechselnd in der Nähe des Bodensees und der Provence.

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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Anna Mohn
Format:Taschenbuch
Der "Ruf der Kalahri" ist der Auftakt einer gewaltigen Familiensaga in Deutsch- Südwest (heutiges Namibia).Jella von Sonthofen, eine junge, starke und eigenwillige Frau wagt, auf sich allein gestellt, den Schritt in die Fremde Afrikas um dort ihren tot geglaubten Vater zu finden. Ein Abenteuer voller Gefahren, Magie und Leidenschaft nimmt seinen Lauf, denn ihr Vater ist seit einiger Zeit verschollen. Und dann ist da auch noch dieser Fritz, den Jella einfach nicht vergessen kann...
Der Roman spielt Anfang des 20. Jahrhunderts. Armut und die vorherrschende Stellung der Männer machen Frauen das Leben schwer. Doch unter dem Deckmantel der Anonymität gibt es neben Gleichgültigkeit und Egoismus auch Mitgefühl und Nächstenliebe im Berlin des 20. Jahrhunderts. Und auch in Afrika zu Zeiten des Kolonialismus ist das Leben nicht immer einfach: die Ungezähmtheit des Landes, aufständische Ureinwohner...
Die Autorin Patricia Mennen schreibt mit einem solchen Einfühlungsvermögen über die Ereignisse in Jellas Leben, dass der Leser regelrecht in die Geschichte eintaucht und verzaubert ist von der Weite Afrikas, die so bildgewaltig beschrieben ist, als stünde man inmitten der Kalahari und trinke aus einem Straußenei Wasser. Afrika und seine Ureinwohner, die Buschmänner, ihre Mythen und Lebensangewohnheiten werden so in der Fantasie des Lesers lebendig und er verfolgt fasziniert dem Lauf des Romans.
"Der Ruf der Kalahari" ist ein wunderschönes Buch um in eine andere Zeit einzutauchen - und möglicherweise in eine andere Welt!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ayanea
Format:Taschenbuch
In "Der Ruf der Kalahari" geht es hauptsächlich, um die junge, ehrgeizige Jella, die mit ihrer totkranken Mutter in Berlin lebt. Jella ist sehr fortschrittlich für ihre Zeit und möchte mehr im Leben erreichen. Als ihre Mutter stirbt und Jella erfährt, dass ihr Vater in Afrika weilt, macht sie sich auf in das fremde Land, um ihn zu suchen.

Der Plot klingt an sich recht spannend und ich wollte unbedingt mal wieder einen historischen Roman, der in einem anderen Land spielt schmökern. Was gerade zu Beginn etwas verwirrend ist, ist das so viel Zeit darauf verwendet wird, wie Jella mit ihrer Mutter in ärmlichen Verhältnissen in Berlin haust. So gehen locker 200 Seiten ins Land und von Afrika noch keine Spur. Der Teil war durchaus interessant und flüssig zu lesen, nur hätte ich mir hier etwas mehr Afrika und weniger Deutschland gewünscht.

Die Erzählungen um Jella werden immer unterbrochen mit Erzählungen von Nakeshi- einem jungen Buschmann-mädchen, dass in der Weiten der Kalahari mit ihrem Stamm lebt. Hier hat mir sehr gut gefallen, dass die Autorin es glänzend geschafft hat, die Andersartigkeit der Gepflogenheiten und Rituale dieses Stammes hervor zu heben. So sind nämlich Nakeshi und Jella- ohne es zu wissen oder sich jemals gesehen zu haben- Sternenschwestern. In Afrika ist eben alles anders.

Als Jella dann doch endlich nach Afrika kommt, konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die Kulisse dieses Kontinents war malerisch schön erzählt- sei es die Tierwelt, die Stammesunterschiede, die Lebensverhältnisse der damaligen deutschen Kolonialisten bis hin zu den Gesteinsformationen- Afrikas Kulisse wurde atemberaubend umgesetzt. Dennoch hätte ich mir an gewissen Stellen sogar noch mehr gewünscht.
An einigen Stellen waren mir einige Aspekte in der Geschichte absolut viel zu vorhersehbar, andere Aspekte konnten wiederrum überraschen. Die vielen Nebenfiguren sind auch recht interessant gestaltet wurden.

Natürlich gibt es auch eine kleine Liebesgeschichte- wie sollte es anderes sein, das erwartet wohl auch der Leser. Diese spielt jedoch eine etwas geringere Rolle, viel wichtiger war Jella als Person und ihr Lebensweg in Afrika. Die Liebesgeschichte wurde einerseits recht ruhig erzählt, an anderer Stelle war es mir wieder too much, aber das wird damals wohl so üblich gewesen sein.

Alles in allem gebe ich diesem Roman 3,5 Sterne. Afrikas Zauber kam gewiss herüber, anderes war wie gesagt zu vorhersehbar und klischeehaft. Es gibt auch einen zweiten Band, der mich immer noch interessiert. Ich hoffe in diesem noch mehr über Afrika und seine Bewohner erfahren zu dürfen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Amber
Format:Taschenbuch
Ich wollte diesen Roman unbedingt lesen, schon alleine, weil es so wenige wirklich schöne über Afrika gibt.
Die Story ist auch wirklich absolut gelungen. Patricia Mennen hat großartig recherchiert und erzählt eine lebendige Geschichte, die das alte Berlin und die Weiten das heutigen Namibia vor dem inneren Auge aufsteigen lässt. Die Handlung ist abwechslungsreich und bietet einem neben guter Unterhaltung so einiges Wissenswerte, und ich habe es nicht bereut, mir den zweiten Band bereits gekauft zu haben, bevor ich diesen hier gelesen hatte.

Doch man hätte vieles besser machen können.
Es ist zum Beispiel - das kann man erwähnen, ohne zu viel von der Story zu verraten - nicht annähernd glaubwürdig, dass die Hauptperson mit ihrer todkranken Mutter freiwillig in bitterster Armut lebt, nur aus Protest dagegen, dass ihr Großvater einige für damalige Zeiten völlig gängige Ansichten vertritt. Das wirkt schon arg konstruiert und hätte allenfalls gut in unsere heutige Zeit gepasst. Die Akteure in Mennens Roman denken, sprechen und handeln eindeutig zu modern, als dass sich das mit einem historischen Hintergrund vertragen könnte. Das macht leider das authentische Feeling ein wenig zunichte, das sie mit der Darstellung der zwischenmenschlichen Zustände in den Berliner Slums so solide aufgebaut hatte.

Die Charaktere, nun ja. Jella, der wenig originelle rotlockige irische Wirbelwind mit den grünen Katzenaugen, kommt alles in allem arrogant und anmaßend herüber (ohne dass ich damit ihre fortschrittliche Geisteshaltung meine!) und wurde mir nur durch die Fehler, die sie macht, menschlich genug, um mich ein wenig mit ihr identifizieren zu können. Nakeshi, das Buschmädchen, klug und hübsch wie eine Gazelle, ist das farbige Äquivalent zu ihr, hat aber leider deutlich weniger Szenen.
Die beiden sind dann lange Seiten über auch die einzigen, die man näher kennen lernt, während andere Personen als grobe Skizzen vorbeiziehen und in optische Klischeeregister eingeordnet werden. Pauschale Verallgemeinerungen und manchmal recht abfällige Wertungen empfand ich als so störend wie eine Mücke im Ohr.
Der Mann in Jellas Leben betritt erst später die Bildfläche, was den Roman für meinen Geschmack ein wenig zu frauenlastig macht.

Den größten Dämpfer hat mir jedoch Mennens Art zu schreiben verpasst. Stilistische Klopper wie aus einem misslungenen Schulaufsatz jagen sich gegenseitig, und ich frage mich wirklich, warum ihre Lektoren das nicht bemerkt haben. Solche gravierenden Mängel dürften es niemals in die Endfassung und den Druck schaffen. Mal ist die Handlung dann sprunghaft, mal langwierig und wird nur mühsam rund. Es sind die typischen Fehler eines bemühten, etwas aufgeregten Erstlings, die man dem Werk so deutlich anmerkt. Mit zunehmender Seitenzahl wird es jedoch etwas besser, so, als würde sich Mennen allmählich einarbeiten.

Auch Jella verliert nach etwa der Hälfte des Romans ihren Snobismus, was sie schließlich doch noch sympathisch macht, auch wenn sie sich manchmal auf eine Weise verhält, die einem vernuftsbegabten Menschen unverständlich bleibt. Der Druck, noch ein paar Spannungs- und Romantikelemente einbringen zu müssen, dürfte dann wohl leider dafür gesorgt haben, dass die Handlung zum Höhepunkt hin (nun, für mich war es keiner) schundig-abenteuerlich und kitschig wird. Das Ende ist sehr vorhersehbar, was schade ist, da die Charaktere sich gerade so gut entwickelt hatten, vor allem Fritz, über den man eigentlich viel zu wenig erfährt. So bleibt schließlich ein fader Nachgeschmack zurück, und man hofft, dass die Fortsetzung ein paar Lücken schließt.

Insgesamt gibt es daher zwei Punkte Abzug, obwohl das Buch sich durchaus gut lesen lässt, wenn man stellenweise beide Augen zudrückt. Wie gesagt, die vielversprechende (und dies zum Teil auch haltende) Idee, die Begeisterung an der Sache, eine kleine Prise zaghaft neckischer Humor und das reichliche Hintergrundwissen reißen den Roman wieder heraus.
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